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Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit – im Zentrum steht die Wirksamkeit

17.08.2012

Ungefähr 2000 Personen nahmen an der Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit (DEZA-SECO) teil, die am Freitag, den 17. August in Bern stattfand. Bundesrat Didier Burkhalter, der zum ersten Mal als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) an dieser Veranstaltung teilnahm, unterstrich die Wirksamkeit und die Bedeutung des Engagements des Bundes zugunsten der am stärksten benachteiligten Länder.

Der Vorsteher des EDA wies auf die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit hin, die nun Früchte tragen und konkrete Ergebnisse hervorbringen. Als Beispiele für die erzielten Fortschritte nannte er den Rückgang der Sterblichkeitsrate bei schwangeren Frauen und Kindern in allen Weltregionen in den letzten Jahren, höhere Einschulungsraten, namentlich in Afrika und Asien, den Rückgang bei den HIV-Infektionen und einen besseren Zugang zu Trinkwasser. Diese Errungenschaften stehen im Einklang mit den Millenniumsentwicklungszielen der Vereinten Nationen.

Anhand von Entwicklungsprogrammen der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) veranschaulichte Bundesrat Didier Burkhalter, wie wichtig und innovativ der Beitrag der Schweiz  zur Erreichung dieser Fortschritte ist. Er betonte auch die Bedeutung dieses Engagements zur Stärkung der aussenpolitischen und –wirtschaftlichen Grundlagen der Schweiz.

Bundesrat Didier Burkhalter unterstrich in seiner Rede auf dem BERNEXPO-Gelände ebenfalls die Bedeutung der Wirksamkeit der vom Bund geleisteten Hilfe sowie die Notwendigkeit, dieses Engagement kritisch zu hinterfragen, um die nötigen Lehren für eine stetige  Verbesserung der Hilfeleistungen zu garantieren. Gemäss dem EDA-Vorsteher soll die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit ihr Engagement in jenen Bereichen fortsetzen, in denen unser Land über Kernkompetenzen verfügt. Dazu gehören Bildung, Gesundheit, Wasser, Finanzen und die Förderung des Privatsektors.

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin und Direktorin des SECO, erinnerte in ihrer Rede an den Grundsatz der schweizerischen Zusammenarbeit: «Wir tun dies nach dem Grundsatz Hilfe zur Selbsthilfe. In der internationalen Zusammenarbeit geben wir nicht nur einfach Geschenke - wir unterstützen die Eigenanstrengungen unserer Partner. Eines der Ziele des SECO ist es denn auch, die Partnerländer in die Weltwirtschaft zu integrieren und ihr nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern.»

DEZA-Direktor Martin Dahinden betonte seinerseits, die Erkenntnis habe sich durchgesetzt, dass gute Projekte allein nicht ausreichen, um Entwicklung zu ermöglichen. Den Partnern – Regierungen und privaten Organisationen – müsse eine noch grössere Rolle zugestanden werden. Er sagte zudem,  es gehe um die bessere Koordination mit anderen Gebern, bilateralen und multilateralen. Wirksam  sei die Zusammenarbeit nur dann, wenn die Engagements langfristig und vorhersehbar seien. Dabei müssten alle Geberländer noch zulegen.

An der Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit kamen auch zahlreiche Expertinnen und Experten zu Wort, unter ihnen Catarina de Albuquerque, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für das Recht auf Wasser und Sanitätsversorgung. Sie sprach über globale Risiken aus der Sicht der Entwicklungszusammenarbeit.

Ein Beispiel für die konkrete Unterstützung der DEZA in Afrika präsentierte Philippe Fayet, Koordinator des Kooperationsbüros der DEZA in Ouagadougou (Burkina Faso): Die Rede ist vom Viehmarkt in Fada N’Gourma, wo sich jede Woche Hunderte von Viehhändlern und Händlern versammeln. Das von der Schweiz finanzierte und unterstützte Projekt im Bereich der lokalen Entwicklung hat Auswirkungen, die weit über den lokalen Kontext hinausgehen.

Von Seiten des SECO wurde ein Schweizer Projekt im Bereich der Steuer- und Verwaltungsreform in Ghana vorgestellt. Dank der Unterstützung der Schweiz stiegen die Steuereinnahmen des Landes zwischen 2002 und 2010 von 12,7 auf 18,8 % des BIP, was es dem Staat erlaubt, den Kampf gegen die Armut verstärkt mitzufinanzieren.

Das Parlament hat im Februar 2011 beschlossen, den Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfe der Schweiz bis 2015 auf 0,5 % des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. Die Hauptstossrichtungen für die Umsetzung dieses Ziels sind in der Botschaft über die internationale Zusammenarbeit 2013–16 enthalten, die gegenwärtig im Parlament diskutiert wird.

Kontaktpersonen: 

EDA
Pierre-Alain Eltschinger
Pressesprecher
+41 (0)31 325 51 43
pierre-alain.eltschinger@eda.admin.ch

SECO
Nicole Müller
Koordinatorin Aussenbeziehungen und Anlässe
+41 (0)31 324 09 10
nicole.mueller@seco.admin.ch



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Staatssekretariat für Wirtschaft
Internet: http://www.seco.admin.ch

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Rede

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Wirksamkeit: Thema der Jahreskonferenz Entwicklungszusammenarbeit

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Jahreskonferenz der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit

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Fotos der Konferenz


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