Bundesverwaltung admin.ch
Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

Navigation

Hauptnavigation

Subnavigation

Weitere Informationen

Schnellsuche

Weitere Informationen

Sie befinden sich hier:

Bilaterale Beziehungen Schweiz - Belarus

Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1992 haben sich die bilateralen Beziehungen unregelmässig weiterentwickelt. Zwischen 2001 und 2010 hat die Schweiz Belarus mit humanitärer Hilfe unterstützt. Ein bilateraler Dialog findet jährlich statt. Zu den besprochenen Themen gehört die Menschenrechtslage, insbesondere die Abschaffung der Todesstrafe.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Bis zu den gemäss der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nicht nach internationalen Standards verlaufenen Präsidialwahlen im Dezember 2010 fanden Kontakte auf hohem Niveau statt. Wegen der gewaltsamen Repression nach den Wahlen hat die Schweiz die Visa- und Finanzsanktionen gegen Belarus wieder eingeführt.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Der Handelsaustausch zwischen den beiden Ländern konnte sich bisher nur schwach entwickeln, weshalb die Schweiz weiterhin daran interessiert ist, das bestehende Potenzial besser zu nutzen. Das grundlegende Vertragsnetz zum Ausbau des wirtschaftlichen Austauschs wurde abgeschlossen. So sind das Abkommen über Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, das Investitionsabkommen und das Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft.

Die Schweiz importiert vor allem landwirtschaftliche Produkte und exportiert Pharmazeutika, Maschinen und chemische Produkte. Etwa 30 Schweizer Unternehmen sind in Belarus vertreten.

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Forschende und Kulturschaffende aus Belarus können sich beim Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) um ein Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Friedensförderung und Menschliche Sicherheit

Im Rahmen ihrer Präsidentschaft im Ministerkomitee des Europarats setzte sich die Schweiz für die Abschaffung der Todesstrafe in Belarus ein. Die Schweiz interveniert bei Vollstreckungen von Todesurteilen auf multilateraler wie bilateraler Ebene.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Die DEZA war ab 2000 verstärkt in Belarus aktiv. In Mai 2010 wurden alle Schweizer Projekte an lokale Partnerorganisationen übergegeben.

Die durchgeführten Aktivitäten konzentrierten sich auf Massnahmen zur Linderung der Folgen des Reaktorunglücks von Tschernobyl (Kindersterblichkeit, Rehabilitation im Gesundheits- und Sozialbereich, behinderte Kinder, Stärkung der Gemeinwesen) sowie den Ausbau von Katastrophenschutz und Rettungswesen. Organisationen der Zivilgesellschaft wurden auch unterstützt. Das Budget 2001–2010 betrug 25 Mio. CHF.

Schweizerinnen und Schweizer in Belarus

Ende 2011 lebten 10 Schweizerinnen und Schweizer in Belarus.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Nach der Auflösung der Sowjetunion erklärte die Republik Belarus am 25.8.1991 ihre Unabhängigkeit. Die Schweiz anerkannte den neuen Staat am 23.12.1991. Der Schweizer Botschafter in Polen ist seit 1992 auch in Minsk akkreditiert. Im Juli 2007 eröffnete die Schweiz ein Botschaftsbüro in Minsk, das Büro ist der Botschaft in Warschau unterstellt.