Schweizer Küche – Fakten und Zahlen

Die Schweizer Küche verdankt ihren Reichtum und ihre Vielfalt unterschiedlichen lokaler Traditionen. Jede Region hat eigene Spezialitäten hervorgebracht, die inzwischen zu Nationalgerichten geworden sind. Hunderte Sorten Fleisch und Käse, Brot und Schokolade runden das Angebot ab. Einige Produkte der Lebensmittelindustrie sind in der Schweiz so erfolgreich, dass sie in fast jedem Haushalt zu finden sind. 

Infografik Kulinarisches Erbe der Schweiz: Umrisse der Schweiz mit eingezeichneten Spezialitäten wie Damassine, Minestrone oder Schabziger

  • 400 verschiedene Schweizer Produkte sind offiziell als kulinarisches Erbe der Schweiz anerkannt. Zu den bekanntesten gehört der Greyerzer Käse, die Rohwurst Longeole oder das Süssgebäck Basler Läckerli.
  • Niemand isst mehr Schokolade als Schweizerinnen und Schweizer: Pro Jahr und Person sind es über 10kg!
  • Käsesorten gibt es mehr als 450, dementsprechend viel Käse wird gegessen: Pro Jahr und Person fast 22kg.
  • Mehr als 400 Sorten Brot bieten ein beachtliches Angebot. Während in der deutschen Schweiz wird vorwiegend dunkles Brot gegessen wird, bevorzugt man in der Romandie und im Tessin eher Weissbrot. Als Sonntagsbrot ist der sogenannte «Zopf» verbreitet, eine Butterbrotart.
  • Auch das Angebot an Würsten und Trockenfleisch ist vielfältig und regional unterschiedlich: Aus der Westschweiz kommen die Genfer Longeole, Waadtländer Saucisson und jurassische Rahmblutwürste, aus der Ostschweiz die St. Galler Bratwurst, aus der Südostschweiz das Bündner Trockenfleisch und aus dem Süden, dem Tessin, Mortadella mit Leber.
  • Die Nationalwurst der Schweiz ist die sogenannte «Cervelat», von der jährlich 160 Millionen Stück hergestellt werden. An beiden Enden kreuzförmig eingeschnitten, wird die Wurst traditionellerweise an einem Holzspiess über offenem Feuer gegrillt. In der Schweiz nennt man B-Promis, also die zweitrangige Prominenz, auch Cervelat-Promis.
  • Es werden rund 250 Rebsorten angebaut, etwa vierzig davon sind einheimisch. Die bedeutendste Weinregion ist das Wallis, mit mehr als 50 verschiedenen Traubensorten.
  • Der Absinth, auch grüne Fee genannt, ist ein aus diversen Pflanzen gebrannter, ursprünglich als Heilmittel hergestellter Wermut-Schnaps. 
  • Das heute weltweit als Frühstück bekannte Müesli wurde um 1900 von einem Schweizer Arzt als Apfeldiätspeise entwickelt und in Kliniken als gesundes Abendessen serviert. 

Es gibt eine Reihe beliebter Produkte der Lebensmittelindustrie, die in der Schweiz in fast jeder Küche stehen. Eine Auswahl:

  • In vielen Haushalten wird mit Aromat in Pulverform gewürzt, eine Erfindung der Firma Knorr aus dem Jahr 1952. Ebenfalls verbreitet sind Suppenwürfel von Maggi, die es seit 1908 gibt.
  • Beliebte Brotaufstriche sind Cenovis, ein Produkt aus Bierhefe, Karotten und Zwiebeln aus dem Jahr 1931 und Le Parfait aus dem Jahr 1942.
  • Ovomaltine ist eine Erfindung aus dem Jahr 1865, ein Pulver auf der Basis von Gerstenmalz, entrahmter Milch und Kakao, das in Milch aufgelöst als Schokoladengetränk genossen wird.
  • Rivella ist ein Erfrischungsgetränk auf der Basis von Milchserum und seit den 1950er Jahren auf dem Markt.
  • Ricola ist ein Bonbon aus 13 Kräutern und wird seit 1940 hergestellt.