Aussenpolitik

Die Schweiz pflegt intensive Beziehungen zur Europäischen Union und insbesondere zu ihren Nachbarländern.

Didier Burkhalter begrüsst polnischen Aussenminister Grzegorz Schetyna mit Handschlag
Didier Burkhalter begrüsst polnischen Aussenminister Grzegorz Schetyna. © EDA, Präsenz Schweiz

Die Aussenpolitik dient der Wahrung der Schweizer Interessen, der Unabhängigkeit, dem Wohlstand und der Sicherheit des Landes. Zudem soll sie die Werte der Schweiz fördern: Menschenrechte, Demokratie, Frieden, Linderung von Not und Armut sowie Umweltschutz. 

Die Neutralität, welche der Schweiz eine Beteiligung an bewaffneten Konflikten und militärischen Bündnissen verbietet, ist ebenfalls ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Aussenpolitik. Sie bildet eine der Grundlagen des internationalen Genf, der humanitären Tradition sowie der Rolle der Schweiz als Mediatorin in Krisen- und Konfliktgebieten. 

Als Nichtmitgliedsland der Europäischen Union, aber mitten in Europa gelegen, legt die Schweiz ein besonderes Augenmerk auf ihre Beziehungen zu den Nachbarländern. Ihr Verhältnis zur EU wird von einer Reihe von bilateralen Abkommen bestimmt, die zwischen 1999 und 2004 abgeschlossen worden sind. 

Bericht über die aussenpolitischen Schwerpunkte 2016–2019 

2016 hat der Bundesrat die Aussenpolitische Strategie der Schweiz 2016–2019 verabschiedet:

  1. Europäische Union und EU-/EFTA-Staaten: Die Beziehungen der Schweiz zu den EU-/EFTA-Staaten, unter besonderer Berücksichtigung der Nachbarstaaten, sollen gefestigt werden. Ein ausbaufähiges Verhältnis zur EU ist sicherzustellen. Gute Beziehungen mit der EU sind eine Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit in einer Vielzahl von Politikfeldern, welche zur Förderung von Wohlstand und Sicherheit beiträgt.

  2. Globale Partner: Die Schweiz ist weder EU-, NATO,- noch G20-Mitglied. Deshalb und angesichts der globalen Machtverschiebungen ist es für die Schweiz zentral, ihr Beziehungsnetz mit globalen Partnern zu vertiefen, um ihre Interessen zu wahren und konkrete Probleme zu lösen. Aufgrund des politischen und ökonomischen Gewichts von regionalen Organisationen will die Schweiz ihre Präsenz auch in diesen Institutionen erhöhen.

  3. Frieden und Sicherheit: Als stark globalisiertes Land mit einer exportorientierten Wirtschaft ist die Schweiz für ihre Sicherheit und ihren Wohlstand auf ein stabiles Umfeld und eine gerechte internationale Ordnung angewiesen. Daher ist es unabdingbar, dass die Schweiz mit einem umfassenden und kreativen Engagement ihr Umfeld mitgestaltet. In der Krisen- und Konfliktbearbeitung beispielsweise stärkt sie deshalb den Bereich Mediation.

  4. Nachhaltige Entwicklung und Wohlstand: Die weltweiten Ziele für nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030) werden Bestandteil der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz sein. Themenschwerpunkte legt die Schweiz dort, wo sie einen Mehrwert schaffen kann, beispielsweise in der Berufsbildung oder der Gemeindeentwicklung. Dazu gehören aber auch die humanitäre Hilfe, wirtschafts- und handelspolitische Massnahmen in der Entwicklungszusammenarbeit, die Transitionszusammenarbeit sowie die Massnahmen zur Förderung des Friedens und der menschlichen Sicherheit. Um ihren Wohlstand zu wahren, will die Schweiz international verstärkt auf die Ausgestaltung von Regeln und Normen einwirken. Gleichzeitig will sie den Wirtschafts-, Wissenschafts- und Forschungsstandort Schweiz weiter fördern.

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