Die erneuerbaren Energien

Die erneuerbaren Energien gewinnen in der Schweiz seit einigen Jahren stark an Bedeutung. Auf die Wasserkraft entfällt dabei der weitaus grösste Anteil.

Staudamm in den Alpen
Staudamm Grande Dixence, Wallis. © Hanspeter Baertschi

Die wichtigsten in der Schweiz produzierten erneuerbaren Energiearten sind die Wasserkraft, die Solarenergie, die Erdwärme (Wärmepumpen), die Biomasse (Holz), die Windenergie und die Abfallverbrennung. Ihr Anteil am Gesamtverbrauch beläuft sich auf 23% im Jahr 2015. 1990 betrug der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch lediglich 15,8%. Bis ins Jahr 2006 blieb dieser Anteil stabil und vergrösserte sich anschliessend rasch. Zwischen 1990 und 2015 ist der Verbrauch erneuerbarer Energien um 53% angestiegen. 

Der Bereich der erneuerbaren Energien wird in der Schweiz klar von der Wasserkraft dominiert. Im Jahr 2015 betrug ihr Anteil 61,4% der in der Schweiz produzierten Energie, gefolgt von der Nutzung von Holz (16,4%) und der Abfallverbrennung (11%), der Erdwärme (6,2%), der Solarenergie (2,8%), der Windenergie (0,2%) und den Biotreibstoffen (0,1%). 

Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch der Schweiz betrug im Jahr 2015 23%. Er ist somit deutlich höher als der europäische Mittelwert (16,7%), aber niedriger als in Finnland (39,3%), Schweden (53,9%) oder Norwegen (69,4%). Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch zwischen 2010 und 2020 um mindestens 50% zu erhöhen.