Energie – Fakten und Zahlen

Die wichtigsten in der Schweiz verwendeten Energiearten sind Erdöl, Strom aus Kern- und Wasserkraftwerken sowie Erdgas. Erneuerbare Energien wie Umgebungswärme, Biomasse, Wind- oder Sonnenenergie verzeichnen seit ungefähr 2005 eine starke Zunahme.

Flugzeug Solar Impuls über dem Genfer See
Das Flugzeug Solar Impuls fliegt nur durch Sonnenenergie betrieben um die ganze Welt. © Solar Impulse / Jean Revillard

 

Die meiste Energie wird in der Schweiz verbraucht in Form von Erdölbrennstoffen und Treibstoffen (50,6%), gefolgt von Elektrizität (25,0%), Gas (13,5%) und Holz (4,4%).

Die Produktion von Elektrizität erfolgt in der Schweiz hauptsächlich mit Wasserkraft (59,9%), Kernkraft (33,5%) und konventionell-thermischen Anlagen (2,3%, nicht-erneuerbar).

Der mittlere Energieverbrauch pro Person ist seit 1990 um 14,5% zurückgegangen. Aber als Folge der gleichzeitigen Zunahme der Wohnbevölkerung um 23,4% ist die Gesamtmenge der genutzten Energie in der gleichen Periode um 5,5% angestiegen.

Im Jahr 2015 wurden in der Schweiz 7’033 kWh Strom pro Kopf der Bevölkerung konsumiert. Dieser Wert liegt über dem Frankreichs (6ʼ233 kWh), Deutschlands (6ʼ225 kWh) und der Niederlande (6108 kWh) im Jahr 2014, aber unter demjenigen Norwegens (21’091 kWh), Finnlands (14’477 kWh), Schwedens (12’597 kWh), Belgiens (7ʼ225 kWh) und Österreichs (7ʼ081 kWh).

Annährend die Hälfte des in die Schweiz importierten Rohöls stammt aus Afrika (39% Nigeria, 6% Libyen, 1% Ägypten). Die andere Hälfte stammt aus Mexiko (18%), USA (12%), Kasachstan (8%) und weiteren Ländern.

Mehrere Atomkraftwerk-Projekte wurden in der Vergangenheit aufgrund des starken Widerstandes in der Bevölkerung aufgegeben. Dies betraf im Jahr 1975 namentlich das geplante Kernkraftwerk Kaiseraugst im Kanton Aargau.

Zurzeit ist in der Schweiz unter dem Namen «Energiestrategie 2050» eine Energiewende im Gange. Sie hat zum Ziel, schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen.

In der Schweiz gibt es rund 638 Wasserkraftwerke. Von ihnen stammen 59,9% der gesamten Stromproduktion des Landes.

Die grösste Staumauer der Schweiz ist die Grande-Dixence (Wallis) mit einer Höhe von 285 m. Es handelt sich um die dritthöchste Schwergewichtsstaumauer der Welt.