Chemie und Pharma

Die Chemie- und Pharmaindustrie bilden den bedeutendsten Sektor der Schweizer Exportwirtschaft.

Laborantin bei der Arbeit
Vifor Pharma in Freiburg © EDA, Präsenz Schweiz

Die Chemie- und Pharmaindustrie trägt 4,8% zum Brutto-Inlandprodukt bei. Sie platziert sich damit gleich hinter der der Maschinenindustrie, ist aber Spitzenreiter beim Export. Dieser Industriezweig verkauft jährlich Produkte im Wert von etwa 85 Milliarden Franken ins Ausland, was 42% des Gesamtexportes ausmacht. Gegenwärtig beschäftigt die chemische und Pharmaindustrie rund 77’000 Personen in der Schweiz und mehr als 338’000 im Ausland. 

Die ersten chemischen und pharmazeutischen Fabriken sind im 19. Jahrhundert aus der Herstellung von Farbstoffen für die Textilindustrie hervorgegangen. Später konzentrierte sich dieser Industriezweig auf Produkte mit hoher Wertschöpfung wie Serum, Impfstoffe und Medikamente. Nach einer Krise und tiefgreifenden Umstrukturierungen in den 1990er Jahren ist der Pharmasektor in den Jahren nach 2000 stark gewachsen. Die Exporte allein in diesem Bereich stiegen von 8 Milliarden Franken im Jahr 1990 auf 71 Milliarden Franken im Jahr 2015. 

Die Akteure 

Eine gewisse Anzahl grosser Chemie- und Pharmakonzerne wie Novartis, Roche, Merck Serono, Syngenta, Firmenich und Givaudan beherrschen diesen Industriesektor. Aber fast die Hälfte seiner Beschäftigten entfällt auf kleine und mittlere Unternehmen. Insgesamt gibt es in diesem Sektor rund eintausend aktive Firmen. Sie konzentrieren sich auf die Regionen Basel, Zürich, Zug und auf die Genferseeregion.

Weiterführende Informationen