Steuerwesen

Die Steuerbelastungen natürlicher und juristischer Personen in der Schweiz gehören zu den niedrigsten in ganz Europa.

Symbolgraphik Verteilung der kantonalen Steuerlasten
Direkte Steuern variieren je nach Kanton und Gemeinde. © Economie suisse

Auch das Steuersystem der Schweiz widerspiegelt die föderale Struktur des Landes. Unternehmen und Privatpersonen sind auf allen drei Ebenen (Bund, Kanton und Gemeinde) steuerpflichtig. Rund 30% aller Steuereinnahmen fliessen in die Bundeskasse, 40% in die Kassen der Kantone, und die restlichen 30% erhalten die Gemeinden.

Direkte Steuern

Direkte Steuern werden von natürlichen und juristischen Personen bezahlt. Sie machen rund 70% der gesamten Steuererträge aus und setzen sich zusammen aus Einkommenssteuern mit progressiven Steuersätzen, Gewinnsteuern von Unternehmen, deren Sätze zwischen 16 und 25% variieren, und Vermögenssteuern natürlicher Personen, wofür in den meisten Kantonen ebenfalls progressive Steuersätze gelten.

Der Bund erhebt keine Erbschaftssteuer, wohl aber die meisten Kantone.

Die Verrechnungssteuer mit einem Satz von 35% ist eine vom Bund erhobene Quellensteuer auf Bankzinsen oder Lotteriegewinnen. Sie wird vollumfänglich an den Steuerpflichtigen zurückerstattet, wenn dieser die entsprechenden Erträge und Vermögenswerte in seiner Steuererklärung deklariert.

Indirekte Steuern

Die indirekten Steuern tragen etwa 30% zu den Steuereinnahmen in der Schweiz bei. Die wichtigste indirekte Steuer ist die Mehrwertsteuer (MWSt), die vom Bund erhoben wird. Der Steuersatz beträgt derzeit 8% des getätigten Umsatzes, der niedrigste Mehrwertsteuersatz Europas. Ein reduzierter Satz von 3,8% gilt für Beherbergungsleistungen und von 2,5% für Güter des täglichen Gebrauchs. Ärztliche Leistungen und Ausbildung sind von der Mehrwertsteuer befreit.

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