Wissenschaft und Forschung in der Schweiz – Fakten und Zahlen

In der Forschung spielt die Schweiz auf internationaler Ebene eine wichtige Rolle und zählt weltweit zu den wettbewerbsfähigsten Ländern.

Rolex Learning Center der ETH Lausanne
Das Rolex Learning Center der ETH Lausanne wurde 2010 eröffnet. Die Bibliothek enthält eine der europaweit umfassendsten Sammlungen wissenschaflticher Literatur. © EPFL

  • Die Schweiz gehört zu den Ländern mit der dynamischsten Forschungstätigkeit. Sie wendet fast 3.4% ihres BIP für Forschung und Entwicklung auf. Im internationalen Vergleich gehört sie damit zu den Ländern, die im Verhältnis zu ihrem BIP am meisten für Forschung und Entwicklung ausgeben (4. Rang der OECD-Länder).
  • In Zahlen ausgedrückt gibt die Schweiz 22 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung aus. Der grösste Anteil wird von privaten Unternehmen finanziert (86%) und durchgeführt (71%).
  • Der Anteil der Schweiz am weltweiten Publikationsaufkommen beträgt 1,2%, womit sie sich in der Rangliste aller Länder auf Platz 17 befindet. Im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung ist die Schweiz mit 3,9 Publikationen pro 1000 Einwohner das produktivste Land. Diese Publikationen geniessen international eine hohe Anerkennung: Ihr Impact liegt über dem weltweiten Durchschnitt von 17% (3. Platz hinter den Vereinigten Staaten und den Niederlanden).
  • Im Jahr 2016 wurden von der Schweiz beim Europäischen Patentamt EPA 892 Patente pro eine Million Einwohner angemeldet.
  • Im Bericht des World Economic Forums (WEF) über die weltweite Wettbewerbsfähigkeit 2016–2017 steht die Schweiz zum achten aufeinander folgenden Mal an erster Stelle.
  • Im Global Innovation Index 2017, herausgegeben von der Universität Cornell, der INSEAD und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), belegt die Schweiz den ersten Platz.
  • Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert im Auftrag des Bundes die Forschung in allen wissenschaftlichen Disziplinen, von Geschichte über Medizin bis zu den Ingenieurwissenschaften.
  • Die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse, früher Kommission für Technologie und Innovation KTI, unterstützt die anwendungsorientierte Forschung und den Transfer von Wissen und Technologie. Weiter fördert die Agentur die Bildung von Start-ups und unterstützt diese beim Markteinstieg. Im Jahr 2017 wurden 414 Projekte mit einem Bundesbeitrag von 132.1 Millionen Franken unterstützt.
  • Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne haben sich dank ihrer Leistungen in den Naturwissenschaften einen weltweiten Ruf erworben. Das Engagement von ausländischen Forschern und Dozenten hat in beiden Instituten eine lange Tradition: in beiden Lehrkörpern liegt der Anteil an Personen aus dem Ausland bei über 60%.
  • Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ist gemäss QS-Rangliste 2016 die achtbeste universitäre Hochschule der Welt.