«Überwinden, was uns teilt - pflegen, was uns verbindet» (de)

Media release, 14.11.2014

Ypres, 14. November 2014 - Speech by the President of the Swiss Confederation, Mr. Didier Burkhalter, held as part of the «1914-2014» competition launched for all post-compulsory school classes.

The President of the Swiss Confederation, Didier Burkhalter, talking with Swiss school pupils at the "Hill 62" First World War trench near Ypres in West Flanders (Belgium)
The President of the Swiss Confederation, Didier Burkhalter, at the "Hill 62" First World War trench near Ypres in Belgium, talking with Swiss school pupils from the winning classes of the competition he launched on the subject of the First World War. ©

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Vor ziemlich genau 25 Jahren (niemand von Ihnen war damals schon geboren) rieb sich die ganze Welt die Augen. Einige Tage zuvor hatte sich ein beinahe unerhörtes Ereignis zugetragen: Die Berliner Mauer, die Deutschland und Europa teilte, war soeben gefallen.

Damals haben wir diesen historischen Moment gebannt vor den Fernsehgeräten mitverfolgt. Und wir haben geahnt, dass der Fall dieser Mauer Teil einer grösseren Umwälzung ist; dass wir wahrscheinlich Zeugen werden, wie diese Teilung aufgehoben und der Kalte Krieg beendet wird.

In diesen frühen Novembertagen 1989 wehte ein starker Wind der Freiheit durch ganz Europa, ein Wind, der Freude und Hoffnung verhiess. Was die Zukunft des Kontinents betraf, wurde ein starker Optimismus spürbar. Ich selbst erinnere mich an eine Freude, die man mit anderen teilen konnte – es war ein erhebender Moment, man fühlte sich beinahe schwebend, aus der Zeit gefallen. Und man spürte eine grosse Erleichterung, dass eine Ära, die mit dem Ersten Weltkrieg ihren Anfang nahm und die während drei Vierteln des Jahrhunderts von Spannungen und Krisen geprägt war, endlich zu Ende zu gehen schien.

Das Licht in diesem November war durchdringend hell; man mag es mit der Klarheit der Herbstsonne vergleichen, mit dem Glühen der Hoffnung.

Man kann sich keinen grausameren Kontrast zu diesem Licht und dieser Wärme vorstellen als die graue Finsternis und den eisigen Wind, die hier vor 100 Jahren, im November 1914, Ypern überzogen. Seit drei Monaten tobte der Erste Weltkrieg mit ohrenbetäubendem Lärm und unbeschreiblichem Schrecken.

Damals waren die jungen Soldaten, die im Juli 1914 voller Enthusiasmus in die Schlacht zogen, überzeugt davon, dass dieser Krieg ein kurzer und siegreicher sein werde, grösstenteils schon tot. Sie wurden ersetzt durch Hunderttausende anderer junger Leute. Diese Soldaten gaben sich keiner Illusion mehr hin. Sie wussten, wie schlecht ihre Chancen auf eine Rückkehr waren; sie versuchten bloss, zu überleben. Trotz der Gewehrkugeln und der Granaten des Feindes, trotz der heute kaum mehr vorstellbaren Lebensbedingungen in den Schützengräben. Diejenigen Soldaten, die davon träumten, im Krieg ein Abenteuer zu erleben, haben in sein wahres Gesicht geblickt: Die schreckliche Fratze des Todes, des Leidens und der Verzweiflung. Die Waffen führten bloss zu Tränenvergiessen. Die schöne Landschaft um Ypern ist übersät mit 170 Friedhöfen, letzte Ruhestätte für Hunderttausende Soldaten.

«Nie mehr Krieg!», so lautete der Konsens nach dem Ersten Weltkrieg. Es sei dies «der letzte der letzten» Kriege gewesen, beteuerten die Regierungen und die Bevölkerung der siegreichen und der besiegten, der kriegführenden und der nicht kriegführenden Staaten; so lautete auch das Credo der neutralen Staaten, seien sie angegriffen worden wie Belgien, oder verschont geblieben wie die Schweiz. «Nie mehr Krieg», sagte man überall auf dem Erdball angesichts der düsteren Hinterlassenschaft des Krieges, des unendlichen Leidens und der Trauer; sagte man angesichts der unermesslichen Zahl vernichteter junger Leben, dezimierter Familien, erloschener Hoffnungen.

Wenn wir uns die immensen Ausmasse eines solchen Konflikts vor Augen führen, läuft man Gefahr zu verkennen, dass ein Krieg mehr als eine Sammlung von Zahlen und Statistiken – jede betrüblicher als die andere – ist; dass einen Krieg mehr ausmacht als Truppenkörper, die sich bekämpfen; dass ein Krieg mehr ist als strategische Bewegungen. Ein Krieg, das sind Millionen von Schicksalen, von denen jedes einzigartig ist: Zu jedem Schicksal gehört das individuell Erlebte, eine Vergangenheit, gehören Hoffnungen und Zweifel, Liebe und Unglück. Ein Krieg, das sind Schicksale, die oftmals zu tragischen Einzelschicksalen wurden, die in dieser weltweiten Katastrophe ihren Lauf nahmen und mit ihr verwoben waren.

Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Morges haben mich bewegt. Durch die ergreifenden Briefe an Henriette Rémi haben Sie uns daran erinnert, dass der Krieg das Leben jedes Menschen, der mit ihm konfrontiert ist, verändert und erschüttert. Diese Briefe handeln von Männern, die an die Front gehen und sich, traumatisiert und entstellt, nicht mehr wiedererkennen. Sie handeln von Eltern, die teilweise mehrere Kinder in den Kämpfen verlieren. Von Frauen, die urplötzlich alleine und ohne Einkommen für ihre Kinder aufkommen müssen. Von Kindern, denen man den Vater entrissen hat. Von Familien, die das Glück haben, dass der Vater zurückkehrt; aber nach der Freude über die Heimkehr erleben sie die Tragödie, dass in ihrer Mitte ein Fremder lebt, der sich in seinem Verhalten, aber auch in seinem Aussehen verändert hat. Solche verheerenden Erlebnisse hinterlassen auch in der gesamten Gesellschaft tiefe Spuren.

Auch die Umwelt wird durch den Krieg zerstört. Er führt zu einer fürchterlichen Verschmutzung, und auch kulturelles Erbe wird vernichtet. Das majestätische Rathaus, in dem wir uns heute befinden, war früher eines der grössten gotischen Gebäude Europas. Im Herbst 1914 wurde es zerbombt und eingeäschert.

Heute ist dieses Gebäude ein Symbol für den Willen des Menschen, etwas wieder aufzubauen, eine Verbindung mit der Vergangenheit herzustellen und zugleich in die Zukunft zu blicken. Die Männer und Frauen von Ypern haben es möglich gemacht, dass das Rathaus wieder aus den Aschen auferstanden ist; sie haben damit der Vernichtung getrotzt und ein Zeichen gegen die blinde Gewalt des Krieges gesetzt.

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Im Jahr 2014 will ich mit Ihnen über den Konflikt von 1914 nachdenken, der – wir können dafür dankbar sein – die Schweiz zwar nicht heimgesucht, aber auch nicht unbeteiligt gelassen hat. Warum über Ereignisse nachdenken, die sich zugetragen haben, als sogar Ihre Urgrosseltern noch Kinder waren?

Weil die Gegenwart und die Zukunft auf dem Fundament der Vergangenheit stehen. Weil der Erste Weltkrieg, dessen erste Schlachten hier, in der Gegend um Ypern gefochten worden sind, eine tiefe Zäsur in der Geschichte unseres Kontinents und der gesamten Menschheit bedeutet. Weil die Sicherheit eines Staates, eines Kontinents nie endgültig gewährleistet ist, wie wir in diesem anderen Jahr «14» feststellen müssen. Indem wir uns an die Düsternis und die Leiden von 1914 erinnern, bereiten wir auch den Boden für die Zukunft, versuchen wir zu verhindern, dass wir zu den Schrecken des Novembers 1914 zurückkehren.

Deshalb engagiert sich die Schweiz in der Welt und auch in Europa. Sie setzt sich ein im Nachgang zu Konflikten: Die Schweiz hilft Männern und Frauen in kriegsversehrten Gesellschaften, sich nach Kriegsende wieder eine Zukunft aufzubauen.

Zu diesem Zweck setzt sie sich insbesondere für die Abschaffung der Straffreiheit ein. Indem in einem ehemaligen Konfliktgebiet ermittelt, Recht gesprochen und Kriegsverbrecher bestraft werden, kann das Leiden verringert und eine Gesellschaft wieder aufgebaut werden. Nach 1918 hatte man dies unterlassen. Heute agiert die Schweiz im erwähnten Sinn in Kolumbien, auf den Philippinen, auf dem Balkan und im frankophonen Afrika.

Gewiss, es gibt eine enge Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie, liebe Schülerinnen und Schüler von Liestal, haben dies auf bemerkenswerte Weise mit Ihren «Kurzgeschichten» gezeigt: Die heutige Welt unterscheidet sich sehr stark von der Welt um 1917 – und doch klingen in Ihren Geschichten Aktualitäten des Jahres 2014 an. Sie zeigen auf, dass unbestreitbare Verbindungen zwischen diesen zwei Epochen, man möchte beinahe sagen: «Welten» bestehen. Und Sie betonen denjenigen Teil des Menschseins, der ein Jahrhundert danach für dieselben Werte steht: das Leben, die Liebe, die Freiheit.

Liebe Schülerinnen und Schüler, all Ihre Projekte geben einen guten Eindruck davon, wie Sie aus heutiger Warte auf die Vergangenheit und auf die tragischen Ereignise vor einem Jahrhundert zurückschauen. Als ich Ihre Arbeiten las, ist mir besonders stark aufgefallen, dass die Erinnerung an ein Ereignis nicht in Büchern greifbar wird, nicht in verstaubten und vergessenen Fotografien oder Briefen; nein, das geschichtliche Gedächtnis wird geformt durch die Überlegungen, die wir zu unserer eigenen Epoche machen, und durch die Schlüsse, die wir daraus ziehen. Durch die Art und Weise, wie Worte und Bilder in unserem Geist und unserem Herzen etwas anklingen lassen. Oder, um es in den Worten eines berühmten Fachmannes zu sagen: Geschichte ist ein «ständiger Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart».

Die «Grande Guerre» stellte einen schrecklichen Einschnitt in unserer Geschichte dar. Sie, geschätzte Schülerinnen und Schüler von Tenero und Lugano, haben es verstanden, diese Tatsache in Ihrem Film «14-14» auf eindrückliche Weise zu vermitteln. Das gesamte 20. Jahrhunderts wurde geprägt von der Schockwelle, die der Erste Weltkrieg ausgelöst hat. Auf der einen Seite hat sie dazu geführt, dass eine der ersten internationalen Organisationen gegründet wurde – ein Ort, an dem die Weltgemeinschaft sich austauschen und Konflikte auf friedliche Weise regeln konnte. In diesem Geist wurden in Genf internationale Institutionen geschaffen. Aber auch die Abkommen von Locarno von 1925, mit denen die Sicherheit in Europa gefestigt werden sollte, atmen diesen Geist. Auf der anderen Seite zog der Krieg grosse Frustrationen, Spannungen und Krisen nach sich; er führte zu wachsenden Revanchegelüsten und zum Aufstieg totalitärer Tendenzen, die einem Grossteil des 20. Jahrhunderts auf schreckliche Weise ihren Stempel aufgedrückt haben.

Mit dem Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren hat diese Ära ihr Ende gefunden. Seither haben ganze Regionen Europas, aber auch der Welt zu Freiheit und Demokratie gefunden. Grosse Gebiete auf der Erde haben sich stark entwickelt, Millionen von Menschen sind der extremen Armut entronnen. Die im Jahr 1989 gehegten Hoffnungen haben sich aber nicht gänzlich erfüllt, es folgten auch danach zahlreiche Konflikte und Krisen, auch in Europa. Und wie im Ersten Weltkrieg ist der Krieg zuerst auf dem Balkan aufgeflackert.

Aus diesem Grund engagiert sich die Schweiz in Regionen, die in Gefahr laufen, der Gewalt zum Opfer zu fallen, bereits, bevor Konflikte ausbrechen. Sie setzt sich dafür ein, dass ein dauerhafter Frieden geschaffen werden kann.

Sie tut dies durch Zusammenarbeit, durch Dialog, durch Austausch; sie schlägt Brücken, indem sie Bedingungen schafft, die dem Frieden förderlich sind und die insbesondere den jungen Generationen Zukunftsperspektiven öffnen. Die Schweiz engagiert sich auf dem Balkan, im Kaukasus oder in Nordafrika, wo vor vier Jahren der «arabische Frühling» ausbrach, der sich nun nicht zum «dschihadistischen Winter» verwandeln darf. Die Schweiz unterstützt die betroffenen Staaten beim Aufbau eines Rechtsstaates und beim Schutz der Menschenrechte – den grundlegenden Bestandteilen einer stabilen Demokratie. Es ist dies eine schwierige Aufgabe, wie man in Libyen und in Ägypten gut sehen kann. Man erahnt auch den Schrecken der Krise in Syrien und ihrer Ableger in Irak. Aber die Hoffnung ist stärker, dies zeigt Tunesien, wo unlängst unter vorbildlichen Bedingungen Wahlen abgehalten worden sind.

Der Film unserer Tessiner Freunde endet mit den folgenden Worten des Bundespräsidenten von 1915, Giuseppe Motta: «(…) Es ist Aufgabe jedes Schweizers, zu überwinden, was uns teilt, und zu pflegen, was uns verbindet». Hundert Jahre später bleibt der Gehalt dieser Aussage derselbe, bleibt die Rolle der Schweiz unverändert. Überwinden, was uns teilt, und pflegen, was uns verbindet, so könnte die Devise lauten für den Vorsitz der Schweiz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE), insbesondere angesichts der Krise in der Ukraine. Als ich im vergangenen Dezember das Projekt für den Wettbewerb 1914-2014 lancierte, dachte ich nicht im Entferntesten daran, dass der Krieg nach Europa zurückkehren könnte.

In der Tat, Frieden ist niemals ein gesichertes Gut, sondern eine Pflanze, die man umsorgen muss, damit sie die schönste aller Blüten tragen kann, die Blüte der Hoffnung, und Früchte trägt, die Früchte des Wohlstands.

Seit 150 Jahren engagiert sich die Schweiz auch in den Bereichen des humanitären Handelns und des Völkerrechts, die mit der Schaffung des Roten Kreuzes in Genf ihren Anfang nahmen. Auch diese Facette kommt in all Ihren Arbeiten zum Ausdruck: Das Engagement von Henriette Rémi in Morges, der «Engel von Basel» in Gestalt einer jungen Krankenschwester, die Rolle des IKRK, die im Film aus dem Tessin zum Ausdruck kommt. Das humanitäre Engagement ist Teil des schweizerischen Erbguts geworden!

Durch sein Handeln wacht das IKRK darüber, dass in kriegerischen Konflikten ein Mindestmass an Menschlichkeit bewahrt, dass für die Zivilbevölkerung, die Verwundeten, die Kriegsgefangenen und die Toten ein Mindestmass an Würde gewahrt bleibt. Das Rote Kreuz ist in der Düsternis der Konflikte ein Hoffnungsschimmer für Millionen von Menschen. Es ist sicherlich die schönste Erfindung, die die Schweiz der Welt jemals geschenkt hat.

Hier, in Ypern, sind 1915 erstmals grossflächig chemische Kampfstoffe zur Anwendung gelangt. Schon damals war die Verwendung solcher Waffen durch das Völkerecht verboten, aber die Mehrzahl der kriegführenden Parteien hat es nicht beachtet. Seit 1915 sind die Mechanismen des Völkerrechts und die Pflichten, die es den Staaten auferlegt, bedeutend verstärkt worden. Dennoch kommt es noch immer zu Dramen und Verletzungen dieses Rechts, wie erneut das Beispiel Syrien zeigt: Hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurden dort chemische Kampfstoffe eingesetzt.

Das humanitäre Völkerrecht umfasst heute einen Bestand wohldurchdachter Regeln, die international anerkannt sind. Wir müssen darüber wachen, dass seine Anwendung noch besser gewährleistet wird. In dieser Hinsicht hat die Schweiz eine besondere Verantwortung, ist sie doch sowohl Wiege des humanitären Völkerrechts und des Roten Kreuzes als auch Depositarstaat der Genfer Konventionen.

Zusammen mit dem IKRK hat die Schweiz auf diplomatischer Ebene eine Initiative ergriffen, die mir besonders am Herzen liegt; diese Initiative hat zum Ziel, neue Mechanismen zur verbesserten Anwendung des Völkerrechts zu schaffen und dessen Einhaltung besser zu überwachen. Wir erhoffen uns, dass an der nächsten internationalen Konferenz der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, sie findet in einem Jahr in Genf statt, dieser Fortschritt für die Menschheit erzielt werden kann.

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Zum Schluss will ich Sie beglückwünschen, Ihnen danken, und ich will Sie einladen.

Ich beglückwünsche Sie für Ihren Einsatz, für die Qualität Ihrer Überlegungen und Ihrer Arbeiten. Ich – und mit mir die gesamte Jury – waren beeindruckt von der hohen Qualität aller eingegangenen Arbeiten. Die Jury hatte eine schwierige Aufgabe, denn es war eine grosse Herausforderung, die besten Beiträge zu küren. Aber sie hat ihre Arbeit und die Beiträge von Ihnen, den drei Klassen, ausgewählt. Ich gratuliere Ihnen dazu.

Ich danke Ihnen, dass Sie mich hierher nach Ypern begleitet haben, um nicht nur über die Vergangenheit nachzudenken, sondern auch darüber, welche Lehren wir heute aus ihr ziehen können, um eine hoffnungsvolle Zukunft zu gestalten, die sich von den düsteren Jahren unterscheidet. Ihre Anwesenheit, Ihre Gedanken, Ihr Interesse für die untersuchte Ära haben mich angeregt und mir Hoffnung für unsere Zukunft gegeben.

Und ich lade Sie ein, diese Reise fortzusetzen – zuerst im Museum In Flanders Fields, anschliessend bitte ich Sie zur Zeremonie bei der Porte de Menin.

Mein Anliegen geht aber noch weiter: Ich bitte Sie, das Erlebte niemals zu vergessen, seien es die Erfahrungen, die Sie in diesem Jahr während der Arbeit an Ihrem Beitrag machen durften, sei es, was Sie bei der Reise nach Ypern erfahren haben. Und ich fordere Sie dazu auf, weiterhin die Werte der Menschlichkeit zu verteidigen. Hier in Flandern sind Hunderttausende viel zu jung gestorben. Ihnen wurde nicht ein ganzes Leben geschenkt, um diese Werte zu verteidigen.

Ich bin überzeugt, dass jede und jeder unter uns im täglichen Leben verpflichtet ist, alles zu unternehmen, damit diese Werte erhalben bleiben und es in der Geschichte nie mehr zu derartigen Gräueln kommt. Verstehen Sie es, zu überwinden, was uns teilt, und zu pflegen, was uns verbindet. Und bewahren Sie in Ihrem Herzen immer die Bedeutung und die Tragweite so schöner Worte wie Freiheit, Frieden, Demokratie, Menschenrechte. Hier, in Ypern, haben diese Worte einen ganz besonderen Klang.

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