Konferenz „Hin und Zurück – und dazwischen: Perspektiven der schweizerisch-ungarischen Freundschaft“ an der Andrássy Universität Budapest am 9. Oktober

Medienmitteilung, 30.10.2015

Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist hat am 9. Oktober die Konferenz „Hin und Zurück – und dazwischen: Perspektiven der schweizerisch-ungarischen Freundschaft“ über die schweizerisch-ungarische Beziehungen an der Andrássy Universität eröffnet.

Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist an der Andrássy Universität

Zum Anlass des Programmes 2015: „Schweizerisch-ungarische Freundschaft – Kultur und Traditionen im Herzen Europas“ wurde am 9. Oktober 2015 die Konferenz mit dem Titel „Hin und Zurück – und dazwischen: Perspektiven der schweizerisch-ungarischen Freundschaft“ über den Stand und die Perspektiven der schweizerisch-ungarischen Freundschaft organisiert. Die ganztägige Konferenz an der Andrássy Universität wurde von Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist, Präsidentin der Freundschaftsgruppe Schweiz-Ungarn im Schweizerischen Parlament eröffnet.

Die Schweiz und Ungarn können auf eine lange Geschichte freundschaftlicher Beziehungen zurückblicken, die sich bis ins Zeitalter der Reformation zurückverfolgen lässt. Im ersten Panel der Konferenz, in der historischen Perspektive, wurden sowohl die Anfänge dieser Beziehungen, als auch die Auswirkungen von Schweizer Unternehmern auf die Industrialisierung und Modernisierung Ungarns im 19. Jahrhundert behandelt.

Während des Zweiten Weltkriegs rettete der schweizerische Vizekonsul Carl Lutz Tausenden bedrohter Juden in Budapest das Leben. Als entscheidendes Ereignis der jüngeren Geschichte kann sicherlich 1956 gesehen werden. Die Schweiz empfand große Solidarität für Ungarn, nahm ungefähr 12'000 ungarische Flüchtlinge auf und schickte Hilfslieferungen nach Ungarn. Der ungarischen Emigration in die Schweiz war auch ein Panel gewidmet.

Seit dem Systemwechsel in Ungarn pflegen die Schweiz und Ungarn enge und freundschaftliche diplomatische Beziehungen und arbeiten sowohl im wirtschaftlichen als auch im kulturellen Bereich zusammen. Dies ging auch aus der abschliessenden interessanten Paneldiskussion der Tagung hervor, wo unter der Moderation von Andreas Oplatka der stellvertretender Staatssekretär Gergely Prőhle, der Schweizerische Botschafter Jean-François Paroz und die Geschäftsmänner Andreas Baumann und János Mátyásfalvi miteinander diskutierten.

An der musikalischen Abrundung des Tages, am Konzert des Duos May-Jo nahmen 250 Gäste im Italienischen Kulturinstitut teil. Das Duo wird von József Molnár geleitet, wer ungarischer Abstammung ist und in der Schweiz das Alphorn als Konzertinstrument in die Konzertsäle einführte.

Das Duo May-Jo im Italienischen Kulturinstitut © Schweizerische Botschaft