Ziel des Forums war es, die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Ungarn im Bereich Innovation weiter zu vertiefen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Institutionen zu eröffnen. Teilgenommen hatten neben Schweizer und ungarischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen auch Vertreter der Verwaltung sowie des Swiss Business Hub Central Eastern Europe.
Ein starkes Zeichen für die Bedeutung der schweizerisch-ungarischen Zusammenarbeit setzte die Teilnahme von Dr. Péter Horváth, dem kurz zuvor ernannten ungarischen Staatssekretär für Wissenschaftspolitik und Innovation. In seiner Eröffnungsansprache bezeichnete er die Schweiz als strategischen Partner Ungarns in Forschung, Entwicklung und Innovation. Darüber hinaus betonte er auch seine enge persönliche Verbindung zur Schweiz: Von 2007 bis 2013 war er als Dozent für Biochemie an der ETH Zürich tätig.
Prof. János Levendovszky, Vizerektor für Forschung und Innovation der BME, stellte in seinem Vortrag „The Innovation Ecosystem of the Budapest University of Technology and Economics“ das Innovationsökosystem der Universität vor und zeigte auf, wie akademische Exzellenz, Technologietransfer, industrielle Zusammenarbeit und gezielte Förderinstrumente dazu beitragen können, wissenschaftliche Ergebnisse in gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung zu übersetzen.
Inhaltlich standen zwei Schwerpunkte im Zentrum: innovative Ökosysteme sowie der Weg vom Labor zur Marktreife. Prof. em. Dr. Alexander Zehnder, ehemaliger Präsident des ETH-Rates, gab Einblicke in Erfolgsfaktoren des Schweizer Innovationsökosystems und betonte insbesondere die Bedeutung von Freiräumen für Forschung, Unternehmen und Investoren. Prof. Róbert Somogyi, Chief Operating Officer der Hungarian Innovation Agency, weitete den Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas im Vergleich zu den USA und China. In seinem Vortrag zeigte er auf, dass Europa über starke wissenschaftliche Grundlagen verfügt, diese jedoch noch konsequenter in skalierbare Markt- und Industrielösungen überführen muss.
Die Rundtischgespräche und Kurzvorträge machten deutlich, wie gross das Potenzial für konkrete schweizerisch-ungarische Kooperationen ist – von Technologietransfer und Industriepartnerschaften über Erfahrungen von Start-ups und KMU bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Adam Gontarz, Bereichsleiter Digitalisierung, Innovation und Technologie und Mitglied der Geschäftsleitung von Swissmem, brachte dabei die Perspektive der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie ein und unterstrich die Bedeutung enger internationaler Partnerschaften für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Umsetzung.
Hautsponsor des Forums war Roche, das als global führendes Unternehmen im Gesundheits- und Life-Sciences-Bereich beispielhaft für die Verbindung von Forschung, Innovation und gesellschaftlichem Nutzen steht. Weitere Sponsoren waren Novartis, WTS, ABB, Präsenz Schweiz, Nespresso und Lindt.
Das Swiss-Hungarian Innovation Forum hat einen wichtigen Impuls für die bilateralen Innovationsbeziehungen zwischen der Schweiz und Ungarn gesetzt. Nun gilt es, die entstandenen Kontakte weiterzuführen und in konkrete Projekte umzusetzen.