Zwischen herabgefallenen Rohren und gestürzten Denkmälern treffen sich rätselhafte Figuren in den Nebelschwaden: König, Erzähler*in, radikale Fee, Pferd, Tourist*innen und Verwundete. Gemeinsam schaffen sie einen Raum der Undurchsichtigkeit, der Erotik und zerbrechlicher Verbindungen. Ausgehend von Jack Halberstams Theorie des «Unworlding» setzt sich Performancemacher*in Simone Aughterlony in einem neuen Gruppenstück mit der Ästhetik des Zusammenbruchs auseinander und erforscht dessen Potenzial, den Körper von festgefahrenen Systemen des Geschlechts und des Fortschritts zu befreien. «Collapse in 5 Acts» konfrontiert architektonischen und strukturellen Verfall vor dem Hintergrund des kapitalistischen Strebens nach Erneuerung. Eine Einladung an das Publikum, die Trümmer all dessen, was wir aufgebaut und geerbt haben, als Material für eine Romanze mit der Zukunft zu betrachten.
Simone Aughterlony arbeitet vor allem im Tanz und in der Performancekunst, lebt als freischaffende Künstler*in in Zürich und Berlin und entwickelt seit 20 Jahren choreografische Arbeiten mit queerer Ausrichtung. Aughterlonys Werk befasst sich intensiv mit der Frage, was Verwandtschaft heute bedeutet und wie alternative Konzepte von Familie und Zusammenleben aussehen könnten. Dabei spielen Aughterlonys Arbeiten humorvoll mit Repräsentation – einschliesslich der Phänomenologien des Nicht-Erkennens und des Absurden. 2023 wurde Aughterlony mit dem Kulturpreis des Kantons Zürich ausgezeichnet.
Performances:
9. bis 11. April 2026, jeweils 19 Uhr