Demokratische Regierungsführung stärken

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz fördert in den Partnerländern, in denen sie sich engagiert, Reformprozesse und unterstützt die Institutionen bei einer besseren Regierungsführung. Die gute Regierungsführung ist ein Transversalthema, das für die Mehrheit der Projekte von Bedeutung ist.

Die Lebensbedingungen der Menschen sind weitgehend von den Regeln und Institutionen in ihrem Umfeld abhängig. Mit anderen Worten, Rechtsstaatlichkeit und solide Institutionen, die auf die Bedürfnisse der ärmsten Bevölkerungsgruppen ausgerichtet sind, sind unabdingbar für die Armutsreduktion.

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz macht es sich zu Aufgabe, die Prozesse für eine Transition hin zu Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Marktwirtschaft zu unterstützen. Dort, wo Fortschritte erzielt wurden, geht es darum, die demokratischen politischen Institutionen, die Rechtssysteme und die Organisationen zu stärken, damit eine gleichberechtigte gesellschaftliche und wirtschaftlichen Entwicklung stattfinden kann.

Förderung der Bürgerbeteiligung

Die Schweiz fördert die Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger, verbessert die Gouvernanzstrukturen und unterstützt Dezentralisierungsreformen. Sie tritt ein für eine gute Regierungsführung im Wirtschafts- und Finanzbereich sowie für einen gesunden, verantwortungsvollen und transparenten Umgang mit den öffentlichen Finanzen und ein regulatorisches Umfeld, das wirtschaftlichen Aktivitäten förderlich ist.

Die Bekämpfung der Korruption ist wichtig, da diese die ärmsten Bevölkerungsgruppen sowie ethnische und sprachliche Minderheiten beim Zugang zu öffentlichen Leistungen benachteiligt. Korruption verschärft zudem die sozialen Spannungen und untergräbt das Vertrauen der Bevölkerung in die Institutionen.

Mit der Förderung einer guten Regierungsführung können hingegen die Radikalisierungs- und Extremismustendenzen verringert werden, die ihre Wurzeln oft in gefühlten oder tatsächlichen Frustrationen und Ungerechtigkeiten haben.