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In Myanmar, wo etwa 60 Millionen Menschen leben, finden zurzeit drei einschneidende Veränderungen statt: der Übergang von einem autoritären Militärregimezu einer demokratischen Staatsführung, der Wechsel von der zentralenPlanwirtschaft zur Marktwirtschaft und der Wandel von einem 60 Jahre andauernden bewaffneten Konflikt zur Konsolidierung des Friedens. Die Fortschritte werden jedoch durch das anhaltende Misstrauen zwischen ethnischen, religiösen undpolitischen Gruppen, die fortgesetzte Monopolisierung der Ressourcen durch eine wirtschaftliche Elite und die schwachen sozialen Dienstleistungen und Institutionen behindert.
Die Schweiz soll zur Festigung des Friedens und zur Bildung einer offenen, demokratischen Gesellschaft, zur Verringerung der chronischen Armut und zur Entwicklung einer nachhaltigen Volkswirtschaft beitragen. In einer gemeinschaftlichen Herangehensweise koordinieren sämtlichen Akteure innerhalb der Bundesverwaltung ihre Aktivitäten. Wichtigste Partner der Entwicklungszusammenarbeit sind:
- Schweizerische NGO: Swisscontact, 600 Jugendliche
- Zentralregierung und Behörden aller Ebenen
- Lokale NGO
- Vertretungen ethnischer Gruppen
- Internationale NGO: Norwegischer Flüchtlingsrat
- Multilaterale Organisationen: UNFPA, WFP, IKRK, UNICEF, OCHA, UNHCR, IOM, UNOPS (Büro der Vereinten Nationen für Projektdienste)
Bilaterale APD der Schweiz |
2019 |
2020 |
2021 * |
|---|---|---|---|
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) |
|||
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit |
27.14 |
25.90 |
23.65 |
Humanitäre Hilfe |
10.93 |
12.74 |
10.55 |
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) |
|||
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung |
2.08 |
1.23 |
0.72 |
Abteilung Frieden und Menschenrechte (AFM) |
|||
Zivile Friedensförderung und Menschenrechte |
1.16 |
1.07 |
1.48 |
Total DEZA/SECO/AFM |
41.31 |
40.94 |
36.40 |
Andere Bundesämter |
|||
Aussennetz des EDA |
2.44 |
2.28 |
.. |
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) |
0.03 |
0.04 |
.. |
Total andere Bundesämter |
2.47 |
2.32 |
– |
Kantone und Gemeinden |
0.55 |
.. |
.. |
Total |
44.33 |
43.26 |
36.40 |
* geplant; Gesamtbetrag aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000
Berufsbildung
Ausbildung und Zugang zu Beschäftigung
Die Schweiz arbeitet mit allen wichtigen Partnern zusammen (Regierung, Privatsektor, Entwicklungsagenturen), um die Ausbildungsmöglichkeiten für junge und benachteiligte Menschen in ländlichen Gebieten auszubauen und um dem hohen Ausbildungsbedarf innerhalb des Tourismussektors nachzukommen. Zudem setzt sie sich für einen Wandel der Politik im Berufsbildungssektor von Myanmar ein (Qualifikationsrahmen, Zertifizierungsmechanismen, Standards).
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Land und produktive Ressourcen für Bauernfamilien
Die Schweiz engagiert sich auf politischer Ebene für die Anpassung der nationalen Politik im Bereich Landnutzung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen. Auf lokaler Ebene unterstützt sie im Südosten von Myanmar Initiativen zur Förderung von Wertschöpfungsketten im Bereich der kleinbäuerlichen Kautschukgewinnung im küstennahen Flachland und der nachhaltigen Nutzung der aquatischen Ressourcen im Golf von Mottama. In kritischen Situationen und Notfällen wird durch Partner wie das Welternährungsprogramm (WFP) auch Nahrungsmittelhilfe bereitgestellt.
Gesundheit, soziale Dienstleistungen und lokale Gouvernanz
Zugang zu Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und Entscheidungsprozessen
Die Schweiz setzt sich für einen besseren Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen in den ländlichen Gebieten im Südosten von Myanmar ein, wobei die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern im Mittelpunkt steht. Zudem unterstützt sie die Entwicklung des Gesundheitssystems in Myanmar auf politischer Ebene.
Die Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur wie Schulen, Strassen und Gesundheitszentren stellt nach wie vor einen wichtigen Beitrag der Schweiz in abgelegenen Regionen und ehemaligen Konfliktgebieten dar. Ebenfalls unterstützt wird eine Initiative zur Stärkung der Mitsprache und der Kapazitäten von zivilgesellschaftlichen Organisationen und lokalen Behörden in der aktuellen Entwicklungsdebatte in Myanmar.
Friedensförderung, Demokratisierung und Schutz
Unterstützung beim Übergang zu einer friedlichen und integrativen Gesellschaft
Im Bereich der Friedensförderung bietet die Schweiz den Verhandlungsparteien direkte Unterstützung, indem sie die Regierung und ethnische Gruppen berät. Ausserdem setzt sie sich für einen stärkeren Einbezug der Zivilgesellschaft und der Frauen in den Verhandlungsprozess ein.
Mit ihrem Engagement für die Demokratisierung will die Schweiz zur Verankerung demokratischer Werte und Normen in der myanmarischen Gesellschaft beitragen. Sie setzt sich für die Stärkung des Rechtsrahmens ein, indem sie wichtige Reformen unterstützt (z. B. Wahlsystem, Justiz) und für die Ratifikation von zentralen internationalen Instrumenten eintritt. Bei allen Aktivitäten werden verletzliche Gruppen, insbesondere intern Vertriebene, Flüchtlinge, Rückkehrende, Kinder und Minenopfer besonders berücksichtigt.
Geschichte der Zusammenarbeit
Verstärktes Engagement nach politischem Wandel
Die Schweiz, in erster Linie die Humanitäre Hilfe der DEZA, ist seit 1994 in Myanmar tätig. Im November 2012 eröffnete die Schweiz eine Botschaft in Myanmar. Das humanitäre Engagement wird durch ein breiteres Programm ergänzt, das den Übergang zur Demokratie, die Friedenskonsolidierung und die Armutsbekämpfung unterstützt. Myanmar ist in das Regionalprogramm Mekong der DEZA integriert.
Engagement in fragilen Kontexten und Prävention von Gewaltkonflikten
Links
Dokumente
Aktuelle Projekte
Access to Health Fund (ACCESS)
01.01.2019
- 31.12.2023
The Access to Health Fund (previously 3MDG), is strongly committed to deliver health services in conflict-affected areas to populations beyond the reach of government. By supporting State and Ethnic Health Organizations, the fund contributes to trust, fosters coordination, and mitigates causes of conflict. The Swiss contribution represents a continuation of support to Myanmar's health actors towards achieving universal health coverage.
Primary Health Care (PHC)
01.01.2019
- 31.12.2022
The Primary Health Care project uses a convergent approach to improve the health status of vulnerable people in four conflict-affected townships in Kayin State. It contributes to peace, and brings together the Ministry of Health and Sports and Ethnic Health Organizations. Basic health services are strengthened through better coordination, training, supervision and supplies. Communities are empowered to achieve better health and feedback mechanisms are introduced.
CDNH: Conflict prevention Rakhine
01.11.2018
- 31.08.2021
After the events in Rakhine in August 2017, violence and communal tensions are still prevailing and mistrust has increased among and between communities, state and village officials and security authorities. The need to gather the stakeholders around conflict prevention, livelihood skills enhancement, conflict analysis and gender and civic education is repeatedly expressed by all. This project helps to improve the relationship between the main key actors in and around Rakhine to lower the potential of further tensions, abuses and install trust-building mechanisms.
Mekong Region Land Governance (MRLG) Phase 2
01.07.2018
- 31.12.2022
Land governance remains at the centre of development challenges in Cambodia, Laos, Myanmar and Vietnam (CLMV), and land expropriation is a key driver of new poverty and food insecurity. The governments in the region have begun to turn their attention to legal and policy issues on land governance. This creates an opportunity for MRLG and the Reform Actors it brings together, to contribute to improvements in policies and practices regarding land tenure security for family farmers.
Vocational Skills Development Programme (VSDP)
01.05.2018
- 31.12.2022
Over 11’000 women and men will directly benefit from improved access to relevant and recognised skill development and employment opportunities in selected urban and rural areas, particularly in the South East of Myanmar, Yangon and Mandalay. The programme will further contribute to strengthening the overall vocational training system in Myanmar through strategic partnerships with the government of Myanmar and private sector partners from selected industries.
Gulf of Mottama Project (GoMP)
15.04.2018
- 31.12.2021
One of the greatest challenges in the current reform process in Myanmar is the governance of natural resources. In the globally significant wetlands of the Gulf of Mottama (GoM), this project strengthens the capacities of government and communities to effectively manage, govern and value its coastal natural resources to sustainably improve livelihoods of people depending on them, while reducing the pressure on natural resource and conserving its unique environment and threatened biodiversity.
Generating Rubber Opportunities project (GRO)
01.01.2018
- 30.09.2022
The production of natural rubber is a key livelihood activity of farmers in Mon and Kayin State and northern Tanintharyi region. CARE International is mandated to implement a Market Systems Development project to work with all market actors and particularly the support institutions (meso level) for improving information, market access and access to inputs for 25,000 farmers as well as improving working conditions of particularly women in rubber plantations.
Myanmar: ACF & SDC Direct Action, WASH Emergency Response Northern Rakhine State
01.08.2017
- 31.05.2018
MYA: UNICEF Emergency Child Protection in Rakhine
19.06.2017
- 31.12.2017
Strengthening Land Governance
01.06.2017
- 31.01.2022
In the past 12 months, close to 10’000 claims on land were registered with state/regional governments. This project addresses land issue from three different angles: 1) OneMap Myanmar, implemented by the University of Bern, facilitates multi-stakeholder processes based on accurate land data; 2) the Land Core Group is THE voice of Civil Society in policy making around land; and 3) the Transnational Institute builds the capacity and networks of ethnic civil society organisations for their effective participation in policy and peace processes.
Emergency support to IRC integrating GBV services, Protection and Health for conflict-affected communities in Rakhine State, Myanmar
01.06.2017
- 31.03.2018
This project will allow IRC to provide protection, GBV and health services to respond to identified urgent needs of conflict-affected communities in Rathedaung in Rakhine State, Myanmar, through a 7 months integrated protection, Gender-Based Violence (GBV) and health response. Both, Muslim and Rakhine communities will benefit from the outcomes of this project.
Myanmar: Direct Action Emergency WASH Rakhine
01.06.2017
- 31.07.2017