wollfZwei Kinder stehen in einem Baumeld vor der Sonne
In Kirgisistan ist der Baumwollanbau ein wichtiger Wirtschaftszweig mit einer der stärksten Wertschöpfungsketten. © DEZA

Konflikte, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen gehören zu den grössten Herausforderungen im Kampf gegen Armut und Fragilität im weiteren Sinn. Die Fragilität eines Staates äussert sich in seiner Unfähigkeit, die Sicherheit und die Grundversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten und eine konstruktive Beziehung zur Bevölkerung aufzubauen.

Weltweit befinden sich über 40 Länder mit rund 1,5 Milliarden Menschen in einer fragilen Situation oder sind von Gewalt oder Konflikten betroffen. Wenn heute keine konzertierten Aktionen ergriffen werden, könnte der Anteil der Armen, die in fragilen Kontexten leben, bis 2030 mehr als 80% betragen.

Die Fragilität gefährdet die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Um dies abzuwenden, muss die Fragilität in all ihren Dimensionen erfasst werden. Es braucht kontextspezifische Ansätze, die die ganze Problematik, darunter auch heikle Aspekte, berücksichtigen.

Engagement in fragilen Kontexten

Die Schweiz verstärkt ihre Anstrengungen im Bereich der Prävention und Bewältigung der Auswirkungen von Krisen, Katastrophen und Fragilität. Ziel ist es, die Hälfte der bilateralen Hilfe für konfliktbetroffene oder fragile Kontexte bereitzustellen.

Arbeit der DEZA in fragilen Kontexten

Die Aktivitäten der Schweiz stehen im Einklang mit der Förderung von friedlichen, gerechten und inklusiven Gesellschaften. Die Schweiz folgt dem Grundsatz, niemanden zurückzulassen (leave no one behind).

Merkmale fragiler Kontexte

Fragile Staaten und Regionen zeichnen sich durch schwache Institutionen, hohe Armut, Gewalt, Korruption und Willkür aus. Fragilität kommt sowohl im Entwicklungs- und Transitionskontext als auch im humanitären Kontext vor.

Friedliche und inklusive Gesellschaften fördern

Fokus auf SDG 16+ für eine friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften nachhaltig zu fördern sowie Konflikte bekämpfen.

Prävention von Konflikten und jeglicher Form von Gewalt

Die Prävention von gewaltsamen Konflikten soll neue Gewaltausbrüche und die Entstehung von Gewaltherden verhindern. Es geht nicht nur um Krisenprävention, sondern auch um die Beseitigung der Ursachen, die zu Krisen führen.

Dokumente

Aktuelle Projekte

Objekt 253 – 264 von 302

Projekt abgeschlossen

Die Schweiz bringt in Nordafrika ihre international anerkannte Expertise im Bereich Reform des Sicherheitssektors ein

01.11.2011 - 31.12.2016

Die Volksaufstände in Nordafrika anfangs 2011 richteten sich nicht zuletzt auch gegen die Sicherheitskräfte, welche die diktatorischen Regimes in Ägypten, Libyen und Tunesien über Jahrzehnte stützten. Entsprechend ist die Neuorientierung der bewaffneten Staatsgewalten – Armee, Polizei und Sicherheitsdienste – eine vordringliche Aufgabe im Hinblick auf eine erfolgreiche demokratische Transition. Die Schweiz verfügt mit dem Genfer Zentrum für die zivile Kontrolle von Streit- und Sicherheitskräften (DCAF) über international anerkannte Expertise. Seit 2011 werden die Partnerländer auf Anfrage rasch und gezielt im Prozess zur Reform des Sicherheitssektors unterstützt. Dabei präsentieren sich die Herausforderungen in Tunesien, Marokko, Libyen und Ägypten trotz aller Gemeinsamkeiten recht unterschiedlich.

Land/Region Thema Periode Budget
Maghreb
Konflikt & Fragilität
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Governance
Conflict prevention and transformation
Steuerung und Reform der Sicherheitssysteme
Finanzsektorpolitik
Weiterentwicklung von Recht und Rechtsprechung

01.11.2011 - 31.12.2016


CHF 3'307'792



Projekt abgeschlossen
Projekt abgeschlossen
Projekt abgeschlossen
Projekt abgeschlossen

iMoMo: Water Diplomacy and Governance in Key Transboundary Hot Spots, Low Cost High-Tech Solutions for Better Water Resources Management

01.10.2011 - 31.12.2013

Poor access to data and information, leading to inadequate monitoring and decision-making is a major water resources management issue worldwide. The objective of this project’s first phase is to develop a low-cost, mobile phone-based communication technology system to improve water management at community and sub-basin level and to test its readiness for implementation in a subsequent phase from technical, financial, social and institutional standpoints. This will be done through the deployment of fixed sensing stations, the development of a basic hydro-climatological model and the development of the socially and culturally acceptable motivation game to incentivize people’s participation and awareness.


Projekt abgeschlossen
Projekt abgeschlossen

Promotion of Citizenship Education

01.09.2011 - 31.12.2014

Creation of a society based on democratic values starts with youngsters. They are the citizens of tomorrow and can easily absorb new concepts and values. Education system plays an important role in transmitting the values of citizenship and their benefits to the society. The project aims guaranteeing the quality of citizenship education in schools.


Projekt abgeschlossen
Projekt abgeschlossen

Swiss Regional Police Cooperation Programme in the Western Balkans

01.08.2011 - 30.06.2017

Switzerland has an interest in a politically and economically stable development of the Western Balkans. The programme addresses the fighting against organised crime as a key issue under a regional approach – consulted with Federal Partners and in coherance with Swiss policies in the sector of security and police.


Projekt abgeschlossen
Projekt abgeschlossen
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Objekt 253 – 264 von 302