Water Management Skills Development in Uzbekistan

Projekt abgeschlossen
Ein Ausbildner und drei Lehrlinge vor einem Schaltkasten
© SCO Tashkent. Practical training within the "Water Management Skills Development Project" in Andijan SDC

Das Projekt konzentriert sich auf Berufsschulen in ländlichen Gegenden der Provinzen Andischan, Namangan, Ferghana und Taschkent. Rund 1500 Studierende werden am neuen Bildungsprogramm teilnehmen, das ihnen eine arbeitsmarktorientierte Ausbildung ermöglicht und ihnen neue technologische Standards vermittelt. Aufgrund der Erfahrungen an diesen elf Berufsschulen wird das Programm zu einem späteren Zeitpunkt auf weitere 200 Schulen im ganzen Land ausgedehnt.

Land/Region Thema Periode Budget
Uzbekistan
Berufsbildung
Bildung
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Berufsbildung
Bildungspolitik
Landwirtschaftliche Wasserressourcen
01.01.2011 - 28.02.2015
CHF 3'860'000

Entwicklung eines für beide Seiten nutzbringenden Kooperationsmodells

Jede Berufsschule hat ein Kooperationsnetzwerk mit Unternehmen im Wassersektor für die berufliche Aus- und Weiterbildung aufgebaut. Dank dem Projekt wird ein für beide Seiten vorteilhaftes Modell für die Zusammenarbeit zwischen Berufsschulen sowie Körperschaften, Anlagen und Unternehmen im Bereich Wasserwirtschaft entwickelt. Das Programm beruht auf vertraglichen Vereinbarungen zwischen Berufsschulen und Wasserwirtschaftsunternehmen für die praktische Ausbildung der Studierenden, die Weiterbildung der Lehrpersonen und die Zusammenarbeit regionaler Kompetenzzentren sowie auf der Entwicklung von gemeinsamen Standards, Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien.

Verbesserung von Standards und Lehrplänen

Es wurden vier Berufsstandards entwickelt, die auf die Bedürfnisse heutiger und künftiger Berufe im Bereich der Wasserwirtschaft ausgerichtet sind. Die Lehrpläne wurden aktualisiert und auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts zugeschnitten, wobei der Anteil der praktischen Ausbildung bis zu 50 % gesteigert werden soll. Die folgenden Studiengänge erhalten neue Standards und Lehrpläne:

  • Masterstudiengang Wasser-/Gasversorgung und Abwassersysteme
  • Masterstudiengang Betrieb und Unterhalt im Bereich der Bewässerungstechnologien
  • Masterstudiengang Kultivierung von bewässertem Land
  • Masterstudiengang Einrichtung, Instandsetzung und Unterhalt automatisierter Wasserwirtschaftsanlagen

Weiterbildung

Auch die Rektoren der Pilot-Berufsschulen und ihre Stellvertreter sowie Fachlehrkräfte und betriebliche Ausbildungsleiter konnten Kurse zu verschiedenen Themen besuchen: Management von Wasseranlagen, methodische Praxis, Verbesserung von Sprachkenntnissen, Entwicklung von Lehrplänen und Standards, allgemeine Managementkompetenzen u. a. Führende Spezialisten von Wasserunternehmen und anlagen wurden geschult für die Organisation und Begleitung der innerbetrieblichen Ausbildung, damit sie ihre neue Rolle im modernen Berufsbildungssystem für den Wassersektor wahrnehmen können.

Errichtung regionaler Kompetenzzentren

Fast alle Pilot-Berufsschulen des Projekts haben begonnen, regionale Kompetenzzentren aufzubauen. Diese Zentren werden Ausbildungskurse für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wasserwirtschaftsunternehmen, Wassernutzervereinigungen und privaten Firmen im Bereich Betrieb, Unterhalt und Instandsetzung anbieten. Auch Arbeitslose, die im Wassersektor arbeiten möchten, können eine Ausbildung an den Zentren besuchen. Die Kurse werden von nationalen und internationalen Experten konzipiert und vom Arbeitsministerium genehmigt. Sie könnten in Zukunft im ganzen Land angeboten werden. Derzeit findet die Ausbildung an den Pilot-Berufsschulen und am Arbeitsplatz in Betrieben und Wasserwirtschaftsunternehmen statt.