Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Programmbeitrag Süd 2015 - 2016

Projekt abgeschlossen

Die Realisierung der Rechte des Kindes auf Zugang zu relevanter, ganzheitlicher und qualitativ guter Bildung und die Förderung von interkulturellen Kompetenzen sind Voraussetzung für eine gerechte, friedliche und nachhaltige Entwicklung. Dies sind die übergeordneten Ziele der internationalen Programme der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Bildung ist ein Recht und zugleich ein Mittel, um alle anderen Menschenrechte zu verwirklichen.

Land/Region Thema Periode Budget
Weltweit
Ostafrika: Äthiopien, Tansania; Südostasien: Myanmar, Laos, Thailand; Zentralamerika: El Salvador, Guatemala, Honduras
Bildung
Konflikt & Fragilität
Andere
Grundbildung
Konfliktprävention
Nicht spezifizierter Sektor
01.01.2015 - 31.12.2016
CHF 3'175'000
Hintergrund

  • Globalisierung, steigender Druck auf natürliche Ressourcen, Klimaveränderung, Migration, wachsende Intoleranz (religiöser Fundamentalismus, Xenophobie), dynamischer technologischer Fortschritt stellen hohe Anforderungen an die Bildung, besonders in ärmeren Ländern und für marginalisierte Gruppen.

  • Instabilität durch Gewalt, bewaffnete Konflikte und Rückschläge in Demokratisierungsprozessen verhindern in fragilen Kontexten die Entwicklung von Bildungssystemen, die eine ganzheitliche Bildung gewährleisten.

  • Wachsende Bevölkerung, mit steigendem Anteil von Kindern und Jugendlichen, erfordern besondere Investitionen für effiziente und effektive Bildungssysteme in Programmländern.

  • Der Zugang zu Bildung wurde verbessert, jedoch bleibt die Qualität vielerorts unzureichend.

  • UNO Kinderrechtskonvention ist von allen SKP Programmländern ratifiziert.

Ziele

Benachteiligte Kinder und Kinder in prekären Situationen in den SKP Programmländern haben einen verbesserten Zugang zu einer relevanten und qualitativ guten Grundbildung, die ihre Zukunftsperspektiven verbessert.

Zielgruppen
  • Kinder und Jugendliche

  • Lehrpersonen, Jugendarbeiter, Eltern, Schuldirektoren, Bildungsministerium etc.

  • Lokale Partnerorganisationen

  • Netzwerke

Mittelfristige Wirkungen

  • Staatliche und nichtstaatliche Bildungsinstitutionen tragen den spezifischen Bedürfnissen der Kinder bezüglich ihres Geschlechts und ihres kulturellen, sprachlichen und sozialen Hintergrunds Rechnung sind befähigt, die Bildung auf den Prinzipien der Nicht-Diskriminierung, der persönlichen Entwicklung als auch der aktiven Teilnahme und Mitsprache der Kinder zu entwickeln.

  • Eltern und Gemeindeverbände verhalten sich verantwortlich für ihre Schulen und sind befähigt, die Schulen auch finanziell zu unterhalten.

  • Innovative Ansätze einer kinderfreundlichen Pädagogik sowie der interkulturellen und friedensfördernden Bildung werden im Bildungssystem verankert.

  • Das Bewusstsein und Engagement für die Rechte der Kinder ist gestärkt.

  • Durch die Stärkung der interkulturellen Kompetenzen von Mitarbeitenden in Partnerorganisationen werden die Qualität und die Wirkung der SKP- Programme erhöht.

  • In der Schweizer Bevölkerung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, sind Wissen und Verständnis zur Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Bildung, Kinderrechte und Interkulturalität verbessert.

Resultate

Erwartete Resultate:  

  • Entwicklung und Einführung lokaler Lehrpläne (mit Zweit-Mehrsprachenmethodik, indigenem Wissen).

  • Entwicklung von Kontext relevanter Lehrerausbildung und Lehrerweiterbildung.

  • Entwicklung und Förderung von Elternverbänden.

  • Schaffung von kinderfreundlichen Räumen für formelles und informelles Lernen.

  • Vernetzung von lokalen Akteuren im Bildungs- und Kinderrechte Bereich für gemeinsames Advocacy gegenüber Bildungsbehörden.

  • Unterstützung der Partnerorganisationen für ihren Beitrag am UN Reporting on the Rights of the Child.

  • Durchführung von interkulturellen Bildungsprojekten (emPower, interkulturelle Austauschprojekte, Schulprojekte) im Kinderdorf für 1'600 Kinder und 200 pädagogischen Mitarbeitenden aus den SKP Länderprogrammen.


Resultate von früheren Phasen:  

  • Südostasien: 76'000 SchülerInnen aus 48 Gemeinden profitieren von einem qualitativ guten und relevanteren Unterricht, welcher einheimisches/indigenes Wissen integriert und vermittelt.

  • Zentralamerika: In El Salvador wurden der Aufbau von lokalen Kinderschutz Komitees unterstützt. In Guatemala haben 1'026 indigene Maya Mädchen von 10 Sekundarschulen von spezifischen Bildungsprojekten profitiert, in welchen sensitive Themen wie Frühheirat bzw. reproduktive Gesundheit erstmals thematisiert wurden.

  • Ostafrika: In Tansania erstellt die Partnerorganisation für das UN Committee on the Rights of the Child einen alternativen Bericht zur Kinderrechtssituation. In Äthiopien wird das Länderprogramm neu ausgerichtet, um künftig eine bessere Breitenwirkung zu erzielen und das Management der Projekte mit Partnerorganisationen zu verbessern.

  • Die Teilnehmenden der interkulturellen Austauschprojekte setzen die gelernten Kompetenzen in ihren Herkunftsländern um.

  • Nach fast 70 Jahren, wird das Schul- und Wohnangebot im Kinderdorf Pestalozzi mangels Auslastung geschlossen.


Verantwortliche Direktion/Bundesamt DEZA
Kreditbereich Entwicklungszusammenarbeit
Projektpartner Vertragspartner
  • Stiftung Kinderdorf Pestalozzi


Budget Laufende Phase Schweizer Beitrag CHF   3'175'000 Bereits ausgegebenes Schweizer Budget CHF   3'175'000
Projektphasen Phase 16 01.01.2017 - 31.12.2018   (Completed)

Phase 15 01.01.2015 - 31.12.2016   (Completed)

Phase 14 01.01.2013 - 31.12.2014   (Completed)