Blick in eine grosse Mine in Togo, in der im Tagebau Phosphat abgebaut wird.
In Entwicklungsländern wie Togo lagern riesige Rohstoffvorkommen. Die DEZA setzt sich dafür ein, dass sie auf faire Weise genutzt werden. © Alexandra Pugachevsky

Für viele Entwicklungsländer ist der Rohstoffabbau ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, und die Schweizer Rohstoffunternehmen spielen in diesem Geschäft eine bedeutende Rolle. Obwohl Rohstoffvorkommen eine Chance zur Überwindung herkömmlicher Armut darstellen, gelingt vielen Ländern dieser Schritt nicht. Dem will die DEZA entgegenwirken. 

Der Rohstoffsektor gewinnt in den Entwicklungsländern zunehmend an Bedeutung: Laut einem Bericht der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) aus dem Jahr 2016 waren 91 Entwicklungsländer im Jahr 2015 von Rohstoffen abhängig. Diese machten mehr als 60 Prozent ihrer Exporte aus. Die Weltbank schätzt auch, dass Afrika allein nahezu 30 Prozent der weltweiten Mineralvorkommen besitzt. Einige Mineralerze wie Tantal und Kobalt, die vor allem für die Produktion von elektronischen Komponenten benötigt werden, stammen mehrheitlich aus fragilen Ländern. 

Mit dem Aufkommen umweltfreundlicher Industrien und Technologien wird ein Anstieg der Nachfrage nach Mineralien erwartet, verbunden mit erheblichen Investitionen in die Exploration und die Erschliessung neuer Minen.

Die Hintergründe und die Rolle der verschiedenen Akteure werden seit Jahren von der Wissenschaft, internationalen entwicklungspolitischen Gremien, Regierungen und der Zivilgesellschaft diskutiert. Dazu gehören Fragen wie die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Rohstoffabbaus und die Ursachen von Preisschwankungen. Weitere Themen sind gesundheits- und umweltschädigende Praktiken beim Rohstoffabbau, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse oder Verteilungskämpfe beim Zugang zu Rohstoffen, die zu Gewaltanwendung bis hin zu kriegsähnlichen Auseinandersetzungen führen können.

Stark an Bedeutung gewonnen hat die Diskussion von Fragen rund um die mit dem Rohstoffgeschäft verbundenen Finanzflüsse. Unrechtmässig oder zweifelhaft erworbene Gelder und deren Verlagerung ins Ausland stellen insgesamt ein entscheidendes Hindernis für wirtschaftliches Wachstum und gute Regierungsführung in Entwicklungsländern dar. Es besteht breiter Konsens, dass die Mittel, die den Entwicklungsländern dadurch abhandenkommen, die öffentliche Entwicklungshilfe um ein Mehrfaches übersteigen. Ein namhafter Anteil dieser Finanzströme stammt aus Rohstoffproduktion und –handel.

Die Schweiz ist ein wichtiger Rohstoffhandelsplatz. Schätzungen zufolge werden in der Schweiz jährlich mehr als 3 Milliarden Tonnen Rohstoffe im Wert von über 960 Milliarden Franken gehandelt. In seinem Bericht «Rohstoffsektor Schweiz: Standortbestimmung und Perspektiven» (2018) erinnert der Bundesrat daran, dass er von allen in oder aus der Schweiz operierenden Unternehmen ein integres und verantwortungsvolles Verhalten in Bezug auf die Einhaltung der Menschenrechte sowie der Umwelt- und Sozialstandards im In- und Ausland erwartet. Dies gilt für die gesamte Wertschöpfungskette und in besonderem Mass für Unternehmen, die in fragilen Staaten tätig sind. 

 Handlungsfelder der DEZA

  • Die DEZA engagiert sich auf internationaler Ebene für die Verbesserung der Standards für die Nutzung und den Handel mit Rohstoffen und deren effektive Umsetzung durch Regierungen und Unternehmen.
  • Die Schweiz unterstützt die Schaffung multilateraler Instrumente zur Bekämpfung von Korruption und unlauteren und illegalen Finanzflüssen.
  • Die DEZA setzt sich im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit für eine bessere Gouvernanz im Rohstoffsektor und die Schaffung nachhaltiger Wertschöpfungsketten in den rohstoffproduzierenden Partnerländern ein.
  • Durch die Unterstützung von Forschungs- und Multistakeholder-Plattformen trägt die Schweiz zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen und Potenziale des Rohstoffsektors für die Entwicklungsländer bei.

Aktuelle Projekte

Objekt 133 – 144 von 218

Programme de Renforcement de la Gestion Locale de l’Eau Potable et l’Assainissement - REGLEAU

01.04.2018 - 31.12.2029

Aujourd’hui, seuls 58% des Haïtiens ont accès à l’eau potable et moins de 30% d’entre eux bénéficient de services de base d’assainissement. En cause, le manque de gouvernance et de capacité d’autofinancement du secteur. La DCC entend renforcer les capacités de gestion des municipalités et de la Direction Nationale d’Eau Potable et d’Assainissement (DINEPA) grâce à une meilleure maîtrise d’ouvrage au niveau des Collectivités Territoriales.


Programme d’Appui à la décentralisation et à la Participation Citoyenne (DEPAC)

01.03.2018 - 28.02.2022

La DDC, à travers DEPAC, permet à 30 collectivités territoriales (CT) de développer des services dans les domaines de l’eau potable, l’éducation, les pistes rurales, répondant aux droits fondamentaux de 6,2 millions de Burkinabè. Le programme renforce aussi la contribution des associations et médias à l’efficacité des mécanismes de redevabilité locale. Face à la forte demande citoyenne, en particulier des jeunes, la phase 2 mettra l’accent sur la construction de la démocratie locale et la promotion économique.


Programme d’Appui pour une Gouvernance Décentralisée en Haïti (PAGODE)

01.02.2018 - 31.12.2029

En Haïti  l’absence de rapports de proximité entre les autorités locales des 146 communes et leurs concitoyens sont un obstacle à l’ancrage et la durabilité des interventions en développement. La DDC prétend contribuer au développement d’une gouvernance locale dynamique entre des élus légitimes et une société civile organisée par le renforcement des pratiques de responsabilité citoyenne et de reddition de comptes  autour de choix concertés et d’actions durables.


PIAL – “Proyecto para fortalecer un Sistema de Innovación Agropecuaria para el Desarrollo Local”

01.02.2018 - 31.07.2022

PIAL fomenta capacidades locales para gestionar los problemas de las cadenas agro-alimentarias en 75 municipios, contribuyendo al incremento de la disponibilidad de alimentos. Así, se institucionaliza y extiende en el país un Sistema de Innovación Agropecuaria Local (SIAL), con espacios y mecanismos para la participación de agricultores, autoridades y otros actores locales en la solución de estos problemas. 


Non-earmarked contribution to the Office of the High Commissioner for Human Rights (OHCHR) in the occupied Palestinian territory

01.01.2018 - 31.12.2021

Siwtzerland supports the Office of the UN High Commissioner for Human Rights (OHCHR) in the occupied Palestinian territory (oPt) to carry out its mandate to provide capacity building for the Palestinian Authority and civil society as well as to monitor and report on human rights situation and policy development. This program is in line with Switzerland’s strong commitment in support to OHCHR and contributes to reinforce Switzerland’s policy dialogue with OHCHR Geneva office and to pursue Swiss human rights program in the oPt.


Support to strengthening Social Inclusion in Serbia

01.01.2018 - 31.12.2021

The programme is a contribution to improve the design, coordination and implementation of social inclusion policies of the Government of Serbia within the mandate of the Social Inclusion and Poverty Reduction Unit (SIPRU), which is affiliated to the Prime Minister’s Office. The quality and the capacities for implementation of the required social reforms, in the Europan integration process, will be improved and state institutions at national and local level will be able to better respond to the needs of vulnerable citizens.


Kapazitätsaufbau in serbischen Gemeinden

Rund 50 Parlamentarierinnen und Parlamentarier im Plenum.

01.01.2018 - 30.06.2022

Die Schweiz unterstützt die serbische Regierung bei der Reform der lokalen Verwaltungen (Public Administration Reform). Diese sollen effizienter, bürgernäher und für den Privatsektor vermehrt geöffnet werden. Das Projekt SwissPRO unterstützt 99 Gemeinden (zwei Drittel aller Gemeinden des Landes), bei der Verbesserung der Gouvernanz, der sozialen Inklusion und der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Governance
Menschenrechte
Gender
No Theme defined
Dezentralisierung
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Organisationen für die Gleichstellung der Frau

01.01.2018 - 30.06.2022


CHF 7'990'000



Strengthening Associations of Municipalities and Cities in Bosnia and Herzegovina

01.01.2018 - 31.03.2022

In the complex institutional and legal system and incomplete policy context for decentralisation in Bosnia and Herzegovina (BiH), the two entity Associations of Municipalities and Cities (AMCs) are formally recognized as actors of decentralization, advocating for local governments (LGs). The project aims at enhancing AMCs’ capacities to actively support local governments in the provision of efficient services to their citizens, and to improve LGs role, status and position towards higher levels of government in BiH.


Dezentralisierung zum Wohle der kosovarischen Bevölkerung (DEMOS)

Zwei Jugendliche sind mit Rollerskates auf einem Fahrradweg unterwegs.

01.01.2018 - 31.12.2021

Seit seiner Unabhängigkeitserklärung im Jahr 2008 setzt sich der Kosovo für Reformen und eine Dezentralisierung der öffentlichen Verwaltung ein. Ziel ist es, in den 38 Gemeinden des Landes die Autonomie und die lokale Demokratie zu stärken. Das DEZA-Projekt «Decentralisation and Municipal Support» (DEMOS) hilft den Gemeinden beim Aufbau öffentlicher Basisdienstleistungen, um den Transitionsprozess des Kosovo hin zu einem demokratischen und dezentral organisierten Staat zu unterstützen.

Land/Region Thema Periode Budget
Kosovo
Governance
No Theme defined
Dezentralisierung
Demokratische Partizipation und Zivilbevölkerung

01.01.2018 - 31.12.2021


CHF 12'800'000



Contribution to the country office of the United Nations High Commissioner for Human Rights in Honduras (OHCHR)

Human rights mural

01.01.2018 - 31.12.2021

The OHCHR has established itself as the principal point of reference for critically positioning human rights in the public and political agenda of Honduras. It will continue to strive to provide protection of individuals and communities whose rights are at risk or denied, while also working to further develop institutions, laws and policies that effectively protect human rights. This will contribute to rule of law and providing the necessary framework for equitable and sustainable development.


Albania: PACEP (Support to Parliament and Civic Education Project)

01.01.2018 - 31.12.2022

The Albanian Parliament will be supported to enhance the performance and professionalism of its administration and improve its representative, oversight and legislative functions. Educated citizens and engaged civil society contribute toward more accountability in decision making processes and benefit from a well-functioning parliament.


Institutional Support to Network of Associations of Local Authorities in South East Europe (NALAS) - Exit Phase

01.01.2018 - 31.12.2022

The final phase of SDC's support to the Network of Associations of Local Authorities of South East Europe — NALAS, will focus on the institution's sustainability and on consolidating NALAS' expertise on decentralization. Engaging in strategic partnerships with regional and international networks and institution, NALAS will continue to provide knowledge, policy advice and smart services to local authorities in 12 countries in South East Europe to promote sustainable, inclusive and resilient communities across the region.

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