UNO-Session zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Frau: Schweiz setzt sich für die Förderung der Lohngleichheit ein

Medienmitteilung, 13.03.2017

Am 13. März 2017 beginnt in New York die 61. Sitzung der UNO-Kommission für die Stellung der Frau (CSW). Im Zentrum der diesjährigen Session steht die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen in der sich verändernden Arbeitswelt. Die Schweiz, vertreten durch eine Delegation unter der Leitung von EDA-Generalsekretär Benno Bättig und Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann, setzt sich dabei unter anderem für die Lohngleichheit ein und initiiert zusammen mit weiteren Partnern die Global Equal Pay Coalition, welche die Lohnungleichheit bis 2030 beseitigen will.

Botschafter Benno Bättig, Schweizer Delegation an der 61. Sitzung der UNO-Kommission für die Stellung der Frau
Die Schweizer Delegation unter der Leitung von EDA-Generalsekretär Benno Bättig (2.v.r.) und Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (2.v.l.). © EDA

Lohnungleichheit ist heute weltweit eine Tatsache. Gemäss der International Labour Organization (ILO) verdienen Frauen weltweit 23 Prozent weniger als Männer. Diese Ungerechtigkeit schadet nicht nur den Frauen und ihren Familien, sondern der Gesellschaft als Ganzes. „Die Bekämpfung der Lohnungleichheit und die wirtschaftliche Stärkung der Frauen haben einen positiven Effekt auf die ganze Wirtschaft. Investitionen in die Gleichstellung lohnen sich“, sagt der Schweizer Delegationsleiter Benno Bättig, Generalsekretär des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Deshalb ist die wirtschaftliche Stärkung von Frauen nicht nur innenpolitisch ein zentrales Anliegen, sondern auch ein prioritärer Bestandteil der schweizerischen Aussenpolitik. Die Schweiz wird sich an der diesjährigen Sitzung der CSW zudem für eine bessere Wertschätzung und Anerkennung von unbezahlter Haus- und Betreuungsarbeit einsetzen. Dabei soll auch die Rolle der Privatwirtschaft gestärkt werden.

Zusammen mit weiteren Partnern wird die Schweiz heute die Global Equal Pay Coalition initiieren. Diese setzt sich zum Ziel, die Lohnungleichheit bis 2030 zu beseitigen. Mit dem Selbsttesttool zur Messung der Lohnungleichheit in Unternehmen (Logib) nimmt die Schweiz eine Vorreiterrolle bei der Förderung der Lohngleichheit ein. Das Instrument, das in 4 Sprachen zur Verfügung steht, stösst international auf reges Interesse. Mit Logib können Unternehmen mit mehr als 50 Angestellten auf einfache Weise eine Standortbestimmung bezüglich Einhaltung der Lohngleichheit vornehmen.

Schweizer Vize-Delegationsleiterin ist Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) im Eidgenössischen Departement des Innern (EDI). Der Schweizer Delegation gehören zudem nebst Beth Krasna, Mitglied des ETH-Rats und Verwaltungsrätin diverser Unternehmen, weitere Vertreterinnen und Vertreter der Bundesverwaltung, der Zivilgesellschaft (NGO-Koordination post Beijing und Alliance F) sowie eine Jugenddelegierte des EDA-Jugendprogramms „Youth Rep“ an. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV in Zusammenarbeit mit dem EDA.

Die Commission on the Status of Women (CSW) ist das zentrale Organ der UNO, das sich mit der Verbesserung der Gleichstellung der Geschlechter befasst. Neben den offiziellen Delegationen nehmen über 8000 NGO-Vertretende an der diesjährigen Session der UNO-Frauenrechtskommission vom 13. bis 24. März 2017 teil.


Weiterführende Informationen

Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann
UN Women / CSW61 (en)
Women’s Human Rights App (en)


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