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Einsatzmöglichkeiten

Sie beobachten den Waffenstillstand in der Ostukraine. Sie unterstützen die Polizei in der Demokratischen Republik Kongo bei der Aufklärung von Verbrechen. Sie helfen mit, das Knowhow in Ministerien und internationalen Organisationen auszubauen. Dies sind nur drei ausgewählte Bereiche, in denen Schweizer Expertinnen und Experten Ihr Wissen in der zivilen Friedens- und Menschenrechtsförderung weitergeben.

Sensibilisierung von Kindern für die unsichtbaren Gefahren nach einem Krieg
Der Schweizer Laurent Heidrich macht auf versteckte Gefahren nach dem Krieg aufmerksam. Er arbeitet als Polizeiberater der UNO-Mission in der Demokratischen Republik Kongo. (© Laurent Heidrich)

 Die Einsätze des Expertenpools für zivile Friedensförderung (SEF) richten sich nach den geografischen und thematischen Prioritäten der Schweiz in der Friedens- und Menschenrechtspolitik. Im Rahmen ihrer Nachwuchsförderung unterstützt die Schweiz auch Einsätze junger Menschen bei internationalen Organisationen.

Die schweizerischen Expertinnen und Experten werden je nach Bedarf für Einsätze von einigen Tagen bis zu mehreren Jahren zur Verfügung gestellt, etwa als Wahlbeobachter/innen und Polizeiberater/innen oder als Spezialisten/innen in den Bereichen Verfassungs- und Justizreform, Föderalismus, Mediation und Rechtsstaatlichkeit oder Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht.

OSZE-Special Monitoring Mission in der Ukraine

Die Schweiz stellt der zivilen Sonderbeobachtungsmission (SMM) der OSZE in der Ukraine bis zu 16 Personen mit spezifischem Fachwissen zur Verfügung. Die Beobachterinnen und Beobachter (Monitoring Officers) der SMM tragen zur lokalen Waffenruhe bei. Sie ermöglichen, dass Zivilpersonen evakuiert werden können und humanitäre Hilfe ihr Ziel erreicht.

Die 57 Mitgliedstaaten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten sich Ende März 2014 auf den Einsatz der SMM in der Ukraine geeinigt. Ihre Hauptaufgabe ist, die Lage zu beobachten, regelmässig unvoreingenommen darüber zu berichten und den Dialog zwischen allen Parteien zu erleichtern.

OSZE-Sonderbeobachtungsmission in der Ukraine: Einsatz von Schweizer Expertinnen und Experten (PDF, 2 Seiten, 223.6 kB, Deutsch)

Zivile OSZE-Sonderbeobachtungsmission in der Ukraine (en)

MINUSMA in Mali

Ein Kontingent aus Schweizer Polizistinnen und Polizisten ist für die UNO-Mission in Mali (United Nations Multidimensional Integrated Stabilisation Mission in Mali, MINUSMA) im Einsatz. Die MINUSMA hat seit Juli 2013 den Auftrag, zur Stabilisierung des Landes beizutragen. Dazu gehört u.a. die Unterstützung, Reorganisation und Ausbildung der lokalen Polizeikräfte sowie zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Achtung der Menschenrechte beizutragen.

MINUSMA (en)

Einsätze von jungen Menschen

Der Expertenpool koordiniert Auswahl und Finanzierung von Einsätzen für Hochschulabsolventinnen und Absolventen; der Arbeitsvertrag wird direkt mit der UNO abgeschlossen. Junge Leute, die ihre internationale Berufslaufbahn bereits begonnen haben, können bis maximal drei Jahre als Junior Professionals bei der UNO arbeiten.

Studienabgänger und -abgängerinnen ohne internationale Berufserfahrung können ein einjähriges Freiwilligen-Praktikum in UNO-Agenturen absolvieren.

UN Junior Professionals Programme (en)

UN Volunteers (en)

Andere Organisationen für internationale Einsätze

Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH) rekrutiert Personen mit technischem und humanitärem Profil für humanitäre Einsätze. SWISSINT, das Kompetenzzentrum der Schweizer Armee, vermittelt militärische Auslandeinsätze in der Friedensförderung.

Arbeiten beim SKH

Jobs für Miliz- und Berufssoldaten in der militärischen Friedensförderung


Dokumente

Letzte Aktualisierung 25.03.2022

Kontakt

Expertenpool für zivile Friedensförderung

EDA Abteilung Frieden und Menschenrechte
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