Teilnahme der Schweiz am 14. Frankophoniegipfel

Bern, Medienmitteilung, 10.10.2012

Der 14. Frankophoniegipfel findet am 13. und 14. Oktober 2012 in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo, DRK) statt. Die Schweizer Delegation wird von Bundesrat Ueli Maurer, Vizepräsident des Bundesrats, geleitet. Bundesrat Didier Burkhalter nimmt an der 28. Ministerkonferenz der Frankophonie am 11. Oktober 2012 teil. Anschliessend wird der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelgenheiten (EDA) zu Arbeitsbesuchen nach Burundi und Ägypten reisen.

Das Thema des 14. Frankophoniegipfels - «Frankophonie: umweltpolitische und wirtschaftliche Herausforderungen der globalen Gouvernanz» - war von der Demokratischen Republik Kongo vorgeschlagen worden. Der Gipfel ist die höchste Instanz der Frankophonie und setzt sich aus ranghohen Vertreterinnen und Vertretern der 75 Länder zusammen, in denen Französisch gesprochen wird. Er findet alle zwei Jahre in einem Mitgliedsland statt. Zum diesjährigen Thema werden die Staats- und Regierungschefs zum Abschluss des Gipfels die Erklärung von Kinshasa verabschieden. Sie soll die Förderung der Werte der Frankophonie und die Solidarität der französischsprachigen Länder bekräftigen sowie die Zusammenarbeit stärken.

Bundesrat Ueli Maurer, Vizepräsident des Bundesrats und Leiter der Schweizer Delegation, wird sich vom 12. bis 14. Oktober in Kinshasa aufhalten und dort den Vorsitz des Frankophoniegipfels an die Demokratische Republik Kongo abgeben. Je nach Ablauf des Gipfels sollen auch mehrere bilaterale Gespräche eingeplant werden.

Didier Burkhalter wird an der am Donnerstag, den 11. Oktober in Kinshasa stattfindenen Ministerkonferenz der Frankophonie teilnehmen. Aufgabe der Konferenz ist es, die politische Kontinuität zwischen den Gipfeln sicherzustellen, indem sie dafür sorgt, dass die Beschlüsse der Gipfel umgesetzt werden. Didier Burkhalter wird an dieser Konferenz namentlich eine Bilanz des Schweizer Vorsitzes am Gipfel von Montreux (2010–2012) vorlegen und die Schweizer Positionen in der Frankophonie erläutern, um die Werte der Frankophonie in der demokratischen Gouvernanz zu stärken und ihre Sichtbarkeit in der Welt zu erhöhen.

Am 12. Oktober trifft der Vorsteher des EDA den Chef der Stabilisierungsmission der Organisation der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO), Roger Meece. Im Mittelpunkt ihres Gesprächs steht unter anderem die besorgniserregende Situation im Osten des Landes. Didier Burkhalter kommt auch zu Gesprächen mit einer Delegation des Schweizer Kontingents der MONUSCO sowie mit Vertreterinnen und Vertretern von Radio Okapi zusammen, einem gemeinsamen Projekt der UNO und der in Lausanne ansässigen Stiftung Hirondelle.

Der Vorsteher des EDA reist anschliessend nach Burundi, wo er die Schweizer Projekte besuchen wird, die im Rahmen der EDA-Strategie Grosse Seen durchgeführt werden. In dieser Region setzt die Schweiz drei ihrer aussenpolitischen Instrumente koordiniert ein: Entwicklungshilfe, Förderung von Frieden und Menschenrechten sowie humanitäre Hilfe. Es sind mehrere Treffen mit den burundischen Partnern der Abteilung menschliche Sicherheit des EDA vorgesehen, die im Prozess der Friedenskonsolidierung aktiv sind. Didier Burkhalter besucht auch ein Gesundheitsprojekt der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Uvira in Süd-Kivu (DRK). In dieser Region sind seit 2009 der Wiederaufbau von Spitälern und der Ausbau des Gesundheitswesens unterstützt worden, und so konnte der Zugang von einer Million Menschen zur Gesundheitsversorgung verbessert werden.

Die letzte Station der Reise des Schweizer Aussenministers wird am 13. und 14. Oktober Ägypten sein. Dort wird er namentlich mit Vertreterinnen und Vertretern der neuen Regierung zusammentreffen.

Auskunft:
Jean-Marc Crevoisier
Chef Information EDA
079 / 763 84 10  

Silvia Steidle
Sprecherin VBS
031 / 324 50 86


Weiterführende Informationen

14. Frankophoniegipfel
Frankophonie auf der EDA-Website
Strategie Grosse Seen EDA
Radio Okapi
Gesundheitsprogramm Süd-Kivu
Dossier Reise von Didier Burkhalter nach Afrika


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