Die Frage des permanenten Sitzes des Green Climate Fund ist geklärt. An seinem Treffen in Songdo in der Nähe der südkoreanischen Hauptstadt Seoul hat sich der Exekutivrat dafür ausgesprochen, dass der Sitz künftig in Songdo liegen soll. Der Entscheid geht als einstimmige Empfehlung an die Vertragsstaatenversammlung der UNO-Klimakonvention, die darüber an ihrer nächsten Sitzung in Doha (26. November bis 7. Dezember 2012) formell beschliessen wird.
Die Schweiz hatte sich mit Genf ebenfalls um den Sitz des Green Climate Fund beworben. Weitere Kandidaten waren Bonn (Deutschland), Mexiko City (Mexiko), Warschau (Polen) und Windhuk (Namibia).
Die Schweiz und die Republik Korea verbindet eine langjährige Kooperation bei den internationalen Klimaverhandlungen, wo sie im Rahmen der informellen Verhandlungsgruppe „Environmental Integrity Group“ regelmässig zusammenarbeiten.
Der Green Climate Fund wurde 2010 auf der 16. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonferenz (UNFCCC) im mexikanischen Cancún (Mexiko) lanciert und 2011 bei der Klimakonferenz von Durban konkreter ausgestaltet. Er richtet sich an Entwicklungsländer, die besonders vom Klimawandel bedroht sind. Mittelfristig soll der Green Climate Fund Gelder im zweistelligen Milliardenbereich verwalten und damit zum grössten Klimafonds werden. Unterstützt werden sollen damit Massnahmen zur Verminderung der Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel.
Hohe Priorität der Umwelt- und Klimapolitik für die Schweiz
Der Bundesrat hatte sich stark für die Kandidatur von Genf als Standort des Fonds engagiert. Bereits heute sind Genf und die Genfersee-Region ein wichtiges Zentrum der internationalen Umwelt- und Klimapolitik, in welchem zahlreiche internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen ihren Sitz haben.
Die Wahl von Songdo als Sitz des Green Climate Fund ändert nichts an der hohen Priorität, die die Schweiz der Umwelt- und Klimapolitik einräumt und in deren Rahmen sie sich in verschiedenen Programmen und Projekten engagiert. Die Schweiz wird sich deshalb wie bisher aktiv an der Arbeit des Green Climate Fund beteiligen. Insbesondere wird sie sich im Exekutivrat dafür einsetzen, dass der Fonds möglichst rasch seine Tätigkeit aufnehmen kann.
Weiterführende Informationen
Green Climate Fund (UNO)
Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNO)
Umwelt (EDA)
Klimawandel und Umwelt – Bewältigung und Anpassung (DEZA)
CO2 und Klima (UVEK)
Internationale Klimapolitik (BAFU)
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