Asienbesuch der Bundespräsidentin und des EDA-Vorstehers

Bern, Medienmitteilung, 29.10.2012

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf und EDA-Vorsteher Didier Burkhalter reisen Anfang November für mehrere Tage nach Südostasien. In Laos werden sie am Gipfel des Asien-Europa-Treffens (ASEM) das Neumitglied Schweiz vertreten. Bundesrat Didier Burkhalter reist zudem nach Myanmar, wo er die neue Schweizer Botschaft eröffnen wird. Des Weiteren nimmt er am 5. Bali-Demokratieforum in Indonesien teil und eröffnet in Thailand die regionale Konferenz der Schweizer Botschafterinnen und Botschafter, die in Bangkok stattfindet.

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf weilt vom 4. bis 6. November 2012 in Vientiane in Laos. Sie nimmt am ASEM-Gipfel (Asien-Europa-Treffen) teil, an dem die Mehrheit der Staats- und Regierungschefs Asiens und Europas anwesend sein wird. Es handelt sich um die erste offizielle Teilnahme der Schweiz, die förmlich als Mitglied aufgenommen wird. Bundesrat Didier Burkhalter, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), nimmt ebenfalls am Gipfel teil.

Vor seiner Reise nach Laos wird Bundesrat Burkhalter Myanmar vom 1. bis 4. November 2012 einen offiziellen Arbeitsbesuch abstatten. Es ist der erste offizielle Besuch eines Bundesrats in diesem Land. Der EDA-Vorsteher wird in Yangon an der offiziellen Eröffnung der Schweizer Botschaft in Myanmar teilnehmen. Zudem wird er verschiedene Gespräche führen, unter anderem mit dem myanmarischen Aussenminister U Wunna Maung Lwin. Auf dem Programm stehen auch ein Höflichkeitsbesuch bei Präsident U Thein Sein und ein Treffen mit der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die im Juni 2012 zu einem offiziellen Besuch in der Schweiz weilte.

Nach dem ASEM-Gipfel wird Bundesrat Burkhalter vom 7. bis 9. November in Indonesien weilen, wo er am 5. Bali-Demokratieforum teilnimmt. An Rand dieses wichtigen multilateralen Treffens wird der Chef der Schweizer Diplomatie ein offizielles Gespräch mit seinem indonesischen Amtskollegen Marty Natalegawa führen. Der Besuch bietet auch Gelegenheit, das 60-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Indonesien zu begehen. Das G20-Mitglied, das auf dem vierten Platz der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt liegt, verfügt über eine dynamische Wirtschaft.

Schliesslich weilt der Vorsteher des EDA vom 9. bis 10. November 2012 in Thailand, wo er in Bangkok die regionale Botschafterkonferenz eröffnet, zu der alle Vertreterinnen und Vertreter der Schweiz im Raum Asien und Pazifik (Botschafter, Generalkonsuln, Leiter von DEZA-Büros und Swissnex, Verteidigungsattachés) eingeladen sind.

Diese Reise nach Südostasien unterstreicht die Bedeutung, die die Schweiz der Stärkung ihrer politischen Beziehungen im asiatisch-pazifischen Raum beimisst, der zu den dynamischsten Regionen der Welt gehört. Hier wird die Schweiz als zuverlässige und leistungsfähige Partnerin angesehen. Die Schweiz setzt damit einen ihrer aussenpolitischen Schwerpunkte um: die Diversifizierung und Vertiefung ihrer Beziehungen zu den aufstrebenden Schwellenländern.

Das Programm illustriert und konsolidiert die drei Pfeiler der Schweizer Politik im Raum Asien-Pazifik: universelle Stärkung der bilateralen Beziehungen, aktive Mitwirkung in regionalen Foren, verantwortungsvolles und solidarisches Engagement für die Entwicklung und die menschliche Sicherheit.

Der Beitritt der Schweiz zum ASEM mit der Teilnahme der Bundespräsidentin und des EDA-Vorstehers am Gipfel in Laos und die Schweizer Präsenz am Bali-Demokratieforum sind Ausdruck des Willens der Schweiz, die multilateralen Plattformen für die asiatischen Länder aktiv zu nutzen, deren Einfluss auf die globale Gouvernanz stark zunimmt.

Die bilateralen Treffen, insbesondere mit den Aussenministern von Myanmar, Laos und Indonesien, werden es der Schweiz erlauben, ihre politischen Beziehungen zu diesen Ländern auszubauen. Zu den Themen, die Bundesrat Burkhalter in Myanmar zur Sprache bringen wird, gehören die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die UNO-Resolutionen zu Myanmar, die bilateralen Geschäftsbeziehungen sowie die von der Schweiz unterstützten Programme in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Friedensförderung und Menschenrechte. Zudem wird er der Besorgnis der Schweiz darüber Ausdruck verleihen, dass im Gliedstaat Rakhine jüngst die Gewalt zwischen ethnischen Gruppen wieder aufgeflammt ist.

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Brigitte Hauser-Süess
Informationschefin des EFD 
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