Um die humanitäre Hilfe im syrischen Konflikt zu verstärken, hat die Staatengemeinschaft an einer Geberkonferenz im letzten Monat in Kuwait Beiträge im Umfang von über 1,5 Milliarden US-Dollar versprochen. Bei dieser Gelegenheit hat die Schweiz weitere 10 Millionen Franken zusätzlich zu den 20 Millionen, die sie seit Beginn der Notsituation bereits bereitgestellt hat, zugesichert. «Ich appelliere an die Geberländer, ihre finanziellen Verpflichtungen zugunsten der dringend benötigten humanitären Hilfe in Syrien und für die syrischen Flüchtlinge in den Nachbarländern einzuhalten», sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Didier Burkhalter, in seiner Rede zur Eröffnung des Forums.
Rund 300 Teilnehmende aus UNO-Mitgliedstaaten, regionalen Organisationen, internationalen Nichtregierungsorganisationen und humanitären Hilfsorganisationen kamen am Dienstag zu diesem Treffen zusammen, dem siebten seit Ausbruch der Syrien-Krise.
Dieses Mal war die Schweiz Gastgeberin, und das Forum fand auf hochrangiger Ebene statt. Unter den Teilnehmenden waren Valerie Amos, Untergeneralsekretärin für humanitäre Angelegenheiten und Nothilfekoordinatorin der Vereinten Nationen, UNRWA-Generaldirektor Filippo Grandi und Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es ist das einzige Treffen, an dem sich die Staatengemeinschaft und die wichtigsten internationalen Agenturen austauschen und Beiträge für die humanitäre Hilfe in der Syrien-Krise mobilisieren.
Seit Beginn der Krise sind Hilfsorganisationen vor Ort mit grossen Herausforderungen konfrontiert, da der Zugang eingeschränkt ist und die Hilfe unter grossen Sicherheitsrisiken geleistet wird. «Ich rufe die syrische Regierung auf, schnellen und ungehinderten Zugang zu den Opfern zu gewähren und alles zu unternehmen, um die Sicherheit der Mitarbeitenden von Hilfsorganisationen zu gewährleisten», fuhr Bundesrat Didier Burkhalter in seiner Ansprache fort und wies auf die Notwendigkeit grenzüberschreitender Aktionen hin. «Um die humanitäre Hilfe auszudehnen, muss die syrische Regierung den Zugang zu den Opfern von den Nachbarländern aus erlauben, deren Einwilligung ebenfalls notwendig ist.“
Bundesrat Didier Burkhalter bedankte sich auch bei den Regierungen der Nachbarstaaten Syriens, die über 800 000 Flüchtlinge aufgenommen haben. Ohne diese Unterstützung wäre es den betroffenen Menschen nicht möglich, in der Region zu bleiben, und sie müssten eine lange und belastende Reise auf sich nehmen, um in entfernteren Ländern Schutz zu suchen. «Durch den Verbleib in der Region besteht die Hoffnung, dass die Leute wieder in ihre Heimat zurückkehren können, sobald der Konflikt beendet ist», schloss er.
Der finanzielle Beitrag der Schweiz von insgesamt 30 Millionen Franken dient dem Schutz und der Unterstützung der notleidenden Menschen in Syrien und in den Nachbarländern. Er wird für direkte bilaterale Massnahmen, die Unterstützung von Hilfsorganisationen (IKRK, UNO-Agenturen, internationale NGO und lokale Hilfsorganisationen) sowie die Entsendung technischer Fachleute in UNO-Agenturen eingesetzt.
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Rede von Bundesrat Didier Burkhalter,Syrien Krise
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