Eidgenössisches Departement für
auswärtige Angelegenheiten EDA

#flyinghome: Zweiter Rückflug aus Lima – 266 Schweizer Reisende landen in Zürich

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus setzen viele Länder einschneidende Massnahmen um, die auch die Reisemöglichkeiten einschränken. Viele Schweizer Touristinnen und Touristen sowie Geschäftsreisende sind davon betroffen. Wo sie ihre Rückreise nicht mehr selbständig organisieren konnten, unterstützt das EDA: Es hat seine bislang grösste Rückholaktion gestartet. Vom EDA gecharterte Flugzeuge bringen Schweizerinnen und Schweizer in die Schweiz zurück. Bundesrat Ignazio Cassis steht diesbezüglich in engem Kontakt mit dem Krisenmanagement-Zentrum (KMZ) des EDA, das die Rückflüge koordiniert. Update folgt laufend

In einem Fenster ist ein Plakat mit Hygieneregeln aufgehängt, um sich vor dem neuen Coronavirus zu schützen.

Am Flughafen Genf bei der Einreise in die Schweiz informieren Plakate über Hygieneregeln zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus. © Keystone

01.04.2020 – 10.25 Uhr

#flyinghome: Rückflug aus Lima - 266 Schweizer Reisende in Zürich gelandet

Der zweite Rückflug aus Lima, den das EDA im Rahmen seiner Rückholaktion organisiert hat, ist erfolgt: Am Mittwochvormittag landete ein Flugzeug der Fluggesellschaft Edelweiss in Zürich. An Bord befanden sich 266 Schweizer Reisende sowie 33 Passagiere aus weiteren europäischen Staaten. Viele von ihnen waren im Vorfeld mit Bussen aus verschiedenen Städten im Norden, Süden und Osten Perus nach Lima gebracht worden. Die Schweizer Botschaft hatte diese Bus-Konvois organisiert, weil aufgrund der Massnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus die Reisemöglichkeiten innerhalb des Landes stark eingeschränkt sind.

01.04.2020 – 10.15

«You made an incredible great job, super well organized, tranquilo!»

Die grossangelegte Rückholaktion des EDA ist in vollem Gang. Bisher wurden bereits über 1500 blockierte Schweizer Reisende aus dem Ausland in ihre Heimat zurückgebracht. Viele von ihnen sind erleichtert und dankbar, wie sich auch in den sozialen Medien zeigt.

Ein Kränzchen für unser @travel_edadfae @EDA_DFAE – bin mit Edelweiss aus Lima heimgeflogen, alles picobello organisiert, pragmatisch, unbürokratisch – tolle logistische Leistung, herzliches Dankeschön an die Schweizer Botschaft in Peru, EDA, Edelweiss
Alex Baur auf Twitter
Screenshots von Twitter und Instagram-Beiträgen auf welchen sich Schweizer Reisende beim EDA für die Rückholaktion bedanken.
Auf Twitter und Instagram bedanken sich Schweizer Reisende, die dank dem EDA nach Hause zurückkehren konnten. © EDA

Das EDA bedankt sich seinerseits für diese Beiträge. Sie zeigen, dass die Anstrengungen der Schweizer Vertretungen, der Helpline, des Krisenmanagement-Zentrums, der Konsularischen Direktion und der Partner des EDA im In- und Ausland im Rahmen der Rückholaktion wirken.

Gelebte internationale Solidarität

Screenshots von zwei Tweets, auf welchen sich Deutschland bei der Schweiz und die Schweiz bei Deutschland für Rückholflüge bedankt.
Solidarität unter Nachbarn auf Social Media. © EDA

Aufgrund von Reisebeschränkungen innerhalb eines Landes ist es nicht immer einfach, die Flughäfen rechtzeitig zu erreichen. Dies beschreibt zum Beispiel heal_move auf Instagram: «Auf dem Weg zum Treffpunkt (in Lima Anm. d. Red.) konnte ich wegen der Quarantäne weder ein Taxi bestellen noch eines auf der Strasse anhalten. Die Zeit lief und ich wartete immer noch darauf, online (Uber) verbunden zu werden, aber niemand war erreichbar! Ich beschloss, zu laufen und zu trampen! Ich werde diesen Flug nicht verpassen!!! Ich lief weiter, die Strassen waren leer... Endlich, zum Glück ein Auto – das einzige Auto! Der Fahrer nahm mich mit, um mich zum Treffpunkt zu bringen - ohmygod!!! Unterwegs nahmen wir noch weitere Schweizer Personen mit». Die Geschichte von heal_move nahm ein Happy End: Am 24. März landete sie mit einem Edelweiss-Airbus in Zürich.

Wie im Fall von heal_move ist Solidarität auch auf internationaler Ebene wichtig, damit die Rückholaktion des EDA funktioniert. Die Schweiz nimmt Reisende aus anderen Ländern auf ihren Flügen nach Europa mit. Umgekehrt schaut das EDA bei Flügen, die andere Staaten durchführen, ob es Platz für Schweizerinnen und Schweizer gibt. Mit Erfolg, wie die Beispiele aus Nepal oder Chile zeigen. Der Dank für diese gelebte Solidarität ist gegenseitig!

Weitere Rückholflüge

Das EDA ist sich bewusst, dass immer noch sehr viele Schweizer in fast allen Teilen der Welt gestrandet sind und dankt ihnen für ihre Geduld. Das Departement arbeitet mit Hochdruck daran, auch für diese Personen Rückflugmöglichkeiten zu finden und sie im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen. Weitere Rückholflüge sind geplant.

31.03.2020 – 20.00

#flyinghome: Das EDA im Einsatz für die Schweizer Reisenden in der Welt.

An der Zentrale in Bern und im Aussennetz arbeitet das EDA intensiv, um für die Schweizer Reisenden Rückflugmöglichkeiten zu schaffen.

31.03.2020 – 19.30 Uhr

#flyinghome: 216 Reisende aus Bangkok landen in Zürich

Am Dienstag um 19.30 Uhr landete ein Flug der Swiss aus Bangkok auf dem Flughafen Zürich. Das vom EDA gecharterte Flugzeug hatte 216 Passagiere an Bord, darunter 114 Schweizer Bürgerinnen und Bürger und 102 Angehörige anderer europäischer Länder. Dies ist die zweite vom EDA organisierte Rückführungsaktion aus Asien und die erste aus der thailändischen Hauptstadt.

31.03.2020 – 9.05 Uhr

#flyinghome: 299 Reisende aus Buenos Aires in die Schweiz zurückgebracht

Am Dienstagmorgen landeten 299 Reisende, darunter 232 Schweizer Bürger, mit einem Flug aus Buenos Aires in Zürich. Der von der Fluggesellschaft Edelweiss durchgeführte Flug ist der erste aus der argentinischen Hauptstadt und der fünfte aus Lateinamerika im Rahmen der organisierten Rückführungsstrategie des EDA. Bis heute wurden bereits mehr als tausend Passagiere aus Afrika, Südamerika und Asien mit vom EDA gecharterten Flugzeugen in die Schweiz zurückgebracht.

31.03.2020 – 7 Uhr

© EDA

Bereit für die Rückkehr von Peru in die Schweiz

Nach langen Fahrten durch Peru haben die drei Bus-Konvois aus Cusco, Arequipa und Tumbes den Flughafen von Lima erreicht. Auch die Verspätung wegen des Unfalls eines der Busse konnte aufgeholt werden. 270 Reisende aus der Schweiz und anderen europäischen Ländern sind nun bereit für den Rückflug in die Schweiz. Das Flugzeug wird am 1. April in Zürich landen.

31.03.2020 – 6.10 Uhr

#flyinghome: Über 200 Schweizerinnen und Schweizer kehren von den Philippinen zurück

Die EDA-Rückholaktion gestrandeter Schweizerinnen und Schweizer dauert an. Zum ersten Mal wurden Personen aus dem asiatischen Kontinent heimgeholt. Von der philippinischen Provinz Cebu und der Hauptstadt Manila brachte am frühen Montagmorgen ein Flugzeug 332 Passagiere nach Zürich. Es handelte sich dabei um 202 Schweizer Reisende sowie um 130 ausländische Staatsangehörige, von denen 25 in der Schweiz wohnen.

30.03.2020 – 15.30 Uhr

Bundesrat Cassis spricht mit den Mitgliedern des Tessiner Staatsrats.
Bundesrat Ignazio Cassis traf mit dem Tessiner Staatsrat zusammen und brachte symbolisch zwei Beatmungsgeräte mit. © Elizabeth La Rosa

Bundesrat Ignazio Cassis besucht das Tessin und bringt zwei Beatmungsgeräte mit

Bundesrat Ignazio Cassis traf heute mit dem Tessiner Staatsrat zusammen. Der Kanton Tessin ist von der Coronavirus-Krise besonders betroffen. Deshalb brachte Bundesrat Cassis symbolisch zwei Beatmungsgeräte mit, die für die Intensivpflege einsatzbereit sind. Der Aussenminister versicherte, dass der Bund dem Kanton Tessin nahe sei, und lobte die Arbeit der kantonalen Behörden, des Gesundheitspersonals und aller am Krisenmanagement beteiligten Akteure. "Ich bin sehr beeindruckt vom Engagement und der Hingabe derjenigen, die täglich für den Schutz der Bevölkerung kämpfen", sagte Cassis nach einem Besuch der kantonalen Notfallzentrale in Giubiasco. Der Minister unterstrich auch "die Geduld, Stärke und Solidarität der Bevölkerung". 

Während des Treffens mit den Medien forderte der Bundesrat die Bevölkerung auf, den nationalen und kantonalen Behörden zu vertrauen. "Die Anstrengungen werden nicht vergeblich sein", sagte Ignazio Cassis, "denn sie werden uns erlauben, neu anzufangen: unser Leben, unsere Arbeit und diejenigen, denen wir besonders nahe stehen, zu finden. Wir werden vielleicht ein wenig anders beginnen, aber - so hoffe ich - weniger distanziert und mehr vereint.» 

Der Vorsteher des EDA erinnerte an den wichtigen Beitrag, den das Departement in dieser Krise geleistet hat. Neben der grössten je organisierten Rückholaktion von im Ausland gestrandeten Schweizer Reisenden, die bereits rund 1'400 Personen die Rückkehr in die Heimat ermöglicht hat, interveniert das EDA auch, wenn es darum geht, den oft durch Restriktionen anderer Länder erschwerten Warentransit zu ermöglichen. Diese Anstrengungen haben es ermöglicht, medizinische Geräte, die im Ausland blockiert wurden, in die Schweiz zu bringen. Regelmässige Kontakte zwischen Aussenminister Cassis und seinen Amtskollegen stellen zudem sicher, dass das im Gesundheitswesen tätige Personal weiterhin in der Schweiz arbeiten kann und somit der Zusammenbruch des gesamten Systems verhindert wird. 

In Bellinzona fand ein Treffen statt zwischen Bundesrat Ignazio Cassis und den Präsidenten der Tessiner und Graubündner Regierung, Christian Vitta und Christian Rathgeb, in Begleitung des Bündner Gesundheitsministers Peter Peyer. Dies war ein weiteres Zeugnis für die Einheit der italienischen Schweiz, die dieser Krise unter dem Motto "Ferne, aber Nähe" begegnet.

30.03.2020 –14.45 Uhr

Bus verunglückt bei der Fahrt durch Peru

Beim Rücktransport von Reisenden aus der Schweiz und anderen europäischen Ländern von der peruanischen Andenstadt Cusco nach Lima hat sich ein Unfall ereignet. Einer der Busse ist verunglückt. Dabei wurden drei Personen verletzt. Die Schweizer Botschaft, die den Buskonvoi organisiert hat, stellt die medizinische Versorgung der Verletzten in einem lokalen Spital sicher und bemüht sich, die übrigen Reisenden rechtzeitig nach Lima zu bringen, damit sie dort den Rückflug in die Schweiz antreten können.

29.03.2020 – 21 Uhr

Schweizer Bus-Konvois transportieren Reisende durch Peru zum Flughafen von Lima

Drei Bus-Konvois sind derzeit auf dem Weg durch Peru. Nachdem die ersten vier Busse bereits Cusco im Andenhochland im Osten Perus erreicht hat und von dort aus 130 Reisende aus der Schweiz und anderen europäischen Ländern nach Lima bringt, haben später auch der zweite und dritte Buskonvoi ihre Destinationen erreicht: In Punta Sal/Tumbes im Norden und in Arequipa im Süden des Landes nehmen die Busse etwa 160 Reisende auf. Weil die Reisemöglichkeiten im Land wegen der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus stark eingeschränkt sind, hat die Schweizer Botschaft den Landweg gewählt, um die Reisenden zu erreichen. Sie werden zum Flughafen von Lima gefahren. Dort ist am 31. März der Start des vom EDA gecharterten Flugzeugs vorgesehen. Am 1. April wird das Flugzeug der Fluggesellschaft Edelweiss in Zürich landen.

29.03.2020 – 19.15 Uhr

 Rückflug von den Philippinen verzögert sich

Der Rückflug von 318 Passagieren, darunter 208 Schweizerinnen und Schweizer, von Manila in die Schweiz verzögert sich: Zwar stand das vom EDA gecharterte Flugzeug in der philippinischen Hauptstadt am Sonntag bereits auf der Startbahn. Doch weil ein weiter vorne stehendes Flugzeug Feuer fing, musste der Abflug verschoben werden. Den Schweizer und dem ausländischen Reisenden geht es gut, sie werden in einem Hotel untergebracht. Am Montagvormittag soll der Flug dann starten.

29.03.2020 – 19 Uhr

Das EDA weiss um die Situation des Kreuzfahrtschiffes Costa Deliziosa, das sich derzeit mit 259 Schweizerinnen und Schweizern an Bord im Indischen Ozean befindet. Die Reederei sucht aktiv nach Lösungen für die Ausschiffung der Passagiere und ihre Rückkehr in ihr Wohnsitzland. Das EDA beobachtet die Situation sehr genau. Sie steht mit mehreren Passagieren an Bord des Schiffes in Kontakt, um sie im Rahmen des konsularischen Schutzes zu unterstützen.

29.03.2020 – 15.10 Uhr

  

Erleichterung nach der Rückkehr: Zwei Passagiere des Flugzeugs, das 105 Schweizer Reisende aus Alger in die Schweiz zurückgebracht hat, freuen sich über die Ankunft in Genf.

29.03.2020 – 15.05 Uhr

 #flyinghome: Swiss-Flug aus Algerien mit 117 Passagieren in Genf gelandet

117 Reisende kamen am Sonntagnachmittag im Rahmen der Rückholaktion des EDA aus Algier in der Schweiz an. Es handelte sich um 105 Schweizerinnen und Schweizer sowie 12 Angehörige anderer Staaten, von denen elf Personen in der Schweiz wohnen. Die Maschine der Swiss flog erstmals Genf an, nachdem die bisherigen Flüge im Rahmen der Rückholaktion jeweils nach Zürich gingen. Mit dem vom EDA gecharterten Airbus aus Algier flog das EDA – nach Casablanca und Dakar – zum dritten Mal Gestrandete aus dem afrikanischen Kontinent aus.

29.03.2020 – 10.30 Uhr

Dank an die Schweiz

“Me permito transmitir especialmente los agradecimientos hacia el gobierno suizo del grupo de ciudadanos chilenos que pudieron viajar esta madrugada a Santiago.” Der Botschafter Chiles in der Schweiz, Francisco Gormaz, leitet den Dank der Gruppe chilenischer Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz an die Schweizer Landesregierung weiter. Mehrere chilenische Staatsangehörige konnten in dem Flugzeug mitfliegen, das sich von Zürich nach Santiago de Chile aufgemacht hat, um dort Schweizer Reisende in die Schweiz zurückzubringen.

Die Zusammenarbeit mit anderen Ländern ist ein wichtiges Element, um die Rückholaktionen möglichst effizient durchzuführen. Das EDA vermittelte deshalb Plätze für Schweizer Bürgerinnen und Bürger, als das Vereinigte Königreich britische Reisende aus Recife (Brasilien) oder Deutschland eigene Staatsangehörige aus Amman (Jordanien) ausflog. Das Krisenmanagement-Zentrum (KMZ) des EDA steht deshalb permanent im Kontakt mit den entsprechenden Behörden anderer Staaten, um alle Möglichkeiten zu nutzen, um die Schweizer Reisenden im Ausland zu unterstützen.

29.03.2020 – 10.00 Uhr

#flyinghome: 159 Schweizer Reisende kehren aus Santiago de Chile in die Schweiz zurück 

Am Sonntagvormittag sind 159 Schweizer Reisende mit einem Flug aus Santiago de Chile in Zürich gelandet. Bei diesem von der Fluggesellschaft Swiss durchgeführten Flug handelt es sich um den vierten Flug aus Lateinamerika (nach San José, Bogotà und Lima) im Rahmen der Rückholstrategie des EDA. Auch aus Casablanca und Dakar wurden Schweizer Reisende in die Schweiz zurückgebracht. Am Sonntagnachmittag wird ausserdem ein Flugzeug aus Alger mit Schweizer Reisenden in Genf landen. Bislang wurden mit den vom EDA gecharterten Flugzeugen rund 1100 Schweizer Reisende zurückgebracht.

29.03.2020 – 2 Uhr

Erster Bus-Konvoi erreicht Cusco

Vier Busse, die sich von der peruanischen Hauptstadt Lima nach Cusco aufgemacht haben, haben die Stadt im Andenhochland Perus erreicht. Die Busse, die die Schweizer Botschaft organisiert hatte, werden am Montag rund 130 Reisende aus der Schweiz und anderen europäischen Staaten nach Lima bringen. Von dort wird am 31. März 2020 das vom EDA gecharterte Flugzeug der Fluggesellschaft Edelweiss Richtung Schweiz starten und am 1. April 2020 in Zürich landen.

28.03.2020 – 14.30 Uhr

«Es ist wie bei einer Schweizer Uhr»

 «Lassen Sie mich hier einen Dank aussprechen an alle Stellen ausserhalb und innerhalb der Bundesverwaltung, aber auch ausserhalb der Landesgrenzen, die hier perfekt zusammenarbeiten, damit diese Aktion überhaupt möglich ist», sagte Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion (KD) des EDA, an der Pressekonferenz des Bundes zur Rückholaktion des EDA für die gestrandeten Schweizer Reisenden im Ausland. «Es ist wie bei einer Schweizer Uhr: Nur wenn jedes Rädchen am richtigen Ort ist, funktioniert das Ganze.»

Mit fünf Flügen aus Lateinamerika und Afrika wurden bislang etwa 1400 gestrandete Schweizerinnen und Schweizer in die Schweiz zurückgebracht. Am Sonntag, 29. März 2020, werden - wenn alle Bewilligungen rechtzeitig eintreffen - ein Flugzeug aus Santiago de Chile in Zürich und eines aus Algier in Genf landen, kündigte Matyassy an. Das EDA plant in den nächsten Tagen und Wochen zahlreiche weitere Rückholflüge, neben Südamerika und Afrika auch nach Asien und Ozeanien.

Bus-Konvois für blockierte Schweizer Reisende in Cusco

Der Direktor der KD äusserte sich auch über die Situation in Peru: «Wir sind uns der der schwierigen Situation bewusst und haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die blockierten Touristen in Cusco zurückzuholen.» Nach einem Telefonat von Bundesrat Ignazio Cassis bei seinem peruanischen Amtskollegen, Gustavo Adolfo Meza-Cuadra Velásquez, konnte die Landeerlaubnis für den geplanten Edelweiss-Flug nach Lima vom kommenden Dienstag bestätigt werden. Jetzt ist das EDA damit beschäftigt die blockierten Personen nach Lima zu bringen. «Es sind zwei Konvois von Bussen unterwegs nach Cusco und Arequipa», bestätigte Matyassy. Wenn die rund 15-stündige Fahrt nach Cusco und die Rückfahrt ohne Probleme abgewickelt werden kann, werden die blockierten Schweizer Reisenden rechtzeitig für den Rückflug in die Schweiz am Flughafen in Lima sein, ebenso wie jene aus Arequipa.

Geduld ist gefragt

Das EDA ist sich bewusst, dass es an vielen Orten noch sehr viele gestrandete Schweizer Touristinnen und Touristen gibt. «Ich danke hier für das Verständnis bei diesen gestrandeten Personen, wenn sie gelegentlich etwas Geduld haben müssen, weil eine Rückführung nicht sofort möglich ist», unterstrich der Direktor der KD. Die Organisation eines solchen Rückkehrfluges ist eine gewaltige logistische aber auch politische Aufgabe. «Die Vertretungen der Schweiz im Ausland leisten hier eine riesige Arbeit um konkret zu helfen Rückkehrmöglichkeiten zu organisieren», sagte Johannes Matyassy.

Dank an alle Partner im Ausland

Der Direktor der KD sprach auch über die Zusammenarbeit mit dem Ausland. Diese sei ein ganz wichtiger Aspekt: «Wir haben sehr viele Operationen, wo wir mit anderen Ländern arbeiten.» Jüngstes Beispiel: Die Vertretung der Schweiz in Kathmandu hat einen Flug innerhalb Nepals organisiert und konnte dabei verschiedene blockierte Reisende anderer Staaten in die Hauptstadt mitnehmen. Das hat dazu geführt, dass die gestrandeten Schweizer Reisenden mit einem von Deutschland und Frankreich organisierten Flug in die Schweiz zurückkehren können. Diese internationale Zusammenarbeit ist ein ganz wichtiger Faktor, damit das Uhrwerk für die Unterstützung der blockierten Schweizer Reisenden im Ausland einwandfrei funktioniert.

28.03.2020 – 12 Uhr

Touristen stehen in einer Schlange, um in einen Bus einzusteigen. Zwei Mitglieder der deutschen Botschaft in Kathmandu stehen daneben.
Mitglieder der deutschen Botschaft in Kathmandu leiten deutsche und Schweizer Reisende zu einem Bus, der sie zum Flughafen bringt. © Bikram Rai

Gelebte Solidarität unter Nachbarstaaten: 24 Schweizer Reisende auf dem Weg von Nepal nach Europa

24 Schweizer Reisende befinden sich derzeit auf dem Rückflug von der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu nach Paris bzw. Frankfurt. Durchgeführt werden die beiden Flüge von Frankreich und Deutschland. Die Schweizer Botschaft in Nepal hat die Mitreisemöglichkeiten der Schweizer Reisenden auf diesen beiden Flügen vermittelt.

Die Schweiz hatte ihrerseits zuvor einen Inlandflug von Pokhara nach Kathmandu organisiert, der Schweizer Reisende sowie deutsche und französische Staatsangehörige nach Kathmandu brachte. Diese enge Zusammenarbeit der Botschaften vor Ort macht es möglich, dass die Rückflüge nach Europa effizient und im Sinne der Reisenden organisiert werden können.

28.03.2020 – 8 Uhr

 Bild vom Tweet von Bundesrat Cassis nach seinem telefonischen Kontakt mit Perus Aussenminister Meza-Cuadra Velásquez.
Bundesrat Cassis dankt in seinem Tweet dem peruanischen Aussenminister für die Unterstützung. © EDA

Bundesrat Cassis spricht mit Perus Aussenminister – Rückflug von Lima nach Zürich kann durchgeführt werden

Bundesrat Ignazio Cassis hat im direkten Kontakt mit seinem peruanischen Amtskollegen sichergestellt, dass der zweite Rückflug von Lima nach Zürich stattfinden kann. Offen war unter anderem die Landebewilligung für das Flugzeug, das Schweizer Reisende am 1. April 2020 in die Schweiz zurückbringen wird. Die Schweizer Botschaft in Lima hat derweil vier Busse nach Cusco geschickt, um rund 130 Schweizer rechtzeitig nach Lima zu bringen . Sie werden von drei Botschaftsmitarbeitern begleitet. Die Reisemöglichkeiten im Land sind wegen der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus stark eingeschränkt.

26.03.2020 – 20.45 Uhr

#flyinghome: Bereits rund 900 Schweizer Reisende zurückgebracht – EDA organisiert weitere Rückflüge

Die Rückholaktion des EDA ist im Gange. Mit fünf Flügen aus Lateinamerika und Afrika wurden bislang etwa 900 Schweizerinnen und Schweizer in die Schweiz zurückgebracht. Sie hatten ihre Rückreise wegen der Reisebeschränkungen aufgrund von COVID-19 nicht mehr selbst organisieren können.

Das EDA plant zahlreiche weitere Flüge, neben Südamerika und Afrika auch nach Asien und Ozeanien. Ausserdem vermittelt das EDA nach Möglichkeit die Mitreise von Schweizer Staatsangehörigen in Flügen, die von anderen Staaten organisiert werden, und unterstützt Schweizerinnen und Schweizer bei der Anreise zu Flughäfen, von denen aus dann das Flugzeug in die Schweiz abfliegt.

Vom EDA organisierte Flüge – eine Übersicht

26.03.2020 – 20.40 Uhr

#flyinghome: 73 Schweizer Reisende kehren aus Senegal zurück

Das fünfte Flugzeug, das im Rahmen der Rückholaktion des EDA Schweizer Reisende in die Schweiz zurückbringt, landete am Donnerstagabend aus Dakar in Zürich. An Bord befanden sich 73 Schweizer Reisende sowie 74 (davon 15 in der Schweiz wohnhafte) Passagiere aus anderen Staaten. Der Flug aus der Hauptstadt des Senegal wurde von der schweizerischen und deutschen Vertretung gemeinsam vorbereitet. Von Zürich flog das Flugzeug deshalb nach Frankfurt am Main weiter.

26.03.2020 – 14 Uhr

Helpline des EDA erhält über 10'000 Anrufe und über 10'000 E-Mails

Im Zusammenhang mit den Rückflügen Schweizer Reisender erhielt die Helpline des EDA seit 19. März über 10'000 Telefonanrufe sowie über 10'000 E-Mails. Um allen Anfragen gerecht werden zu können, sei das Personal durch EDA-interne Verschiebungen von 13 auf ca. 80 Personen aufgestockt worden, welche in Teilzeit die Helpline unterstützen, sagte Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion (KD), an einer Medienkonferenz des Bundes. Viele Fragen würden auch an zuständige Ämter weitergeleitet, z. B. das Bundesamt für Gesundheit oder das Staatssekretariat für Migration.

«Wir stossen dort an unsere Grenzen, wo die Erwartungen der gestrandeten Schweizerinnen und Schweizer schlicht nicht erfüllbar sind», sagte der KD-Direktor. Als Beispiel nannte er den Wunsch, mit dem Helikopter abgeholt zu werden. Das Erwartungsmanagement sei im Moment eine der grössten Herausforderungen. Damit hätten auch die Auslandvertretungen zu kämpfen. «Wir gehen dort, wo es uns möglich ist, jedoch mehr als die Extra-Meile», versicherte Johannes Matyassy.

Der Direktor der KD wiederholte, dass sich das EDA in der zweiten Phase der Rückholstrategie befinde. In dieser hole das EDA Schweizer Staatsangehörige aus dem Ausland in die Schweiz zurück, weil diese ihre Rückreise nicht selbständig organisieren konnten.

In der ersten Phase wurde an die Eigenverantwortung appelliert, die Rückreise selbst zu organisieren. «Wir danken all denjenigen, die es selbständig zurück in die Schweiz geschafft haben», betonte der KD-Direktor. In der zweiten Phase werden mit Flügen, die vom EDA allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Staaten organisiert werden, Schweizer Touristinnen und Touristen sowie Reisende aus allen Erdteilen in die Schweiz zurückgebracht.

In der Travel Admin App haben ca. 17'000 Personen ihre Reise registriert. Der Chef der KD rief dazu auf, nach der Rückkehr die eingetragenen Reisedaten zu löschen, damit das EDA mit aktualisierten Zahlen weiterplanen kann.

Die dritte Phase tritt dann ein, wenn die Rückreise nicht möglich ist. Das EDA gewähre in diesem Fall konsularischen Schutz, sagte Johannes Matyassy. Es prüfe jeden einzelnen Fall, leiste in den Bereichen Gesundheit und Unterkunft Hilfe und nach dem Subsidiaritätsprinzip auch finanzielle Unterstützung in Form von Notdarlehen. Diese seien im Prinzip rückzahlbar, würden aber mit Flexibilität gehandhabt.

26.03.2020 – 9.10 Uhr

 Karte, die die Route des Fluges von Lima nach Zürich zeigt
© EDA

#flyinghome: Flugzeug aus Lima landet mit 231 Schweizer Reisenden in Zürich

Nach San José, Casablanca und Bogotà wurde am Donnerstag der vierte Flug im Rahmen der Rückholaktion des EDA realisiert: Am frühen Donnerstagmorgen landete in Zürich ein vom EDA gechartertes Flugzeug aus Lima mit 288 Passagieren an Bord. Darunter befanden sich 231 Schweizer Staatsangehörige, 56 in der Schweiz wohnhafte Personen sowie zwei Passagiere, die in anderen europäischen Staaten leben. Die Schweizer Botschaft hatte viele Reisende in Peru unterstützt, dass sie trotz der eingeschränkten Reisemöglichkeiten zum Flughafen nach Lima gelangen konnten. Dort betreuten Mitarbeitende der Botschaft die Passagiere, bis das Flugzeug Richtung Schweiz starten konnte.

25.03.2020 – 8.40 Uhr

In der Halle des Flughafens von Bogotà hängt eine Schweizer Fahne beim Check-in-Schalter für den Flug in die Schweiz.
Am Flughafen in Bogotà weist eine Schweizer Fahne am Check-in-Schalter den Weg zum Rückflug in die Schweiz. © EDA

#flyinghome: Vom EDA gechartertes Flugzeug bringt 279 Schweizer Reisende aus Bogotà in die Schweiz

Am frühen Mittwochvormittag ist ein Flugzeug aus Bogotà mit 279 Schweizerinnen und Schweizern an Bord in Zürich gelandet. Das EDA hatte das Flugzeug gechartert. Neben den Schweizer Reisenden brachte es auch 35 Bürgerinnen und Bürger anderer Staaten, darunter französische, österreichische und deutsche Staatsangehörige, aus Lateinamerika zurück.

24.03.2020 – 20.30 Uhr

 Karte, die die Route des Fluges von Casablanca nach Zürich zeigt
© EDA

Organisierte Rückkehr: Flugzeug bringt Reisende aus Casablanca in die Schweiz zurück

Nach der Ankunft eines Flugzeugs aus San José in Costa Rica am frühen Dienstagnachmittag sind am Abend Schweizer Reisende aus Casablanca in Zürich gelandet. Rund 130 Schweizerinnen und Schweizer befanden sich am Bord des Flugzeugs, das vom EDA gechartert worden war. Die Buchungen für diesen Rückflug hatte die Schweizer Botschaft in Rabat vorgenommen.

24.03.2020 – 16 Uhr

AFS, eine im interkulturellen Schüleraustausch tätige Non-Profit-Organisation, die weltweit Gastfamilien, Austauschschüler und Austauschschülerinnen betreut, organisiert Rückflüge für die rund 360 Schülerinnen und Schüler, die sich noch im Ausland befinden oder von der Schweiz ins Ausland zurückkehren. AFS steht dafür ein, dass die jungen Menschen zu ihren Familien zurückkehren können.

AFS kann sich nur um diejenigen Schüler und Schülerinnen kümmern, die mit ihrem Programm unterwegs sind. Es ist AFS leider nicht möglich, die Rückflüge aller andern Schüler und Schülerinnen zu organisieren.

Zum aktuellen Zeitpunkt hat AFS rund die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler bereits nach Hause bringen können. Die Konsularische Direktion des EDA steht in Kontakt mit AFS. 

24.03.2020 – 14.50 Uhr

Eine Karte zeigt die Route des Fluges San José nach Zürich
© EDA

Organisierte Rückkehr: Erstes Flugzeug mit Schweizer Reisenden aus San José in der Schweiz gelandet

Dienstag, 14.50 Uhr, Flughafen Zürich: Das erste Flugzeug mit Schweizer Touristinnen und Touristen ist gelandet. Im Rahmen der umfangreichen Rückholaktion, die das EDA eingeleitet hat, brachte es 151 Schweizer Staatsangehörige aus San José in Costa Rica in die Schweiz zurück. Das EDA hatte den Einsatz eines grösseren Flugzeugs unterstützt, um die Reisenden aufzunehmen. Weitere Flüge sind in Planung. Bundesrat Ignazio Cassis hatte letzte Woche angekündigt, dass alle Bürgerinnen und Bürger in die Schweiz zurückgeholt werden sollen, die eine selbständige Reise nicht mehr organisieren konnten.  

24.03.2020 – 14.15 Uhr

Rückholflüge: Update von Hans-Peter Lenz, Chef des Krisenmanagement-Zentrums (KMZ) des EDA

Ich gebe Ihnen gerne ein Update betreffend der durch das EDA organisierten Rückholflüge: 

Eine erste Maschine aus San José, Costa Rica landet heute Nachmittag in Zürich, morgen früh bringt ein weiteres Flugzeug 310 blockierte Reisende aus Kolumbien zurück und am Donnerstagmorgen kehren im Rahmen der aktuellen Rückholaktion 310 Schweizer Touristen aus Peru heim.

Für heute konnte zusätzlich noch eine Maschine gechartert werden, um die verbliebenen 170 Schweizer Touristen aus Marokko heimzuholen.

Folgende weitere Repatriierungen sind für die nächsten Tage geplant:

  • Donnerstag, 26. März: ein Rückholflug nach Dakar/Senegal für 170 Personen
  • Samstag, 28. März: Rückholflug nach Santiago/Chile für 330 Personen
  • Montag, 30. März: Rückholflug nach Buenos Aires/Argentinien für 310 Personen
  • Montag, 30. März: zweiter Rückholflug nach Lima/Peru für 310 Personen

Es ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass ich bei den neu angekündigten Flügen von Personen und nicht von Schweizer Touristen spreche. Die Realität hat uns gelehrt, dass wir einige Flüge nicht ausschliesslich mit Schweizer Reisenden füllen können. Die noch verfügbaren Plätze werden vor Ort im Sinne einer gelebten Solidarität unseren Nachbarländern oder anderen europäischen Staaten angeboten. Handkehrum erhalten wir (und haben auch bereits erhalten) von diesen Staaten dann Plätze in Destinationen, die wir aufgrund der kleinen Anzahl von blockierten Reisenden selber nicht anfliegen können. Zudem bieten wir den angeflogenen Staaten immer auch an, ihre Landsleute nach Hause zu fliegen. Dieses Angebot wird rege genutzt. 

23.03.2020 – 18 Uhr

EDA startet umfangreiche Rückholaktion – erste Flüge in Richtung Costa Rica und Kolumbien unterwegs

Das EDA hat eine bisher nie dagewesene Rückholaktion gestartet. Gestern hat ein erster Flug die Schweiz in Richtung Costa Rica verlassen. Aktuell ist eine Airbus A-340 von Edelweiss mit Ziel Kolumbien unterwegs. In den nächsten Wochen plant das EDA Dutzende zusätzliche Flüge nach Lateinamerika, Asien und Afrika.

Mehrere Zehntausend Schweizer Reisende – Touristen und Geschäftsreisende – befinden sich nach Schätzung des EDA aktuell im Ausland. Letzte Woche wurden sie vom Bundesrat aufgefordert, in die Schweiz zurückzukehren. Rund 17'000 Schweizerinnen und Schweizer haben ihre Reise mittlerweile auf der Travel Admin App registriert. Viele von Ihnen können wegen den lokalen Restriktionen zur Bekämpfung des Coronavirus’ nicht mehr ausreisen.

Das EDA hat deshalb zusammen mit Swiss/Edelweiss eine noch nie dagewesene Rückholaktion gestartet. Ein erster Flug ist gestern von Zürich nach San José (Costa Rica) aufgebrochen. Seit heute Mittag ist eine gecharterte Maschine nach Bogotà (Kolumbien) unterwegs. Und für morgen ist ein weiterer Flug nach Lima (Peru) geplant. Mit diesen Flügen sollen insgesamt rund 750 Schweizer Touristinnen und Touristen in die Schweiz zurückgebracht werden.

Schwierige Situation vor Ort

Diese Rückholaktion stellt das EDA vor grosse Herausforderungen – in der Organisation und der Durchführung. Viele blockierte Touristinnen und Touristen in diesen Ländern befinden sich nicht in der Hauptstadt, sondern an zum Teil abgelegenen Orten. In Peru zum Beispiel halten sich aktuell 120 Schweizer Reisende in der 570 Kilometer von Lima entfernten Stadt Cusco auf. Da die Strassen gesperrt sind, ist die Botschaft in Peru daran, einen Charterflug zu organisieren, um die Personen nach Lima zu bringen.

Weitere Flüge geplant

Angesichts der grossen Zahl von Schweizer Reisenden im Ausland läuft parallel zu den aktuellen Aktionen die Planung für weitere Repatriierungen. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit den Krisenzentren anderer Länder, namentlich der Nachbarstaaten der Schweiz organisiert, um die grösste Effizienz zu erzielen. Das EDA rechnet mit Dutzenden Flügen, die in den nächsten Wochen durchgeführt werden.

Im Vordergrund stehen derzeit Destinationen in Lateinamerika, Asien und Afrika. Die Länder werden dann bekannt gegeben, wenn die flugtechnischen Abklärungen abgeschlossen und die Schweizer Vertretungen informiert sind.

Reisende sollen sich auf App registrieren

Das EDA bittet weiterhin alle Touristinnen und Touristen, ihre Reise und ihren Aufenthaltsort rasch auf der Travel Admin App zu registrieren. Alle Touristinnen und Touristen, die bereits in die Schweiz zurückgekehrt sind oder ihre Reise nicht angetreten haben, werden aufgefordert, ihre Reise in der App sofort zu löschen. Dies erlaubt dem EDA, seine Unterstützung auf jene Personen zu konzentrieren, die aktuell im Ausland sind und in die Schweiz zurückkehren wollen.

23.03.2020 – 16 Uhr

750 Schweizer Reisende werden in den nächsten Tagen organisiert in die Schweiz zurückgebracht

An einer Pressekonferenz erläuterte der Chef des Krisenmanagementzentrums KMZ des EDA, Hans-Peter Lenz, die Entwicklungen seit dem Wochenende: «Unsere Vertretungen vor Ort und die Helpline EDA haben grosse Anstrengungen unternommen, sich einen noch besseren Überblick betreffend den blockierten Schweizer Touristen zu verschaffen. 7500 Reisende haben sich über das Wochenende neu auf der Travel Admin App registriert. Das EDA hat nun konkretere Angaben zu rund 15'000 Schweizer Reisenden.

Viele blockierte Schweizer Touristen halten sich nicht in den Hauptstädten auf, sondern befinden sich teilweise an entlegenen Orten. Die Schweizer Vertretungen sind nun zusätzlich gefordert, diese Personen dabei zu unterstützen die Flughäfen zu erreichen. Diese Problematik veranschaulichte der Chef des KMZ mit einem Beispiel: «In Peru befinden sich rund 120 Schweizer Reisende in der 1'100 Kilometer von Lima entfernten Stadt Cusco. Da die Strasse gesperrt ist, ist die Vertretung daran, einen Inland-Charterflug zu organisieren, was aufgrund des eingestellten Flugbetriebes eine Herausforderung darstellt.»

Am Sonntag 22. März ist ein vom EDA mitfinanzierter Flug nach San José abgeflogen, heute Montag nach Bogotá und morgen Dienstag hebt, sofern die Schweiz die «diplomatic clearence» erhält, der Flug nach Lima ab. Mit diesen Flügen werden insgesamt rund 750 Schweizer Touristen organisiert in die Schweiz zurückgebracht.

Es sind weitere Flüge geplant. Neue Destinationen werden diese Woche folgen. «Ich kann bereits mitteilen, dass wir innerhalb dieser und der nächsten Woche sämtliche Kontinente anfliegen werden. Den Rhythmus der organisierten Flüge werden wir laufend erhöhen», sagte Hans-Peter Lenz. Das EDA macht eine Priorisierung für die freien Sitzplätze in den Flugzeugen:

1.    Schweizer Touristinnen und Touristen

2.    Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

3.    Bürgerinnen und Bürger der Nachbarländer der Schweiz

4.    Bürgerinnen und Bürger anderer EU-Staaten

Das EDA arbeitet rund um die Uhr daran Schweizer, Reisende im Ausland zu unterstützen. Es handelt sich laut Hans-Peter Lenz um die grösste Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz.

23.03.2020 – 15.15 Uhr

Organisierte Rückreisen – Wichtige Rolle der Helpline EDA

Die Helpline der Konsularischen Direktion ist die Schnittstelle zwischen den Schweizer Bürgerinnen und Bürger und dem EDA. Jährlich nimmt Sie rund 50’000 Anfragen entgegen. In der Ferienzeit sind es vor allem Visaprobleme, verlorene oder gestohlene Pässe und Identitätskarten, die Schweizer Reisende zum Hörer greifen lassen.

Die weltweite Krise um das Coronavirus fordert der Konsularischen Direktion und somit natürlich auch der Helpline viel ab. In der letzten Woche hat sie das Personal der Helpline von 13 auf 55 Personen aufgestockt, um die zahlreichen Anfragen der durch Grenzschliessungen und Reisebeschränkungen blockierten Schweizer Reisenden per Mail oder Telefon zu beantworten. Rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche.

Das Arbeitsvolumen für die konsularischen Expertinnen und Experten stieg sprunghaft an. Seit dem Inkrafttreten der zweiten Phase der Strategie des EDA für die Rückkehr der gestrandeten Schweizer Reisenden, die organisierte Rückkehr, bearbeitet die Helpline EDA seit dem 21. März 2020 pro Tag:

  • Rund 1000 Anrufe
  • Bis zu 1500 Mails, 8223 seit dem 19.03.2020
So kamen alleine seit dem 19. März rund 15’000 Anfragen zusammen, von denen die Helpline fast alle bearbeitet hat. Das ist bereits fast ein Drittel der jährlichen Anfragen. Die konsularische Direktion tut ihr Bestes alle Anfragen zu beantworten im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten.
 
Die Travel Admin App konnte bis jetzt über 100'000 Downloads verzeichnen und über 17'000 Schweizer Reisende haben ihre momentane Reise registriert. Das ist erfreulich. Das Registrieren auf der App ermöglicht dem EDA die gestrandeten Schweizer Reisenden rasch und effizient zu unterstützen. Nach der Rückkehr in die Schweiz, bittet das EDA die Reise – und nicht die App – zu löschen, damit die konsularische Direktion genaue Informationen für ihr weiteres Vorgehen hat.
 

22.03.2020 – 17.30 Uhr

Travel Admin App: fast 17’000 Reisen registriert

Derzeit befinden sich nach Einschätzung des EDA mehrere zehntausend Schweizer Reisende im Ausland. Auf der Travel Admin App des EDA haben 16'925 Personen ihre Reise registriert (Stand: 22.03.2020, 17 Uhr). Damit hat sich die Zahl der registrierten Reisen in den letzten Tagen mehr als verdoppelt. Das EDA ruft alle Touristinnen und Touristen auf, sich, ihre Kontaktnummern und ihren Standort auf der Travel Admin App zu registrieren, damit sie besser unterstützt werden können. Es bittet jene, die bereits wieder in die Schweiz zurückgekehrt sind, ihre Reiseangaben umgehend zu löschen.

Erfolgte Rückflüge

Dank Interventionen des EDA über diplomatische Kanäle konnten spezielle kommerzielle Flüge – sogenannte Ferry-Flüge – z.B. aus Marokko oder Ägypten durchgeführt werden. Auf diese Weise wurden letzte Woche hunderte von Touristen in die Schweiz zurückgebracht.

  • In der Nacht auf Samstag konnten neun Schweizer Staatsangehörige von Recife (Brasilien) nach London und weiter nach Genf fliegen. Den Rückflug nach London per Charterflug hat die Schweiz in Zusammenarbeit mit den britischen Behörden organisiert.
  • Zudem hat das EDA in den letzten Wochen bereits organisierte Rückreisen durchgeführt. So konnten Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes in enger Zusammenarbeit mit Deutschland aus den USA zurückgeholt werden. Und in Zusammenarbeit mit Frankreich haben wir Schweizer Staatsangehörige aus dem chinesischen Wuhan repatriiert.

Geplante Rückflüge

Für die kommende Woche plant das EDA Rückholflüge aus Kolumbien, Peru und Costa Rica (Medienmitteilung vom 21. März 2020). Die Vorbereitung für diese Flüge laufen auf Hochtouren. Die Aktion wird in enger Zusammenarbeit mit den Vertretungen vor Ort und den Reiseagenturen in der Schweiz umgesetzt.

Das EDA geht davon aus, dass in Peru bis zu 800 Schweizerbürger als Touristen unterwegs sind. Nach einem Aufruf der Schweizer Botschaft in Lima von Samstag, 21. März 2020, sind bereits 540 Rückmeldungen eingegangen. Diese Zahl steigt laufend.

Weitere Rückholflüge sind in Planung. Die Destinationen werden dann bekanntgegeben, wenn die flugtechnischen Abklärungen abgeschlossen und unsere Vertretungen vorinformiert wurden.

Die grösste Herausforderung ist aktuell, die im Land verstreuten Touristen rechtzeitig an den Flughafen zu bringen. Oft sind die Strassen- und Flugverbindungen im Land eingeschränkt oder vollständig unterbrochen. In Peru zum Beispiel brauchen Einheimische und Touristen sogenannte «Laissez passer», um an den Kontrollpunkten vorbei von A nach B zu gelangen. Blockierte Schweizer Touristen in Cusco und Arequipa müssen deshalb mit einem von der Schweizer Botschaft gecharterten Inlandflug nach Lima geflogen werden.

Noch nie dagewesene Rückholaktion

Der Aufwand für die Organisation solcher Flüge ist gross. Eine Rückholaktion ist nur erfolgreich, wenn sämtliche involvierten Stellen im Ausreiseland und in der Schweiz unbürokratisch, kreativ und lösungsorientiert zusammenarbeiten. Das Hauptziel für das EDA ist klar: möglichst viele blockierte Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Schweiz zurückzubringen. Alleine in Bern arbeiten ab morgen rund 60 EDA-Mitarbeitende an der Umsetzung dieser noch nie dagewesenen Rückholaktion.

Helpline EDA: Zahl der Mitarbeitenden vervierfacht

Seit Beginn der COVID-19-Krise betreibt das EDA während 24 Stunden am Tag eine Helpline, um Schweizer Touristen im Ausland so gut wie möglich zu unterstützen. Die Zahl der Helpline-Mitarbeitenden wurde vervierfacht. Die Helpline erreichen pro Tag bis zu 1000 Telefonanrufe und über 1500 E-Mails. Auch die Schweizer Vertretungen im Ausland unterstützen die Touristen vor Ort so gut, wie es unter diesen schwierigen Umständen möglich ist. Das EDA steht in engem Kontakt mit Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften und Nachbarländern, um die grossen Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Koordination mit Nachbarländern

Das EDA steht im engen Austausch mit den Krisenzentren anderer Länder, namentlich unserer Nachbarländer. Diese Zusammenarbeit des EDA läuft seit Ausbruch der Corona-Krise. Eine gute internationale Koordination (gegenseitiger Austausch von freien Plätzen) soll die Rückkehr von möglichst vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in die Schweiz ermöglichen.

21.03.2020 – 18 Uhr

AFS, eine im interkulturellen Schüleraustausch tätige Organisation, die weltweit Gastfamilien, Austauschschüler und Austauschschülerinnen betreut, organisiert Rückflüge für die rund 120-150 Schülerinnen und Schüler, die sich noch im Ausland befinden. AFS ruft die Eltern der Austauschschülerinnen und –schüler auf, sich bei AFS zu melden (Mail-Adresse hallo@afs.ch oder bonjour@afs.ch), um die Rückkehr zu vorzubereiten und Doppelreservationen zu verhindern. Einige Schülerinnen und Schüler, die sich für ein Austauschprogramm in den USA aufgehalten haben, konnten bereits in die Schweiz zurückkehren. Die Konsularische Direktion des EDA steht in Kontakt mit AFS.

21.03.2020 – 16 Uhr

Aufgrund von Grenzschliessungen und Reisebeschränkungen sind nach wie vor Tausende Schweizer Reisende im Ausland blockiert. An einer Pressekonferenz erläuterte Hans-Peter Lenz, Chef des Krisenmanagement-Zentrums (KMZ), die drei Phasen der Rückkehrstrategie, die das EDA für die Rückreise von gestrandeten Schweizer Reisenden verfolgt. Die erste Phase ist die selbständige Rückreise mit kommerziellen Flügen. «Die zweite Phase hat bereits begonnen. Das ist die organisierte Ausreise», so der Chef des KMZ. «Gestrandete Schweizerinnen und Schweizer sollen weiterhin versuchen, mit den kommerziellen Flügen in die Schweiz zurückzukehren.» Es gebe diese Flüge noch, sagte Hans-Peter Lenz. «Sie werden immer limitierter, aber wir gehen immer noch davon aus, dass alle Anstrengungen von den Touristen unternommen werden diese Angebote zu nutzen.»

Das EDA hat sich einen Überblick verschafft, wo sich die Schweizer Touristen befinden, und hat bis jetzt in drei Fällen die organisierte Rückreise in die Wege geleitet. Bereits heute Abend wird eine Gruppe mit Hilfe einer organisierten Rückreise aus Recife in Brasilien via London in Genf ankommen. Zurzeit werden auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen die prioritären Destinationen definiert. «Erste Flüge werden, sofern die Landerlaubnisse vorliegen, nächste Woche nach Lateinamerika durchgeführt. In den nächsten zwei Wochen wird es weitere organisierte Flüge geben.» 

Die dritte Phase der Rückkehrstrategie des EDA sieht vor, dass Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die entschieden haben, an ihrer Reisedestination zu bleiben, oder deren Rückkehr das EDA nicht organisieren kann, überall auf der Welt durch die Vertretungen der Schweiz betreut werden.

Damit das EDA rasch und gezielt die Schweizer Reisenden unterstützen kann, braucht es Informationen. Deshalb unterstrich der Chef des KMZ, dass sich alle Schweizer Reisenden auf der Travel Admin App mit ihren Namen, der Kontaktnummer und dem Aufenthaltsort registrieren sollen.

21.03.2020 – 14.15 Uhr

Schweizer Staatsangehörige können aus Brasilien in die Schweiz zurückkehren

In der Nacht auf Samstag konnten neun Schweizer Staatsangehörige von Recife (Brasilien) nach London fliegen. Sie erwarten zurzeit ihren Anschlussflug in Heathrow und werden heute Abend in Genf landen.

Die Gruppe von Schweizern war Gast auf dem Kreuzfahrtschiff «Silver Shadow», das anfangs Woche vor Recife vor Anker ging und unter Quarantäne gestellt wurde. Die Gruppe ist gemäss letztem Kontakt gesund und wohlauf, und freut sich auf die Rückkehr in die Schweiz.

Den Rückflug nach London per Charterflug hat die Schweiz in Zusammenarbeit mit den britischen Behörden organisiert. Das EDA dankt den britischen Behörden, von denen das Angebot für Sitzplätze auf dem Charterflug kam, für die gute Zusammenarbeit und die Hilfe zugunsten der Schweizer Touristen. Bei dieser organisierten Ausreise handelt es sich um kommerzielle Flüge. Die Gruppe hat bis auf zwei Ausnahmen ihre Flugtickets selber bezahlt.

Das EDA steht im engen Austausch mit den Partnerdiensten anderer Länder (namentlich unserer Nachbarländer). Die Zusammenarbeit des EDA mit ausländischen Krisenzentren läuft seit Ausbruch der Corona-Krise ebenfalls sehr gut. Diese Zusammenarbeit ist ein zentrales Element, um möglichst viele Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Schweiz rückführen zu können.

21.03.2020 – 11 Uhr

Das EDA hat Kenntnis von der Hospitalisierung einer Person in Marseille, die das Schweizer Bürgerrecht besitzt. Das EDA betreut diese Person im Rahmen des konsularischen Schutzes. Das Schweizerische Generalkonsulat in Marseille steht dazu mit den lokalen Behörden in Kontakt. Aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes können keine weiteren Angaben gemacht werden.

21.03.2020 – 8.30 Uhr

Das EDA holt Schweizer Touristen aus Lateinamerika zurück

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) plant in Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Edelweiss die organisierte Rückkehr von Schweizer Touristinnen und Touristen aus Lateinamerika. Für nächsten Dienstag und Mittwoch, 24./25. März 2020, sind zwei Charterflüge vorgesehen. Sie sollen rund 630 blockierte Personen aus Peru und Kolumbien in die Schweiz zurückbringen.

 

Bundesrat Cassis dankt dem Krisenmanagement-Zentrum (KMZ) via Twitter. © EDA

Die Covid-19-Epidemie stellt für jede Person und für den Staat eine grosse Herausforderung dar, in der Schweiz wie im Ausland. Zehntausende von Schweizer Touristinnen und Touristen sowie Geschäftsleute wurden im Ausland von den Massnahmen aufgrund der raschen Ausbreitung der Epidemie überrascht (Schliessung der Grenzen, Streichung von Flugverbindungen usw.). Bundesrat und Aussenminister Ignazio Cassis hat am 19. März 2020 alle Schweizer Reisenden im Ausland aufgerufen, sofort in die Schweiz zurückzukehren, bevor die Mobilität noch schwieriger wird. Das EDA dankt allen, die trotz schwierigen Umständen bereits selbständig eine Rückreise organisiert haben. Die Eigenverantwortung jedes Mitbürgers und jeder Mitbürgerin ist gesetzlich festgelegt.

Doch war es nicht allen möglich, die Rückreise mit Hilfe eines Reisebüros oder direkt mit einer Fluggesellschaft zu organisieren. In gewissen Fällen ist es auf Grund der Entwicklungen vor Ort und im Reiseverkehr nicht mehr möglich, selbständig die Rückreise zu organisieren. «Ich habe deshalb unserem Krisenmanagement-Zentrum (KMZ) den Auftrag gegeben, die Durchführung von organisierten Rückreisen an die Hand zu nehmen», erklärt der EDA-Vorsteher, Bundesrat Ignazio Cassis.

Das EDA hat in den letzten Tagen zusammen mit Tour-Operatoren und Reiseverbänden intensiv nach Möglichkeiten gesucht, blockierte Touristen zu erreichen, um sie in die Schweiz zurückzuholen. Dank der bewährten Zusammenarbeit mit SWISS und Edelweiss konnte eine erste Lösung für Lateinamerika gefunden werden.

Das EDA hat zwei Flugzeuge gechartert. Diese sollen am Dienstag und Mittwoch in die Hauptstädte Bogota (Kolumbien) und Lima (Peru) fliegen. «Mein Departement ist daran, die nötigen Landebewilligungen der zuständigen Behörden zu erhalten. Somit können wir wie geplant auch unsere Bürgerinnen und Bürger zurückholen, die eine selbstständige Rückreise nicht mehr organisieren konnten». Bereits am Montag, 23. März, schafft das EDA die Kapazitäten für die Rückkehr von rund 100 Schweizer Touristinnen und Touristen aus Costa Rica.

Weitere Flüge geplant

Weitere organisierte Rückreisen werden anschliessend geplant. Das EDA prüft zudem die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern, um gegenseitig freie Plätze zur Verfügung zu stellen. Der Bund wird diese Charterflüge vorfinanzieren. Die Touristinnen und Touristen müssen ein Flugticket zahlen und somit einen Teil der Kosten selbst übernehmen.

Das EDA geht davon aus, dass sich aktuell immer noch mehrere 10'000 Schweizer Reisende im Ausland befinden. Auf der Travel Admin App des EDA haben sich erst 7'710 Personen registriert. «Um alle Betroffenen zu erreichen, bitte ich die Interessenten, sich sofort in der App TRAVEL ADMIN einzutragen. Nur so können wir ein gutes Bild der Situation in der Welt haben», fügt Bundesrat Cassis hinzu.

Das EDA ruft deshalb alle Touristinnen und Touristen auf, ihren Namen, die Kontaktnummer und den Aufenthaltsort zu registrieren. Damit kann die Unterstützung rascher und gezielter erfolgen. Das EDA bittet zudem jene, die bereits wieder in die Schweiz zurückgekehrt sind, die Registrierung ihrer Reise zu löschen.

Die Schweiz hat in den letzten Wochen bereits organisierte Rückreisen durchgeführt. So konnten Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes in enger Zusammenarbeit mit Deutschland aus den USA zurückgeholt werden. Und in Zusammenarbeit mit Frankreich hat das EDA Schweizer Staatsangehörige aus dem chinesischen Wuhan repatriiert.

20.03.2020 – 20 Uhr

14 Flüge aus Marokko

Das EDA in Bern und die Schweizer Botschaft in Marokko haben in Zusammenarbeit mit dem marokkanischen Aussenministerium in den vergangenen vier Tagen die organisierte Rückreise für mehrere hundert Schweizerinnen und Schweizer und Passagieren aus anderen Ländern organisiert. Insgesamt konnten zusammen mit den Fluggesellschaften Swiss, Edelweiss und Easyjet 14 Flüge durchgeführt werden. Zudem unterstützte die Botschaft zahlreiche Schweizer, die mit ihren Fahrzeugen an der Grenze zu Ceuta festsassen, und beantworte hunderte individueller Anfragen. Das EDA in Bern und die Schweizer Vertretung in Marokko werden sich auch weiter um gestrandete Schweizer kümmern.

 

Ein Tweet des Schweizer Botschafters in Marokko, Guillaume Scheurer. © EDA

20.03.2020 – 19 Uhr

Reisehinweise für Frankreich

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, hat die französische Regierung angeordnet, dass Reisen innerhalb Frankreichs zu unterlassen sind. Von dieser Regel ausgenommen sind:

  • Personen, die nachweislich aus beruflichen Gründen unterwegs sein müssen, einschliesslich Grenzgänger)
  • Personen, die aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit unterwegs sein müssen
  • Personen, die aus dringenden familiären Gründen unterwegs sein müssen
  • Personen, die aufgrund einer anderen Notwendigkeit unterwegs sein müssen
  • Schweizer Staatsangehörige, die von einem Drittland durch Frankreich in die Schweiz zurückkehren.

Die genannten Personengruppen müssen nachweisen können, weshalb sie unterwegs sind. Die Internetseite der französischen Regierung gibt Auskunft, in welcher Form der Nachweis der Dringlichkeit erfolgen kann. Diese Bestimmungen gelten auch für die Einreise nach und die Ausreise aus Frankreich. Weitere Massnahmen sind möglich.

20.03.2020 – 18 Uhr

Schweizer Botschaft in Warschau vermittelt erfolgreich Rückreisemöglichkeiten

In Polen gilt seit einer Woche der «Lock Down», seither sind auch die Grenzen geschlossen. Bei der Schweizer Botschaft haben sich seither rund 40 Schweizer Staatsangehörige gemeldet. Die Vertretung konnte erreichen, dass die meisten von ihnen auf verschiedenen Landwegen und über die letzten kommerziellen Flüge in die Schweiz reisten. Für weitere Schweizer Reisende konnte die Vertretung in Gesprächen mit dem Aussenministerium in Warschau und einer Fluggesellschaft vereinbaren, dass Schweizer Staatsangehörige in den Flugzeugen in die Schweiz mitfliegen können, die aus der Schweiz polnische Staatsangehörige nach Polen zurückbringen.

20.03.2020 - 15.30 Uhr

An einer Pressekonferenz hat der Bundesrat betont, dass es für die Menschen in der ganzen Welt schwierig ist, zu reisen. Die Situation verbessert sich nicht. «Auf internationaler Ebene wird alles geschlossen, mit tiefgreifenden Folgen», hiess es.

Der Bundesrat zeigte sich besorgt über die Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland blockiert sind. Er erinnerte die Reisenden an den Appell von Anfang Woche, dass sie rasch in die Schweiz zurückkehren und ihre Reise selbst organisieren sollen. Er versicherte aber, dass der Bundesrat sich dieses Problems bewusst ist. Bundesrat Ignazio Cassis verfolgt dies sehr aufmerksam.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA und seine Vertretungen arbeiten intensiv und dauerhaft daran, alle Möglichkeiten auszuloten, um Menschen, die keine Alternative haben und trotzdem zurückkehren möchten, zu unterstützen.

Zusätzlich hat das EDA eine Liste mit häufig gestellten Fragen und Antworten veröffentlicht.

20.03.2020 – 15 Uhr

Das EDA im Kontakt mit Schweizer Reisenden im Ausland – zum Beispiel über die Helpline EDA © EDA

19.03.2020 – 18 Uhr

Schweizer Reisende im Ausland sollen sich auf der «Travel Admin App» registrieren

Der Bundesrat hat Anfang der Woche Schweizer Reisende aufgerufen, rasch in die Heimat zurückzukehren. Damit das EDA jene, die noch im Ausland blockiert sind, besser unterstützen kann, sollen sich diese sehr rasch auf der «Travel Admin App» des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA registrieren.

Das EDA verfügt derzeit nur von einem Teil der Reisenden im Ausland Informationen über deren Standort und deren Kontaktadresse. Diese Registrierung auf der «Travel Admin App» erlaubt es dem EDA, mit den Betroffenen in Kontakt zu treten und ihnen Informationen zu übermitteln.

Gleichzeitig sollen all jene, die schon zurückgekehrt sind, ihre Reiseregistrierung löschen. Damit wird verhindert, dass das EDA unnötig Massnahmen ergreift.

Der Bundesrat hat vor einer Woche von nicht dringlichen Reisen ins Ausland abgeraten. Anfang dieser Woche hat er die Reisenden aufgefordert, rasch die Heimreise anzutreten. Es liegt in erster Linie in der Verantwortung des und der Einzelnen, die Rückreise mit Hilfe eines Reisebüros oder direkt mit einer Fluggesellschaft zu organisieren. Das EDA hilft bei der Rückkehr unter anderem mit der Unterstützung bei der Erteilung von Landeerlaubnissen, der Erstreckung von Fristen für Flugverbindungen oder der Informationsvermittlung via die Schweizer Vertretungen vor Ort. Sollte eine selbständige Rückkehr trotz allen Bemühungen nicht möglich sein, prüft das EDA Möglichkeiten für eine organisierte Rückkehr.

19.03.2020 - 14 Uhr

Die Beschränkungen an den Grenzen und im internationalen Verkehr werden immer strenger. Die Schweiz befürwortet einen Ansatz, der auf der individuellen Verantwortung beruht, wie der Bundesrat am Montag erneut bekräftigt hat. Das EDA kann Schweizer Bürgerinnen und Bürger ohne Rückkehrmöglichkeit im gesetzlichen Rahmen, der durch das Auslandschweizergesetz festgelegt ist, unterstützen. Die durch das Coronavirus hervorgerufene internationale Krise macht das Vorgehen komplexer. «Das EDA befindet sich in einer aussergewöhnlichen Situation. Es arbeitet rund um die Uhr und setzt sich intensiv und kontinuierlich dafür ein, Schweizerinnen und Schweizern zu helfen, die im Ausland gestrandet sind», erklärt Serge Bavaud, stellvertretender Leiter des Krisenmanagementzentrums KMZ des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA. «Das Personal der Schweizer Vertretungen im Ausland arbeitet trotz der vielen geltenden Einschränkungen.» Die Schweiz befürwortet einen koordinierten Unterstützungsansatz und setzt Prioritäten. Das EDA steht in engem und permanentem Kontakt mit Reiseveranstaltern und Reisebüros, anderen Ländern und Krisenzentren in unseren Nachbarländern sowie mit Fluggesellschaften.

18.03.2020 – 15 Uhr

Mit Ausnahme der Nachbarländer der Schweiz publiziert das EDA ab heute in den Länderhinweisen keine spezifischen Informationen mehr über Ein- und Ausreiserestriktionen resp. über Reisebeschränkungen innerhalb der Länder. Da die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in den einzelnen Ländern ständig ändern, können die Länderhinweise nicht zeitgerecht à jour gehalten werden. In allgemeiner Form informiert das EDA über das Coronavirus im Fokus «neues Coronavirus (COVID-19)».

Der Bundesrat rät seit dem 13. März 2020, auf nicht dringliche Auslandreisen zu verzichten. Seit dem 16. März 2020 empfiehlt er Schweizer Reisenden im Ausland, an ihren Wohnsitz zurückzukehren, solange dies mit kommerziellen oder eigenen Mitteln noch möglich ist. Sie riskieren sonst, im Ausland blockiert zu bleiben.

17.03.2020 – 18 Uhr

Unterstützung für Schweizer Staatsangehörige im Ausland: Bundesrat Cassis bespricht im Krisenmanagement-Zentrum die Aktivitäten im Zusammenhang mit COVID-19

Bundesrat Ignazio Cassis hat im Krisenmanagement-Zentrum (KMZ) die Aktivitäten im Zusammenhang mit COVID-19 besprochen. Das KMZ koordiniert alle vom Bund eingesetzten Mittel, wenn Schweizer Staatsangehörige im Ausland in eine Krisen- oder Notsituation geraten sind und Hilfe benötigen. Im Zusammenhang mit COVID-19 hat das KMZ unter anderem die Repatriierung von Schweizer Staatsangehörigen aus der chinesischen Stadt Wuhan organisiert.

Bei seinem Besuch des KMZ hat Bundesrat Cassis den Aufruf des Bundesrates unterstrichen, dass Schweizer Touristinnen und Touristen und Geschäftsreisende jetzt in die Schweiz zurückkehren und ihre Rückreise selbständig organisieren sollen. Er riet auch dazu, sich bei Auslandreisen auf der Travel Admin App zu registrieren. Sie hält nützliche Informationen und Dienstleistungen bereit, die nicht nur im Krisenfall weiterhelfen.

17.03.2020 – 12 Uhr

Schweizer Touristen können aus Marokko zurückkehren

Als Folge der COVID-19-Krise stehen viele Schweizer Touristen auf der ganzen Welt - in einigen Ländern zu Hunderten - vor der Herausforderung, in die Schweiz zurückzukehren.

Marokko ist ein aktuelles Beispiel. Tausende von ausländischen Touristen sind betroffen, darunter mehrere hundert Schweizer Reisende. Das EDA und die Schweizer Botschaft in Marokko verfolgen die Situation aufmerksam. Das EDA steht in engem Kontakt mit den marokkanischen Behörden, um eine Rückkehr in die Schweiz zu erleichtern, insbesondere im Hinblick auf die Erteilung von Fluggenehmigungen. Dies hat politische Schritte erforderlich gemacht. Dieses Engagement hat Früchte getragen, und ab heute können mindestens fünf von in der Schweiz ansässigen Unternehmen gecharterte Flüge durchgeführt werden. Diese Fluggesellschaften planen im Laufe der Woche weitere Flüge. Die Schweizer Botschaft in Marokko steht in regelmässigem Kontakt mit Schweizer Touristen und hat sie über diese Rückkehrmöglichkeiten informiert. Dies sind kommerzielle Flüge. Schweizer Reisende sind für die notwendigen Reservierungen und die Zahlung der entsprechenden Gebühren verantwortlich.

Generell sieht das Auslandschweizergesetz (ASG) vor, dass jede Person für die Vorbereitung und Durchführung eines Auslandsaufenthaltes oder für die Durchführung einer Tätigkeit im Ausland verantwortlich ist.

Aus dieser persönlichen Verantwortung ergibt sich, dass sich Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in einer Krisensituation jederzeit und unabhängig von der aktuellen Situation informieren müssen, insbesondere über die Medien, Mitteilungen der lokalen Behörden, die Websites der Gesundheitsbehörden, das BAG (COVID-19) und das EDA (Reisehinweise).

Es wird auch erwartet, dass die betroffenen Personen mit Hilfe ihrer eigenen Reiseversicherung, der Fluggesellschaft und des Reiseveranstalters selbständig nach alternativen Lösungen suchen (Hotelunterkunft, Umbuchungen, Stornierungen, alternative Rückreisemöglichkeiten). Gemäss dem ASG können Schweizer Staatsangehörige kein Recht auf eine organisierte Ausreise aus einem Krisengebiet oder einer Krisensituation geltend machen.

Der Bund kann im Rahmen seiner Möglichkeiten und nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit Hilfe und subsidiäre Unterstützung leisten. Der Bund kann die Bestimmungen der lokalen Behörden nicht ignorieren; diese müssen von den Reisenden respektiert werden.

16.03.2020 – 17.00 Uhr

Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien

Die Schweiz wird ab sofort auch die Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich kontrollieren. Bereits am Freitag hat er Schengen-Grenzkontrollen für Reisende aus Italien eingeführt. 

Die Einreise aus den vier grossen Nachbarländern ist nur noch Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen, erlaubt. Auch der Transit- und der Warenverkehr sind weiter erlaubt. Schliesslich dürfen auch Personen in einer Situation absoluter Notwendigkeit einreisen. Diese Massnahme dient dazu, die Schweizer Bevölkerung zu schützen sowie die Kapazitäten im Schweizer Gesundheitswesen aufrechtzuerhalten.

Die Grenzkontrollen sind Teil der Massnahmen, die der Bundesrat angesichts der beschleunigten Ausbreitung des Coronavirus zum Schutz der Bevölkerung verschärft hat. Die Schweizer Landesregierung stuft die Situation in der Schweiz neu als ausserordentliche Lage gemäss Epidemiengesetz ein.

15.03.2020 – 19.00 Uhr

Einschränkungen beim Grenzübertritt nach Deutschland

Wegen der Corona-Pandemie schliesst Deutschland weitgehend seine Grenzen zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich und Dänemark. Ab 16. März 2020 ab 8 Uhr sollen die Massnahmen in Kraft treten, kündigte der deutsche Innenminister Horst Seehofer an einer Pressekonferenz an. «Mit den ab morgen stattfindenden Grenzkontrollen werden Beschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr verbunden sein», sagte Seehofer. Der Warenverkehr und der grenzüberschreitende Verkehr von Berufspendlern würden weiterhin möglich sein, betonte er. Wer keinen plausiblen Grund für die Einreise nach Deutschland habe, werde zurückgewiesen.

14.03.2020 – 15.00 Uhr

Die österreichische Regierung hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine Reisewarnung für die Schweiz erlassen. Unter anderem wird ab 16. März 2020, 24 Uhr, der Flug- und Zugsverkehr in die Schweiz eingestellt.

Das EDA hat die angekündigten Massnahmen zur Kenntnis genommen. Sie fügen sich ein in den Kontext des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen Nachbarstaaten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Der Vorsteher des EDA, Bundesrat Ignazio Cassis, stand diesbezüglich im telefonischen Kontakt mit seinem österreichischen Amtskollegen.

Das EDA beobachtet die Auswirkungen der Massnahmen, die von der österreichischen Regierung eingeleitet wurden.

13.03.2020 – 16.30 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte am 11. März 2020, dass der aktuelle Ausbruch des Coronavirus als Pandemie bezeichnet werden kann. Heute besteht in allen Regionen der Welt das Risiko einer Ansteckung mit dem Virus. Der Bundesrat rät deshalb, bis auf weiteres auf nicht-dringliche Auslandreisen zu verzichten.

Schweizer Staatsangehörige, die sich im Ausland befinden, sollen sich an die Weisungen und Empfehlungen der Behörden vor Ort halten. Von den ausländischen Reisenden erwartet der Bundesrat umgekehrt, dass sie die Bestimmungen und Empfehlungen in der Schweiz respektieren.

12.03.2020 – 14.15 Uhr

Das EDA hat die vom US-Präsidenten angekündigten Massnahmen bezüglich der Einreisebestimmungen in die Vereinigten Staaten zur Kenntnis genommen. Die praktischen Aspekte der Umsetzung dieser Massnahmen fallen in die Zuständigkeit der US-Behörden. Das EDA analysiert zusammen mit der Schweizer Botschaft in den Vereinigten Staaten die Folgen dieser Einschränkungen.

12.03.2020 – 13.30 Uhr

Vier Schweizer und drei deutsche Staatsangehörige, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff «Grand Princess» vor San Francisco befunden haben, sind heute in die Schweiz zurückgekehrt. Die amerikanischen Behörden hatten einen Repatriierungsflug von Passagieren der «Grand Princess» nach Europa organisiert. Anschliessend wurden die vier Schweizer Staatsangehörigen zusammen mit drei deutschen Staatsangehörigen mit einem durch den Bund organisierten Flug von Kyiv (Ukraine) in die Schweiz zurückgeflogen. Die auferlegten Bedingungen erforderten in diesem Fall einen nicht kommerziellen Flug.

Am frühen Morgen des 12. März ist die Gruppe in Bern angekommen. Die deutschen Staatsangehörigen wurden von der Deutschen Botschaft in Bern in Empfang genommen. Die betroffenen Schweizer Staatsangehörigen sind bei guter Gesundheit und konnten an ihren Wohnort zurückkehren. Die Unterstützung der Schweizer Bürger wurde im Rahmen des konsularischen Schutzes geleistet. Diese Aktion konnte dank der guten Zusammenarbeit verschiedener involvierter Staaten umgesetzt werden.

11.03.2020 – 14.00 Uhr

Das EDA hat keine Kenntnis von Infektionen von Schweizer Staatsangehörigen im Ausland. Schweizer Vertretungen bleiben offen und funktionieren normal. Dies sagte Hans-Peter Lenz, Chef des Krisenmanagement-Zentrums (KMZ) im EDA, an einer Medienkonferenz des Bundes.

Nach der Bekanntgabe weiterer Restriktionen in Italien hat das EDA gestern die Reisehinweise erneut angepasst, um die neuen Restriktionen weiterzugeben. Die Reisehinweise des EDA konzentrieren sich auf Informationen zur Sicherheitslage in den Bereichen Politik und Kriminalität in einem Land. «Sie geben keine Empfehlungen ab betreffend Gesundheitsrisiken», sagte Hans-Peter Lenz. Dies liege in der Kompetenz und der Verantwortung des Bundesamts für Gesundheit.

Der Leiter des KMZ unterstrich, dass die Reiseveranstalter und Reiseversicherer in eigener Kompetenz über ihre Angebote und allfällige Kostenübernahmen entscheiden, sollte eine Reise annulliert werden müssen. Er habe Verständnis dafür, dass die Situation unangenehm ist, wenn Personen eine Reise nicht antreten können und dies eventuell eine Kostenfolge hat. Dies müsse aber zwischen dem Reiseveranstalter und dem Kunden, der eine Reise gebucht hat, geregelt werden resp. zwischen Reiseversicherung und dem Kunden.

An der Medienkonferenz kündigte der Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung, Christian Bock, an, dass die Schweiz neun Grenzübergänge nach Italien temporär schliessen werde. Dadurch könne der Durchgangsverkehr an den übrigen Grenzübergängen besser kontrolliert werden.

10.03.2020 – 16.00 Uhr

EDA passt Reisehinweise für Italien an

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, hat die italienische Regierung angeordnet, dass Reisen innerhalb Italiens zu unterlassen sind. Von dieser Regel ausgenommen sind:

  • Personen, die nachweislich aus beruflichen Gründen unterwegs sein müssen
  • Personen, die dringende Familienbesuche machen müssen
  • Personen, aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit unterwegs sein müssen
  • Touristen, die an ihren Wohnort in Italien oder im Ausland zurückkehren

Diese Bestimmungen gelten auch für die Einreise nach und die Ausreise aus Italien. Weitere Massnahmen sind möglich.

Auf Bundesebene informiert das Bundesamt für Gesundheit BAG die Bevölkerung über das neue Coronavirus (COVID-19) und erlässt allenfalls Reise-Empfehlungen. Zu beachten sind auch die Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ausserdem empfiehlt es sich immer, Gesundheitsfragen mit einem Arzt zu besprechen.

Die Reisehinweise des EDA konzentrieren sich ihrerseits auf sicherheitsrelevante Informationen in den Bereichen Politik und Kriminalität. Sie enthalten eine Einschätzung möglicher Risiken und empfehlen gewisse Vorsichtsmassnahmen.

10.03.2020 – 14.30 Uhr

Schweizer Personal des humanitären Büros in Nordkorea in der Schweiz gelandet

Zwei Mitarbeitende des humanitären Büros der DEZA in Pjöngjang sind heute in die Schweiz zurückgereist. Das Aussenministerium der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) hatte für alle Ausländer, die das Land verlassen möchten, am 9. März 2020 einen Flug nach Wladiwostok organisiert. Von dort aus reiste das Schweizer Personal des Kooperationsbüros und seine Angehörigen über Moskau in die Schweiz weiter.

«Die Reise ist gut verlaufen und es sind glücklicherweise alle wohlauf. Wir müssen jetzt etwas Geduld haben, doch ich hoffe, dass die Bedingungen vor Ort es erlauben, die Arbeit im Pyöngyang bald wieder fortzuführen», sagte der Leiter des Kooperationsbüros nach der Landung in der Schweiz.

Aufgrund der restriktiven Einreise- und Einfuhrbestimmungen der DVRK zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus hatte das EDA Ende Februar beschlossen, die humanitären Aktivitäten in der DVRK temporär zu suspendieren. Sobald sich die Bedingungen in der DVRK normalisieren, wird das EDA die humanitäre Arbeit wieder aufnehmen. Durch ausgewählte nationale Mitarbeiter wird zwischenzeitlich ein minimaler Betrieb des Kooperationsbüros sichergestellt.

09.03.2020 – 13.00 Uhr

COVID-19: Neue Reisehinweise für Italien

Die italienische Regierung hat grossflächig Regionen abgeriegelt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Seit dem 8. März 2020 empfehlen die italienischen Behörden nicht dringende private Reisen in die betroffenen Regionen zu unterlassen. Die betroffenen Regionen sind auf der Webseite des italienischen Gesundheitsministeriums aufgelistet. Das Bundesamt für Gesundheit BAG erlässt keine Einschränkungen für die Einreise in die Schweiz.

Falls Sie eine Reise nach Italien geplant haben, informieren Sie sich bei ihrem Reiseveranstalter über die Durchführbarkeit und bei der italienischen Botschaft in Bern oder beim italienischen Gesundheitsministerium in Rom über die aktuell gültigen Massnahmen in Ihrem Zielgebiet. Befolgen Sie vor Ort die Anweisungen der italienischen Behörden.

Auf Bundesebene informiert das BAG die Bevölkerung über das Coronavirus und erlässt Reiseempfehlungen. Die EDA-Reisehinweise hingegen konzentrieren sich auf sicherheitsrelevante Informationen in den Bereichen Politik und Kriminalität. Das EDA gibt die Empfehlungen des BAG in den Reisehinweisen weiter.

08.03.2020 – 18.00 Uhr

Grenze zwischen der Schweiz und Italien bleibt für Grenzgänger offen

Italien hat der Schweiz bestätigt, dass die Grenze zwischen den beiden Ländern für Grenzgängerinnen und Grenzgänger offenbleibe. Dies hat der italienische Aussenminister Luigi Di Maio seinem Amtskollegen Bundesrat Ignazio Cassis in einem Telefongespräch angekündigt. Der italienische Aussenminister hat diese Nachricht in einer Medienmitteilung bestätigt.

Alle Erwerbstätigen können sich weiterhin fortbewegen, um ihrer Berufstätigkeit nachzugehen, und das sowohl zwischen den italienischen Regionen wie auch zwischen der Schweiz und Italien. Der Fortbestand des Tessiner Gesundheitssystems sollte damit gesichert sein.

08.03.2020 – 09.00 Uhr

Einschränkende Massnahmen in Italien 

In einem Tweet hat der Bundesratssprecher heute informiert, dass der Bundesrat die Entwicklungen in Italien genau verfolgt. Der Bundesrat steht in Kontakt mit den Behörden im Tessin und in Italien, um seine Massnahmen auf diese Ereignisse kontinuierlich zu prüfen.

Das Generalkonsulat in Mailand ist im Kontakt mit den Schweizer Staatsangehörigen in Norditalien. Das EDA verfolgt die Lage in Italien aufmerksam und klärt zurzeit noch Detailfragen ab, um anschliessend in den Reisehinweisen für Italien zu informieren.

07.03.2020 – 10.00 Uhr

Das EDA hat Kenntnis davon, dass die US-Behörden das Kreuzfahrtschiff «Grand Princess» vor der Küste Kaliforniens (USA) gestoppt haben, weil bei Passagieren und Besatzungsmitgliedern Krankheitssymptome festgestellt wurden. Das Schweizerische Generalkonsulat in San Francisco steht mit den lokalen Behörden in Kontakt. Dem EDA wurde bestätigt, dass sich vier Schweizer Staatsangehörige auf dem Schiff befinden.

06.03.2020 – 16 Uhr

Internationale Unterstützung

Die Schweiz unterstützt die Bekämpfung des Coronavirus auf internationaler Ebene mit insgesamt neun Millionen CHF, davon fünf Millionen für die Forschung und vier Millionen für internationale Gesundheitsorganisationen.

05.03.2020 – 17.00 Uhr

Israel verfügt Einreisebeschränkungen für Reisende aus der Schweiz

Ab dem 06. März 2020 gelten für Reisende, die sich 14 Tage vor der Einreise nach Israel in der Schweiz aufgehalten haben, neue Einreisebeschränkungen:

  • Personen mit israelischer Staatsangehörigkeit und/oder Aufenthaltsbewilligung in Israel werden einer obligatorischen, 14-tägigen Quarantäne zu Hause unterstellt.
  • Alle anderen Reisenden aus der Schweiz dürfen nur nach Israel einreisen, wenn sie nachweisen können, dass sie in Israel über einen Quarantäneplatz in einem privaten Haushalt verfügen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des israelischen Gesundheitsministeriums, und wenden Sie sich bei Fragen an die israelische Botschaft in Bern.

05.03.2020 – 16.30 Uhr

Die EDA-Reisehinweise und COVID-19

Auf Bundesebene informiert das Bundesamt für Gesundheit BAG die Bevölkerung über das Coronavirus und erlässt Reiseempfehlungen. Die EDA-Reisehinweise hingegen konzentrieren sich auf sicherheitsrelevante Informationen in den Bereichen Politik und Kriminalität. Das EDA gibt die Empfehlungen des BAG in den Reisehinweisen weiter. Sie enthalten in den einzelnen Länderhinweisen keine Informationen über die Einreisevorschriften oder Krankheiten.

Viele Staaten haben Massnahmen bei der Einreise verfügt. Dazu gehören beispielsweise die Kontrolle der Körpertemperatur, Grenzschliessungen, Quarantäne oder Einreiseverbot für Personen, die aus einem Staat mit COVID-19-Fällen kommen. Innerhalb des Reiselandes können die lokalen Behörden auch spontan Massnahmen, wie die Abriegelung von Ortschaften oder Reisebeschränkungen anordnen. Vor Antritt der Reise sollen sich Reisende bei der Botschaft oder dem Konsulat ihres Ziellandes über die aktuell gültigen Massnahmen informieren.

Reisende und Personen, die sich im Ausland aufhalten, könnten bei ihrer Rückreise in die Schweiz mit Herausforderungen, wie beispielsweise Restriktionen von Fluggesellschaften oder Einreisebestimmungen von Transitländern, konfrontiert sein.

04.03.2020 – 14.30 Uhr

Das Kreuzfahrtschiff Aida Aura, auf dem sich drei Schweizer Staatsangehörige befinden, war am Montag, 2. März kurzzeitig in Haugesund, Norwegen, blockiert. Es ging um einen Coronavirus- Verdachtsfall. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt. Alle Tests waren negativ und die Aida Aura hat Haugesund gestern Dienstag wieder verlassen.

Das EDA mit den Aussenvertretungen und dem Krisenmanagement-Zentrum verfolgt die Lage weltweit sehr aufmerksam und arbeitet eng mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und den zuständigen Organisationseinheiten der Bundesverwaltung zusammen. Dem EDA sind zurzeit keine Schweizer Staatsangehörigen im Ausland bekannt, die gesundheitlich betroffen wären, sagte Hans-Peter Lenz, Chef des Krisenmanagement-Zentrums im EDA, an einer Pressekonferenz vom 4. März in Bern.

03.03.2020 – 16 Uhr

Auf dem Kreuzfahrtschiff Aida Aura, welches gegenwärtig vor der norwegischen Stadt Haugesund liegt, besteht ein Verdachtsfall einer Ansteckung mit COVID-19. Die Schweizerische Vertretung in Oslo steht mit den lokalen Behörden in Kontakt. Nach Angaben der Reederei sollen sich drei Schweizer Staatsangehörige auf dem Schiff befinden.

29.02.2020 – 14 Uhr

Das EDA beobachtet die Entwicklung bezüglich der Ausbreitung des neuen Coronavirus genau. Sämtliche Vertretungen der Schweiz im Ausland sind geöffnet und sind für Schweizer Bürgerinnen und Bürger erreichbar, die sich im Ausland aufhalten oder dort leben, sagte Hans-Peter Lenz, Chef des Krisenmanagementzentrums KMZ des EDA, an einer Medienkonferenz in Bern. Die Schweizer Vertretungen und die Helpline des EDA haben in den letzten Tagen hunderte von Anfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger entgegengenommen und beantwortet.

«Glücklicherweise müssen derzeit keine Repatriierungen geplant oder durchgeführt werden», sagte Lenz. Er machte darauf aufmerksam, dass Reisende über Vorbereitung und Durchführung einer Reise letztlich nach eigenem Ermessen und in Eigenverantwortung entscheiden. Gemäss dem Auslandschweizergesetz können Schweizer Staatsangehörige kein Anrecht auf eine organisierte Ausreise aus einem Krisengebiet geltend machen. Selbstverständlich aber leistet das EDA Schweizer Staatsangehörigen im Ausland in Krisensituationen Beistand im Rahmen des Möglichen, unterstrich der Chef des KMZ.

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