Besuch von Bundesrat Didier Burkhalter in Rom

Bern, Medienmitteilung, 10.09.2012

Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten Didier Burkhalter begibt sich am Donnerstag, 13. September 2012, zu einem offiziellen Arbeitsbesuch nach Rom. Dort trifft er den italienischen Aussenminister Giulio Terzi. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen verschiedene bilaterale Fragen, insbesondere der Steuerdialog und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Didier Burkhalter und Giulio Terzi werden zudem die Europapolitik sowie multilaterale und internationale Themen ansprechen.

Die traditionell sehr engen und intensiven Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien sind gegenwärtig geprägt durch den beiderseitigen Willen, die Beziehungen zu erneuern und die offenen Finanz- und Steuerfragen zwischen den beiden Staaten zu regeln. Im Übrigen möchte die Schweiz im Einklang mit der Anfang Jahr vom Bundesrat verabschiedeten Aussenpolitischen Strategie 2012–2015 die Beziehungen zu ihren Nachbarstaaten besonders pflegen.

Um den neu gewonnenen Schwung zu nutzen, der insbesondere durch die Wiederaufnahme des Steuerdialogs entstanden ist, trifft Bundesrat Didier Burkhalter am Donnerstag, 13. September 2012, in Rom den italienischen Aussenminister Giulio Terzi.

Auf der Traktandenliste stehen zahlreiche bilaterale Themen. Die Schweiz und Italien unterhalten enge wirtschaftliche, politische und menschliche Beziehungen und regeln täglich auf bilateraler Ebene sehr unterschiedliche wirtschaftliche, juristische und kulturelle Fragen. Wirtschaftlich ist Italien der zweitgrösste Handelspartner der Schweiz, und die Schweiz ist das zweitgrösste Exportland und das viertgrösste Importland Italiens ausserhalb der EU. Heute leben gegen 50 000 Schweizerinnen und Schweizer in Italien, während etwa 500 000 Personen mit italienischer Staatsangehörigkeit in der Schweiz leben. Sie bilden die grösste Ausländergemeinschaft in der Schweiz. Dazu arbeiten rund 58 000 italienische Grenzgängerinnen und Grenzgänger in der Schweiz.

Bei den Gesprächen zwischen dem Vorsteher des EDA und seinem italienischen Amtskollegen soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, ein Schlüsselfaktor in den bilateralen Beziehungen, unter anderem unter dem Gesichtspunkt der Verkehrsinfrastruktur und des wirtschaftlichen und beruflichen Austauschs angesprochen werden. Energiefragen und die Welt¬ausstellung 2015 in Mailand stehen ebenfalls auf der Traktandenliste.

Bei seinem Besuch in Rom wird Bundesrat Burkhalter Aussenminister Terzi zudem den Ansatz erläutern, den die Schweiz in ihren Beziehungen zur Europäischen Union (EU) verfolgt. Im multilateralen Bereich wird Didier Burkhalter den OSZE-Vorsitz der Schweiz 2014, die Rolle der Schweiz in der UNO und die Kandidatur für den Green Climate Fund (GCF) ansprechen. Schliesslich werden die beiden Aussenminister ihre Auffassungen zu verschieden internationalen Themen austauschen, darunter die Situation in Syrien.

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