Bei seiner Ankunft aus Genf wurde der UNO-Generalsekretär kurz vor Mittag von den Präsidenten der beiden Räte, Nationalratspräsident Hansjörg Walter und Ständeratspräsident Hans Altherr, in Bern empfangen und führte einen kurzen Austausch mit einer Parlamentarierdelegation. Danach hielt er eine Rede vor der Bundesversammlung. Es war ein aussergewöhnliches Ereignis: Noch nie hatte sich ein UNO-Generalsekretär an die Vereinigte Bundesversammlung gewandt.
In seiner Ansprache begrüsste Ban Ki-moon das weltweite Engagement der Schweiz in der Armutsbekämpfung. "Während fast alle anderen Länder ihre Entwicklungshilfebudgets senken und damit die hart erarbeiteten Fortschritte bei der Armutsbekämpfung gefährden, bewilligt die Schweiz zusätzliche Mittel. Ich danke Ihnen, dass Sie so weise sind, in die Menschheit zu investieren und Partei zu ergreifen für die internationale Solidarität", erklärte der UNO-Generalsekretär vor den Parlamentarierinnen und Parlamentariern.
Auch der Nationalrats- und der Ständeratspräsident kamen zu Wort. Sie freuten sich über die Tatsache, dass die Schweiz in den letzten zehn Jahren ihren Platz in der UNO gefunden hat und dass Schweizerinnen und Schweizer wichtige Posten im UNO-System innehaben. Dabei erwähnte Hansjörg Walter insbesondere den Vorsitz der Generalversammlung 2010/2011 durch alt Bundesrat Joseph Deiss.
Nach dem Besuch des Parlaments nahm der UNO-Generalsekretär an einem Arbeitsessen auf dem Landgut Lohn unter der Leitung von Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf teil, an dem auch Bundesrätin Doris Leuthard und der Vorsteher des EDA Didier Burkhalter anwesend waren. Dabei wies Bundespräsidentin Widmer-Schlumpf darauf hin, dass die Schweiz weltweit das einzige Land ist, das den Vereinten Nationen aufgrund einer Volksabstimmung beigetreten ist. Sie erinnerte daran, dass die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der UNO auf gemeinsamen Werten beruht, und präsentierte dem UNO-Generalsekretär die Prioritäten der Schweiz für die 67. Tagung der UNO-Generalversammlung.
Bundesrat Didier Burkhalter, der Chef der Schweizer Diplomatie, wies auf die Stärken des internationalen Genf hin. Dabei unterstrich er die Bedeutung der Renovation des Palais des Nations im Rahmen des «Strategic Heritage Plan». Der Vorsteher des EDA sprach zudem über die Arbeit des Menschenrechtsrats und die Frage der Reform des UNO-Sicherheitsrats.
Bundesrätin Doris Leuthard behandelte insbesondere das Engagement der Schweiz im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) erinnerte daran, dass sich die Schweiz aktiv am Prozess zur Umsetzung von Rio+20 beteiligt.
Der offizielle Besuch hatte am Montag in Genf begonnen, mit einem Treffen mit Bundesrat Didier Burkhalter, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Danach nahmen Ban Ki-moon und Didier Burkhalter gemeinsam an einer öffentlichen Veranstaltung der Universität Genf und des Institut de hautes études internationales et du développement (IHEID) zu den Herausforderungen der UNO zu Beginn des 21. Jahrhunderts teil. Dabei wurden auch die Stellung der Schweiz in der Organisation und ihre Rolle bei der Bewältigung der internationalen Herausforderungen angesprochen.
Bei einem Empfang am frühen Montagabend überreichte Bundesrat Burkhalter dem UNO-Generalsekretär ein symbolisches Geschenk: Im Ariana-Park, dem Genfer UNO-Sitz, wurde ein Bienenhaus mit zehn Bienenstöcken in den Farben der Schweiz aufgestellt. Jeder Bienenstock enthält eine Inschrift mit einem der UNO-Ziele, die den aussenpolitischen Zielen der Schweiz entsprechen, wie zum Beispiel «Frieden», «Menschenrechte» oder «humanitäre Angelegenheiten».
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