Die Schweiz verurteilt den Atomwaffentest der Demokratischen Volksrepublik Korea - Stellungnahme des EDA

Bern, Medienmitteilung, 12.02.2013

Die Schweiz verurteilt den erneuten Atomwaffentest, den die Demokratische Volksrepublik Korea nach eigenen Angaben am 12. Februar 2013 durchgeführt hat. Er stellt eine Verletzung der Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats dar, gefährdet den Frieden und die Sicherheit in der Region und läuft den Bemühungen der internationalen Gemeinschaft im Bereich der Nichtverbreitung von Kernwaffen zuwider, insbesondere was die Umsetzung des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen anbelangt.

In seinen Resolutionen 1718 (Oktober 2006), 1874 (Juni 2009) und 2087 (22. Januar 2013) fordert der UNO-Sicherheitsrat die Demokratische Volksrepublik Korea auf, auf verifizierbare und unumkehrbare Weise auf sämtliche Nuklear- und Raketenprogramme zu verzichten. Die Schweiz verurteilt – gleich wie bei den zwei vorangehenden Nuklearversuchen der Demokratischen Volksrepublik Korea – diesen erneuten Versuch.

Die Schweiz ist überzeugt, dass die Nuklear- und Sicherheitsproblematik auf der koreanischen Halbinsel einzig auf dem Verhandlungsweg und auf diplomatischer Ebene gelöst werden kann. In diesem Sinn unterstützt sie die Wiederaufnahme der Sechsparteigespräche. Zudem ist sie weiterhin bereit, auf Ersuchen hin die Anstrengungen um Stabilität und Frieden auf der Halbinsel zu unterstützen.

Die Schweiz setzt sich aktiv für die Nichtverbreitung und vollständige Abrüstung von Kernwaffen ein, deren Einsatz katastrophale humanitäre Auswirkungen hätte. Sie hat die Demokratische Volksrepublik Korea bei verschiedenen Gelegenheiten angehalten, dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Nuklearwaffen (NVV), von dem das Land 2003 zurückgetreten ist, wieder beizutreten und das mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) vereinbarte Safeguard-Abkommen umzusetzen.


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