Hinweis: Die Texte in allen Rubriken, mit Ausnahme «Erreichte Resultate», beschreiben die Situation vor Projektbeginn.
Stärkung der Zivilgesellschaft
Durch den Schweizer Erweiterungsbeitrag wird in allen Partnerländern ausser Malta ein Unterstützungsfonds für Nichtregierungsorganisationen (NGO-Fonds) finanziert. Diese Fonds sollen die Mitwirkung der Zivilgesellschaft an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes fördern und stärken. Der Gesamtbeitrag aller NGO-Fonds beträgt rund 61 Millionen Franken.
| Land/Region | Thema | Periode | Budget |
|---|---|---|---|
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Ungarn |
Zivilgesellschaft stärken
Nichtregierungsorganisationen
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01.04.2011
- 31.10.2015 |
CHF 5'000'000
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- Established and implemented effective NGO Block Grant management system (including open calls, information activities, transparent selection of submitted projects, training programmes and consultations)
- Successfully implemented 205 – 265 projects to achieve goals such as social-service delivery in co-ordination / partnership between NGOs and the state; improved standards of delivered social services; involvement of environmental NGOs in policy decisions; raised public awareness of preserving the environment
- National State Institute North
-
Sektor nach Kategorisierung des Entwicklungshilfeekomitees der OECD Unallocated Unspecified
Sub-Sektor nach Kategorisierung des Entwicklungshilfeekomitees der OECD Sectors not specified
Querschnittsthemen Projekt berücksichtigt Demokratisierung, gute Regierungsführung und Menschenrechte als Querschnittsthema.
Unterstützungsform Erweiterungsbeitrag
Projektnummer 7F07841
| Hintergrund |
There is an abundance of NGOs in Hungary with about 60,000 registered organisations. The major concern is their financial viability, the quality of their services and their long-term sustainability. Based on a preliminary concept paper regarding the NGO sector in Hungary, the aim of the Swiss Contribution is not new start-ups but to assist in strengthening the sector in its current form. There is a solid pool of environmental and social-service related NGOs to facilitate work with the focus regions. |
| Ziele |
The NGO Block Grant supports vulnerable persons and children as well as activities to preserve the environment. Its specific objectives are to strengthen NGOs’ institutional capacities and to deliver in cooperation with state institutions high-quality services in the social and the environmental sectors. |
| Zielgruppen |
Inhabitants of the two focus regions, civil society organisations and state actors – as potential partners - active in the focus region in social services and environment. |
| Aktivitäten |
The Block Grant disburses the funds over three years through open calls for offers from NGOs in the social-service and environment sectors. Small projects range from small initiatives (CHF 2’000 – 9’999) to medium (CHF 10’000 – 49’999) and large projects (CHF 50’000 – 200’000). In cooperation with the state, NGOs deliver urgently needed social and environmental services for the benefit of the local people living in the focus regions. |
| Resultate |
Erreichte Resultate:
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| Verantwortliche Direktion/Bundesamt |
DEZA |
| Kreditbereich |
Schweizer Beitrag an die erweiterte EU |
| Projektpartner |
Vertragspartner Ausländische staatliche Institution |
| Budget | Laufende Phase Schweizer Beitrag CHF 5'000'000 Bereits ausgegebenes Schweizer Budget CHF 4'132'055 |
| Projektphasen |
Phase 1 01.04.2011 - 31.10.2015 (Completed) |
Seit Anfang der 1990er-Jahre hat sich die Zivilgesellschaft in den neuen EU-Mitgliedstaaten zwar erheblich weiterentwickelt, im Vergleich zu den alten Mitgliedstaaten ist sie aber nach wie vor bescheiden. Es entstanden zunächst verschiedene Strukturen, welche die Befriedigung der von den neuen demokratischen Regierungen teilweise vernachlässigten Grundbedürfnisse gewährleisten sollten.
Ein starker NGO-Sektor ist wichtig für die Zivilgesellschaft
Die Fonds für Nichtregierungsorganisationen in allen neuen EU-Mitgliedstaaten ausser Malta ermöglichen die wichtige Förderung der Zivilgesellschaft in diesen Ländern. Dadurch werden der NGO-Sektor und die Zivilgesellschaft in den betroffenen Ländern gestärkt. Oft profitieren besonders die ärmeren und sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten von einem ausgebauten Dienstleistungsangebot von NGOs.
In den meisten Ländern befindet sich der NGO-Fonds Mitte 2012 in der Umsetzungsphase, erste Projekte konnten bereits ausgewählt und mit deren Realisierung durch die involvierten Organisationen begonnen werden. Einige Länder, wie etwa die baltischen Staaten, haben bereits sämtliche finanziellen Mittel auf Projekte verpflichten können.
NGOs – unentbehrliche Akteure
Die Zivilgesellschaft fördert durch die Formulierung von Konzepten und durch ihre Aktivitäten (in Bereichen wie verletzliche Gruppen, Minderheiten, Umwelt und Kultur) die Demokratisierung. Zudem trägt sie dazu bei, dass die staatlichen Behörden effizienter arbeiten, indem sie dafür sorgt, dass die Anliegen der Bevölkerung besser berücksichtigt werden. Dies gilt sowohl für konkrete Aktionen auf lokaler Ebene wie auch für die Anwaltschaft auf regionaler und nationaler Ebene. NGOs decken somit oft vielseitige Aufgabenbereiche im alltäglichen Leben ab.
Durch die NGO-Fonds werden insbesondere Projekte in den Bereichen Soziales und Umwelt unterstützt. Mehr als die Hälfte der bewilligten Projekte werden auf diese beiden Themen fallen. Jedoch finanziert die Schweiz auch weitere Projektthemen, wie der vermehrte Einbezug der Zivilbevölkerung am politischen Entscheidungsprozess und die Zusammenarbeit von NGOs und Gemeinden.
Schweizer Organisationen verfügen über wertvolle Erfahrungen
Durch den Einbezug von Schweizer Partnern in Projekten können die NGOs auch von Schweizer Fachwissen profitieren. Insgesamt werden gegen zwanzig Prozent der Projekte mit Schweizer Beteiligung umgesetzt. Das Schweizer Fachwissen und die Erfahrungen für die in einem neuen Umfeld agierenden und daher oft unerfahrenen NGOs in den Partnerländern sind von grossem Wert und können vielseitig eingesetzt werden. So unterstützten Schweizer NGOs ihre Partner unter anderem bezüglich einer Zusammenarbeit mit der Regierung, der Förderung von jungen freiwilligen Helfern oder sogar bei der Buchführung. Durch das Schweizer Know-how können die Organisationen in den Partnerländern direkt effiziente und effektive Projekte um- und ihre finanziellen und menschlichen Ressourcen bestmöglich einsetzen.
Gezielte Unterstützung der Zivilgesellschaft – auch für die Schweiz von Interesse
Dank Partnerschaften mit Organisationen in den Partnerländern können schweizerische Organisationen ihre Netzwerke und ihr Fachwissen weiterentwickeln. Diese Partnerschaften werden durch die Mechanismen der NGO-Fonds unterstützt. Zudem profitiert die Schweiz von der Tätigkeit von NGOs, weil viele der Themen wie etwa wirtschaftlicher Austausch, Migration und Umweltschutz miteinander zusammenhängen und von internationaler und teilweise sogar globaler Relevanz sind.
Projekte werden bei der nationalen Institution eingereicht, die mit der Verwaltung der Fonds beauftragt worden ist. Insgesamt werden mehrere tausend Projektvorschläge eingehen. Ein breit abgestütztes Auswahlkomitee im Land entscheidet über die Finanzierung der Projekte.
Durch die im Rahmen des Schweizer Erweiterungsbeitrags eingerichteten NGO-Fonds
werden rund 700 Projekte im Gesamtumfang von 61,2 Millionen Schweizer Franken mitfinanziert.
wird der NGO-Sektor in den jeweiligen Ländern gestärkt und somit die Zivilgesellschaft unterstützt.
werden in etwa 150 NGO-Kleinprojekten auch Partnerschaften zwischen ausländischen und schweizerischen Organisationen zu Stande kommen.
werden Projekte mehrheitlich in den Bereichen Umwelt und Soziales, aber auch zu weiteren Themen umgesetzt.
ProjektbeispielePflege und Unterstützung bei FrühgeburtenEstland Dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Tartu Universitätsspital unterstützt Familien mit Frühgeburten, sowie mit Neugeborenen, die schwerwiegende Krankheiten oder Behinderungen aufweisen. Es umfasst Beratung und Begleitung der betroffenen Eltern. Sicherheit für betagte und behinderte Menschen zu Hause Estland Die Idee dieses Projekts ist ein Alarmsystem, das in Wohnungen von betagten und behinderten Menschen angebracht wird. Das Betätigen eines Alarmknopfes ruft freiwillige Helferinnen und Helfer aus dem Quartier, die dann rasch bei benötigter Hilfe vor Ort sein können. Das zögert das Eintreten ins Spital oder ein Pflegeheim hinaus, was sehr teuer sein kann. Jugendliche aufklären über die Rolle der Zivilgesellschaft Polen In Zusammenarbeit mit Jugendlichen an verschiedenen Gymnasien werden Theaterstücke entwickelt, durch die Gleichaltrige von anderen Schulen sensibilisiert und aufgeklärt werden über die Rolle der Zivilgesellschaft. Aus diesem Material entsteht ein Schulbuch für die Oberstufe zum Thema öffentliches Leben und demokratische Grundrechte und –pflichten. Begleitung von Strafgefangenen in die Freiheit Estland Strafgefangene werden ein halbes Jahr vor Entlassung auf den Moment vorbereitet und in der ersten Zeit in Freiheit durch einen Berater begleitet. Dieser unterstützt den Betroffenen bei der Wohnungs- und Stellensuche, beim Wiedereingliedern in die Gesellschaft und bei administrativen Hürden. Diese Massnahmen verringern die Chance auf einen Rückfall in die Illegalität und Kriminalität. Jugendarbeit in Vororten von Riga Lettland Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen und mit kriminellen Neigungen sind das Zielpublikum: mit ihnen werden Kurse durchgeführt, in denen sie Interesse und Fähigkeiten bei sich selber entdecken, beispielsweise im Bereich Handwerk, Kunst, Kochen und Fotografie. Ziel ist, Neugierde zu entwickeln und Lernbarrieren abzubauen. |