Was ist sexuelle Belästigung?

Als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz gilt jedes belästigende Verhalten sexueller Natur und jedes andere Verhalten aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit, das von einer Seite unerwünscht ist und das eine Person in ihrer Würde verletzt.

Ausschlaggebend ist nicht die Absicht der belästigenden Person, sondern wie ihr Verhalten bei der betroffenen Person ankommt. Es geht nicht um einen Flirt oder eine Liebesbeziehung. Sexuelle Belästigung kann mit Worten, Gesten oder Taten, welche die andere Person demütigen, ausgeübt werden. Dazu einige Beispiele:

  • anzügliche und zweideutige Bemerkungen über das Äussere von Kolleginnen und Kollegen
  • sexistische Bemerkungen und Witze über sexuelle Merkmale, sexuelles Verhalten und die sexuelle Orientierung von Kolleginnen und Kollegen
  • Vorzeigen, Aufhängen, Auflegen oder Verschicken (auch elektronisch) von pornographischem oder sexistischem Material
  • unerwünschte Einladungen mit eindeutiger Absicht
  • unerwünschte Körperkontakte
  • Verfolgen von Kolleginnen und Kollegen innerhalb oder ausserhalb des Arbeitsplatzes
  • Annäherungsversuche (auch schriftliche oder elektronische Mitteilungen), die mit Versprechen von Vorteilen oder Androhen von Nachteilen einhergehen
  • sexuelle Übergriffe, Nötigung oder Vergewaltigung.

Wenn sexuelle Belästigung während der Freizeit ausgeübt wird, besteht dann ein Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz, wenn die Handlung die beruflichen Beziehungen beeinträchtigt.