Reisehinweise für: Thailand
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Letzte Aktualisierung: 13.11.2009 Unverändert gültig: |
Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. |
Wegen der anhaltenden politischen Krise finden in Thailand und besonders in Bangkok immer wieder grössere politische Demonstrationen statt. Im November 2008 und April 2009 forderten gewalttätige Ausschreitungen mehrere Verletzte und Tote. Im November 2008 wurden ausserdem in Bangkok mehrere Attentate auf die Demonstranten verübt, und Demonstranten blockierten die internationalen Flughäfen.
Seit Anfang November 2009 nehmen die Spannungen zwischen den beiden politischen Lagern erneut zu. Es muss im ganzen Land vermehrt mit Demonstrationen gerechnet werden. Dabei kann es zu Ausschreitungen kommen. Während Ausschreitungen kann die Regierung den Ausnahmezustand verhängen. Dies bedeutet, dass zum Beispiel Versammlungen von mehr als fünf Personen verboten sind und die Medienfreiheit eingeschränkt werden kann. Streiks können nicht ausgeschlossen werden. Als Folge von Demonstrationen und Streiks kann es zu erneuten Verkehrsbehinderungen kommen, auch im internationalen (Luft-)Verkehr.
Im Falle von Verkehrsbehinderungen durch Unruhen oder Streiks bleibt den Reisenden nichts anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die schweizerische Botschaft in Bangkok hat bei Verkehrsbehinderungen nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Aus- oder Weiterreise.
Am 31. Dezember 2006 explodierten in Bangkok mehrere Bomben und forderten einige Todesopfer und Verletzte. Die Hintergründe sind unklar. Die thailändische Regierung hat die Sicherheitsmassnahmen vor allem in den Touristenzentren und in Bangkok erhöht. Dennoch können weitere Attentate im ganzen Land nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam. (Standard-Anpassung)
Halten Sie sich über die Medien auf dem Laufenden, und befolgen Sie die Anweisungen der thailändischen Behörden. Planen Sie genügend Zeit und finanzielle Mittel ein. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter, und meiden Sie Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen jeder Art. Lassen Sie Vorsicht walten, besonders in den bekannten touristischen Vergnügungsstätten, auf Märkten und bei Sehenswürdigkeiten.
Auskunft über die Flugverbindungen erteilen die Fluggesellschaften und Reisebüros.
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Bangkok: In Bangkok finden seit Ende August 2008 grössere politische Demonstrationen statt. Dabei ist es wiederholt zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, vor allem in der Umgebung von Regierungsgebäuden. Weichen Sie Demonstrationen jeder Art aus.
Süden des Landes: In den Provinzen Pattani, Yala, Narathiwat und Songkhla werden seit einigen Jahren und mit zunehmender Intensität Anschläge durch radikale muslimische Gruppierungen verübt. Die Anschläge richten sich vor allem gegen öffentliche Einrichtungen (Polizei, Eisenbahn, Schulen etc.). Auch unbeteiligte Zivilisten werden Opfer von Gewalttaten. Seit Ende 2007 werden vermehrt Anschläge auf Hotels oder Märkte verübt. Es ist zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und Sicherheitskräften gekommen. Von Reisen in die Provinzen Pattani, Yala, Narathiwat und Songkhla wird abgeraten.
In der Provinz Satun ist erhöhte Vorsicht geboten. Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei den lokalen Behörden über die aktuelle Situation.
Alle Grenzzonen: In allen Grenzzonen sind noch einzelne Minenfelder vorhanden. Halten Sie sich an die häufig benutzten Strassen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung.
Grenzgebiet zu Myanmar: In den ländlichen Gebieten sind teilweise bewaffnete Banden aktiv. Lassen Sie sich bei Ausflügen ausserhalb der Städte von einem erfahrenen, lokalen Reiseführer begleiten.
Grenzgebiet zu Kambodscha: Der Grenzkonflikt um den Tempel Preah Vihear im Osten des Landes hat sich zugespitzt. Thailändische und kambodschanische Truppen stehen sich beim Tempel gegenüber. Am 15. Oktober 2008 kam es zu einem Schusswechsel. Meiden Sie das Gebiet um den Tempel Preah Vihear grossräumig.
Vor allem in den Städten sind folgende Delikte relativ häufig: Entreissdiebstähle durch Motorradfahrer, Taschendiebstähle, sowie Delikte, die auf schnelle Bekanntschaften in Bars zurückzuführen sind. Auch Sexual- und andere Gewaltdelikte sind zu verzeichnen. Beachten Sie unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:
- Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
- Benutzen Sie nur lizenzierte Taxis (Hoteltaxis oder sog. "Taxi Meter"). Fahrgäste von inoffiziellen Taxis sind wiederholt bedroht und erpresst worden, besonders am Bangkoker Flughafen.
- Nehmen Sie in Bars von Unbekannten keine Getränke oder Esswaren an, und lassen Sie Ihre Drinks nicht unbeaufsichtig stehen. Es kommt vor, dass diese mit Betäubungsmitteln versetzt werden, um das Opfer zu berauben.
- Lassen Sie auf der Insel Koh Phangan erhöhte Vorsicht walten, besonders während der Vollmondpartys. Wiederholt sind Vergewaltigungen und andere gewaltsame Überfälle (mit Todesfolge) gemeldet worden. Oft sind Getränke im Spiel, die mit Betäubungsmitteln versetzt worden sind.
- Unternehmen Sie Trekking-Touren in den nördlichen Landesteilen ausschliesslich in Begleitung eines anerkannten, ortskundigen Führers.
- Frauen wird empfohlen, generell ihrer persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken, sich angemessen zu kleiden und nach Einbruch der Dunkelheit unbeleuchtete Strassen und einsame Gegenden zu meiden.
Verschiedene Betrügereien kommen vor. Die Kriminellen sind einfallsreich, und es wird berichtet, dass teilweise korrupte Polizeibeamte involviert sein sollen. Die folgende Aufzählung ist nicht abschliessend:
- Setzen Sie Ihre Kreditkarte mit Vorsicht ein, denn Missbrauch ist verbreitet.
- Misstrauen Sie Kundenfängern, die auf offener Strasse Touristen ansprechen und Edelsteine oder andere Waren anbieten oder Geschäfte mit besonders günstigen Angeboten resp. Rabatten empfehlen. Thais sind von Natur aus eher reserviert und sprechen Fremde in der Regel nicht ohne weiteres an.
- Es kommt vor, dass Visumagenturen und Reisebüros anbieten, die Verlängerung des thailändischen Visums für ihre Kunden zu erledigen und dabei illegale Praktiken anwenden. Hohe Haftstrafen sind die Folge für den Passinhaber. Beantragen Sie deshalb bei Bedarf die Verlängerung des Visums persönlich bei einem der offizellen "Immigration Offices" im Land.
- Auf Märkten und im Dutyfree Shop des Bangkoker Flughafens sind Touristen wiederholt des versuchten Diebstahls beschuldigt worden, weil sie Waren von einem Stand zum anderen getragen hatten. Die herbeigerufenen Polizeibeamten forderten eine überhöhte Kaution, um die Touristen vor einer Haftstrafe zu bewahren. (Haftstrafen für Diebstähle entsprechen dem thailändischen Gesetz.) Beachten Sie auf Märkten und in Läden die Abtrennungen zwischen den einzelnen Ständen / Abteilungen. Tragen Sie vor der Bezahlung keine Waren von einem Stand zum anderen. Benutzen Sie in Läden die Einkaufskörbe. Wird Ihnen mit Verhaftung gedroht, kontaktieren Sie die schweizerische Botschaft in Bangkok.
Das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer stellt ein erhebliches Unfallrisiko dar, besonders auch für Motorradfahrer. Am Strand oder auf der Strasse angebotene Mietwagen und Motorfahrräder entsprechen nicht immer dem erwarteten Standard in Bezug auf Wartung und Versicherung. Es ist deshalb ratsam, Fahrzeuge bei einer bekannten Gesellschaft zu mieten.
Die Qualität der Sicherheitsvorkehrungen und des Materials für den Wassersport ist sehr unterschiedlich. Berücksichtigen Sie ausschliesslich Firmen mit einer Lizenz der thailändischen Behörden und mit einer Versicherungsdeckung.
Glücksspiele um Geld sind verboten. Das thailändische Königshaus geniesst uneingeschränkten Respekt; unbedachte Äusserungen oder Handlungen (z.B. das Zerknüllen einer Banknote mit dem Portrait des Königs) können mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden.Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigem Freiheitsentzug (bis lebenslänglich) geahndet, in besonders gravierenden Fällen sogar mit der Todesstrafe. Die Haftbedingungen sind hart.
Der grösste Teil der Bevölkerung Thailands bekennt sich zum Buddhismus. Die malaiisch-stämmige Bevölkerung in den südlichen Provinzen nahe der Grenze zu Malaysia ist mehrheitlich muslimisch. Passen Sie Verhalten und Kleidung den lokalen Gepflogenheiten an.
Thailand liegt in einer Erdbebenzone. Erdbeben können ausser Verwüstungen auf dem Land auch Flutwellen verursachen.
Während der Regenzeit (Mai bis Oktober/November) kann es hauptsächlich in den nordöstlichen Provinzen zu verheerenden Überschwemmungen kommen.
Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizerische Botschaft in Bangkok.
In abgelegenen Gebieten können Personen mit einem negativen Rhesusfaktor unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Neben anderen (Tropen-)Krankheiten treten auch Bilharziose (in Süsswasserseen) und Tuberkulose auf.
Notruf Polizei: 191
Touristenpolizei in Bangkok: 02-281 5051
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.
