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StellungnahmeVeröffentlicht am 1. März 2026

Stellungnahme: Situation im Iran

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verfolgt die politische und gesellschaftliche Situation im Ausland und publiziert spezifische Stellungnahmen. Die Stellungnahmen des EDA orientieren sich an den Zielen und Schwerpunkten der Schweizer Aussenpolitik, wie sie z.B. in der Bundesverfassung, der Aussenpolitischen Strategie des Bundesrates sowie in weiteren thematischen und geografischen Strategien enthalten sind.

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Informationen für Schweizer Staatsangehörige

  • Schweizer Reisenden wird empfohlen, die Reise-App des EDA Travel Admin herunterzuladen und ihre Reise zu registrieren. Reisende, die aus der Region ausgereist sind, werden gebeten, ihre Daten auf Travel Admin anzupassen bzw. die registrierte Reise zu beenden.
  • In dringenden Fällen kann die Helpline EDA in Bern rund um die Uhr unter +41 800 24 7 365 / +41 58 465 33 33 oder per E-Mail helpline@eda.admin.ch kontaktiert werden.
  • Schweizer Staatsangehörige können sich bei Notfällen auch an die nächstgelegene schweizerische Vertretung wenden.
  • Schweizer Staatsangehörige vor Ort sind zudem angehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.
  • Ausreisewillige Schweizer Staatsangehörige sollten sich bei den Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern über Ausreisemöglichkeiten informieren.
  • Das EDA führt keine organisierte Ausreise für Schweizer Staatsangehörige aus der Region durch.
  • Der Entscheid, die Region zu verlassen erfolgt auf eigene Verantwortung und Kosten der ausreisenden Person (Art. 48 ASG).
  • Seit dem 02.08.2024 rät das EDA generell von Reisen in den Iran ab.
  • Seit dem 28.02.2026 rät das EDA generell von Reisen nach Israel und die besetzten palästinensischen Gebiete ab (bis zum 28.02 wurde von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Israel abgeraten).
  • Seit dem 1. März 2026 rät das EDA von touristischen und nicht dringenden Reisen nach Bahrain, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Saudi-Arabien und Jordanien ab.
  • Die Reisehinweise entsprechen der aktuellen Einschätzung der Sicherheitslage vor Ort. Diese werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Bitte beachten Sie auch die länderunabhängigen Reiseinformationen auf der gleichen Webseite.
  • Die Schweiz kann im Falle einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage ihre Dienstleistungen unter Umständen nur noch beschränkt oder gar nicht mehr erbringen und in Notfällen nur noch eingeschränkt Hilfe leisten. Es gelten die Prinzipien der Eigenverantwortung und der Subsidiarität gemäss Auslandschweizergesetz.

01.03.2026 – Die schweizerischen Vertretungen in der Region

  • Die schweizerische Botschaft im Iran ist zurzeit operationell und erbringt beschränkte konsularische Dienstleistungen. Das Personal ist wohlauf. Der Normalbestand der Vertretungen in Teheran beträgt 14 Schweizer und 23 lokale Mitarbeitende. Die Anzahl Botschaftspersonal vor Ort ist gemäss der laufenden Lagebeurteilung angepasst. Begleitpersonen sind keine mehr vor Ort.
  • Die Schweizer Botschaft in Tel Aviv ist operationell. Das Personal ist wohlauf. Der Normalbestand der Vertretungen in Tel Aviv beträgt 6 Schweizer und 14 lokale Mitarbeitende. Die Anzahl Botschaftspersonal vor Ort ist gemäss der laufenden Lagebeurteilung angepasst.
  • Alle restlichen Vertretungen in der Region sind operationell. Das Personal ist wohlauf.
  • Wie alle Schweizer Vertretungen im Ausland verfügen alle Vertretungen in der Region über die notwendigen Sicherheits- und Krisendispositive. Diese werden laufend überprüft und angepasst. In den Dispositiven sind auch Notfallplanungen enthalten. Zu konkreten Massnahmen und Vorkehrungen äussert sich das EDA nicht.

28.02.2026 – Stellungnahme des EDA

Die Schweiz ist zutiefst besorgt über die heutigen Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran sowie über die gefährliche und sich rasch ausweitende Eskalation nach den Militärschlägen und Angriffen auf Golfstaaten und im gesamten Nahen Osten.

Die Schweiz fordert die uneingeschränkte Einhaltung des Völkerrechts, einschliesslich der Charta der Vereinten Nationen und des humanitären Völkerrechts. Sie ruft alle Parteien zu grösstmöglicher Zurückhaltung auf und fordert den Schutz der Zivilbevölkerung sowie der zivilen Infrastruktur.

Die Schweiz bedauert jede Entwicklung, die zu einer Verschärfung der Spannungen beiträgt. Sie ist überzeugt, dass Konflikte langfristig nur auf diplomatischem Weg gelöst werden können. Die Guten Dienste der Schweiz stehen weiterhin allen beteiligten Parteien zur Verfügung. Wie bei den jüngsten Gesprächen in Genf unter Vermittlung des Sultanats Oman ist die Schweiz bereit, jeden diplomatischen Prozess zu unterstützen, der zur Deeskalation und zur Rückkehr zum Dialog führt.

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Iran

Die Schweizer Vertretung in Teheran ist operationell. Das Schweizer Botschaftspersonal wurde in den letzten Tagen von 14 auf 10 Personen reduziert. Der Botschafter ist vor Ort. Das Botschaftspersonal ist wohlauf. Wie alle Schweizer Vertretungen im Ausland verfügen auch die Vertretungen in Teheran über die notwendigen Sicherheits- und Krisendispositive. Diese werden laufend überprüft und angepasst. In den Dispositiven sind auch Notfallplanungen enthalten. Zu konkreten Massnahmen und Vorkehrungen äussert sich das EDA nicht.

Das EDA rät seit August 2024 von Reisen in den Iran ab. Die Reisehinweise für den Iran entsprechen der aktuellen Einschätzung der Sicherheitslage vor Ort. Diese werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Im Iran sind rund 180 Schweizer Staatsangehörige angemeldet, wovon eine deutliche Mehrheit auch die iranische Staatsbürgerschaft besitzt. Fünf Personen sind auf Travel Admin als Reisende registriert.

Der Schweizer Kanal, welcher im Rahmen des Schutzmachtmandats die Interessen der USA im Iran wahrnimmt, ist aktiv. Er steht beiden Seiten und in beide Richtungen zur Verfügung.

Israel

Die Schweizer Vertretung in Tel Aviv ist operationell. Aktuell zählt die Botschaft fünf Schweizer und 13 lokale Mitarbeitende. Der Botschafter ist vor Ort. Wie alle Schweizer Vertretungen im Ausland verfügt auch die Vertretung in Tel Aviv über die notwendigen Sicherheits- und Krisendispositive. Diese werden laufend überprüft und angepasst. In den Dispositiven sind auch Notfallplanungen enthalten

Die Reisehinweise für Israel wurden heute Morgen angepasst. Neu wird generell von allen Reisen nach Israel abgeraten.

In Israel sind rund 25'000 Schweizer Staatsbürger gemeldet, wovon eine deutliche Mehrheit auch die israelische Staatsbürgerschaft besitzt. 20 Personen sind auf TravelAdmin als Reisende registriert.

Das EDA führt keine organisierten Ausreisen für Schweizer Staatsangehörige durch. Schweizer Staatsangehörige im Iran und in Israel sind angehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.

Kontakt

Kommunikation EDA
Generalsekretariat GS-EDA
Bundeshaus West
3003 Bern