Schokolade

Schweizer Schokolade ist weltbekannt. Sie verdankt ihren guten Ruf den innovativen Ideen von Schweizer Chocolatiers im 19. Jahrhundert.

Längsreibmachine zur Schokoladenherstellung
Eine Längsreibmachine oder «Conche», mit der homogene und auf der Zunge zartschmelzende Schokolade hergestellt werden kann. © CHOCOSUISSE, Verband Schweizerischer Schokoladefabrikanten, www.chocosuisse.ch

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit der weltweit höchsten Schokoladenproduktion und hat weltweit den höchsten Schokoladenkonsum pro Kopf. Im Jahr 2015 haben die 18 wichtigsten Schokoladenproduzenten mehr als 180’000 Tonnen Schokolade hergestellt, wovon 64% ins Ausland verkauft wurde. Zu den grössten Schokoladenherstellern in der Schweiz gehören Nestlé, Lindt & Sprüngli und Frey.

Die ersten Schokoladenfabriken entstanden Ende des 18. Jahrhunderts in der welschen Schweiz, in Vevey, Morges und Lausanne, sowie im Tessiner Val di Blenio. Im Laufe des 19. Jahrhunderts weitete sich die Schokoladenproduktion aus. Automatisierte Herstellungsverfahren liessen die Preise sinken und die Schokolade fand zunehmend grössere Abnehmerkreise.

Eine Reihe von Erfindungen stammen von Schweizer Chocolatiers. So hat Daniel Peter als erster bereits im Jahr 1875 Kondensmilch von Nestlé mit Kakao vermischt und auf diese Weise Milchschokolade hergestellt. Zusammen mit Nachkommen von Charles-Amédée Kohler, einem der Erfinder der Schokolade mit Haselnüssen, gründete Peter eine Firma. Und 1879 eröffnete Rudolf Lindt in Bern eine Schokoladefabrik und entwickelte die Conchiermaschine, womit erstmals in der Geschichte schmelzende Schokolade hergestellt werden konnte.

Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts wurden einzelne Fabriken von grossen Lebensmittelkonzernen aufgekauft, beispielsweise Cailler im Jahr 1929 von Nestlé. Andere kleinere Produzenten konnten ihre Eigenständigkeit bewahren und pflegen bis heute die Tradition der handwerklichen Schokoladenherstellung.

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