Bundesrat

Der Bundesrat ist das ausführende Organ der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Seine Mitglieder vertreten die wichtigsten politischen Parteien der Schweiz.

Der Gesamtbundesrat 2017 (v.l.): Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Bundesrat Didier Burkhalter, Bundesrat Alain Berset (Vizepräsident), Bundespräsidentin Doris Leuthard, Bundesrat Ueli Maurer, Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Bundesrat Guy Parmelin, Bundeskanzler Walter Thurnherr © Schweizerische Bundeskanzlei

Die Landesregierung der Schweiz setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen, die von der Vereinigten Bundesversammlung gewählt werden. Jeder Bundesrat wird alternierend nach dem Anciennitätsprinzip für ein Jahr ebenfalls von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Der Bundespräsident leitet die Regierungssitzungen und nimmt Repräsentationspflichten, namentlich im Ausland wahr. 

Im Sinne der Konkordanzdemokratie verpflichten sich die Parteien aller Schattierungen zur Zusammenarbeit in der Regierung. Der Bundesrat ist eine Kollegialbehörde, was bedeutet, dass sämtliche Mitglieder des Bundesrates seine Beschlüsse nach aussen zu vertreten haben, selbst dann, wenn sie persönlich anderer Meinung sind.

Zusammensetzung und Funktion

Gegenwärtig setzt sich der Bundesrat aus 2 Vertretern der Freisinnigen Partei (FDP), 2 Vertretern der Sozialdemokratischen Partei (SP), 2 Vertretern der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und 1 Vertreterin der Christlichdemokratischen Partei (CVP) zusammen. Jedes Bundesratsmitglied ist Vorsteher eines eidgenössischen Departements. 

Die Mitglieder des Bundesrates treffen sich in der Regel einmal wöchentlich zur gemeinsamen Bundesratssitzung. Diese behandelt jährlich zwischen 2000 und 2500 Geschäfte, die von den einzelnen Departementen und von der Bundeskanzlei, der Stabsstelle des Bundesrates, vorbereitet werden. Der Bundeskanzler nimmt mit beratender Stimme an den Sitzungen des Bundesrates teil.