Infrastruktur

Im internationalen Vergleich ist die Telekommunikations-Infrastruktur der Schweiz gut ausgebaut und von hoher Qualität. Dies verschafft dem Wirtschaftsplatz Schweiz einen beträchtlichen Vorteil gegenüber der internationalen Konkurrenz.

Freileitungsmasten vor Alpenpanorama
© Alexander Dietz

Der Schweizer Telekommunikationsmarkt wird von privaten Unternehmen dominiert, wobei allerdings auch der Staat (die Eidgenossenschaft ist Hauptaktionär von Swisscom) hohe Summen investiert. Seit der Marktliberalisierung in den 90er-Jahren herrscht lebhafte Konkurrenz nicht nur unter den verschiedenen Anbietern, sondern auch in Bezug auf unterschiedliche Technologien (Festnetz, Mobilnetz und Internet). 

Bei der Festnetz-Telefonie sind nahezu 100% aller Haushalte ans Kabelnetz der Swisscom angeschlossen. Beim Kabelfernsehen gibt es ungefähr 300 nationale und lokale Netze, die rund 74% der Haushalte abdecken. Die Firma UPC ist in diesem Bereich Marktführerin, gefolgt von Swisscom. 

Die Schweiz verfügt ausserdem über eines der dichtesten ADSL-Breitbandnetze der Welt. Die Kapazität der Telekommunikationsnetze dürfte dank des Ersatzes der Kupfer- durch Glasfaserkabel bis zu den Hausanschlüssen in Kürze spürbar zunehmen. 

Die Drahtlos-Übermittlungstechnologien lassen sich in zwei Kategorien aufteilen: die terrestrische Rundfunkübertragung zum Empfang von Radio- und TV-Signalen und die Mobiltelefonie für den interaktiven Sprach- und Datenverkehr. Letztere deckt dank der rund 18’860 Sendeanlagen in drei nationalen Mobilfunknetzen (GSM), 3G/UMTS und 4G/LTE praktisch 100% der Bevölkerung ab.