Der Bund setzt sich ein

Aussensicht des Bundeshauses in Bern.
Zur Umsetzung der Agenda 2030 wurde ein interdepartementaler Prozess lanciert. © John Chu

Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 haben sich alle Staaten bereit erklärt, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 gemeinsam zu erreichen – auch die Schweiz. Zur Umsetzung der Agenda 2030 hat der Bund Anfang 2016 einen interdepartementalen Prozess begonnen. Bis Frühjahr 2018 wird geklärt, in welchen Bereichen besonderer Handlungsbedarf besteht, welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen und wie die Umsetzungsarbeiten koordiniert werden.

Der Bundesrat misst der Agenda 2030 grosse Bedeutung zu: Zwar ist die Agenda völkerrechtlich nicht verbindlich, der Bundesrat ist jedoch gewillt, sie sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene umzusetzen. Die Umsetzung soll durch bestehende Instrumente und Politiken erfolgen, insbesondere durch die Strategie Nachhaltige Entwicklung, die Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit der Schweiz 2017–2020 und über die bestehenden nationalen und internationalen Sektoralpolitiken, inklusive deren bilateralen und multilateralen Übereinkommen.

Arbeiten des Bundes

Nach der Verabschiedung der Agenda 2030 im September 2015 hat der Bundesrat das weitere Vorgehen festgelegt. Ein zentraler Schritt ist die Ermittlung des Handlungsbedarfs, der in der Schweiz in Bezug auf die Zielerreichung vorliegt. Weiter wird eine Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen, Gemeinden und nicht-staatlichen Akteuren angestrebt, damit die bestehenden Lücken zur Zielerreichung ermittelt und wirkungsvoll angegangen werden können. Zudem wird das Indikatorensystem Monitoring der Nachhaltigen Entwicklung (MONET) des Bundes erweitert, um den Fortschritt der Zielerreichung beobachten zu können.

«Arbeitsgruppe Agenda 2030 national»

Zur Umsetzung der Agenda 2030 hat der Bund Anfang 2016 einen interdepartementalen Prozess begonnen. Die Arbeiten werden durch die «Arbeitsgruppe Agenda 2030 national» koordiniert. Die Arbeitsgruppe wird gemeinsam vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) geleitet. Darin vertreten sind die Bundesämter für Umwelt (BAFU), Gesundheit (BAG), Landwirtschaft (BLW), Statistik (BFS), die politische Direktion des EDA (Abteilung Sektorielle Aussenpolitik) und die Bundeskanzlei (BK).