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Situation im Nahen und Mittleren Osten

Krise

Aktualisiert am 18. März 2026

Stellungnahme der Schweiz und Informationen für Schweizer Staatsangehörige und Reisende in der Region.

Veröffentlicht am 13. März 2026

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Côte d’Ivoire

Die Schweiz und Côte d’Ivoire pflegen ausgezeichnete bilaterale Beziehungen, insbesondere in den Bereichen Handel, Wissenschaft, Kultur und Migrationszusammenarbeit.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Seit der Gründung des «Centre suisse de recherches scientifiques en Côte d’Ivoire» im Jahr 1951 arbeiten die beiden Länder im Bereich wissenschaftliche Forschung und Innovation eng zusammen.

Die Wirtschaftsbeziehungen sind sehr dynamisch. Die Schweiz weist in ihrer Afrika-Strategie 2025–2028 auf das grosse Wirtschaftspotenzial des Landes hin, das sich durch politische und wirtschaftliche Stabilität auszeichnet.

Die Schweiz und Côte d’Ivoire haben 2025 eine bilaterale Vereinbarung über die Einfuhr, Ausfuhr und Rückführung von Kulturgut abgeschlossen. Dies ist das erste solche Abkommen zwischen der Schweiz und einem Staat in Subsahara-Afrika.

Datenbank Staatsverträge

Migration

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Côte d’Ivoire gehört zu den wichtigsten Partnern der Schweiz auf dem afrikanischen Kontinent und war 2024 der viertgrösste Handelspartner der Schweiz in Afrika. Die Schweiz ist der zweitwichtigste Exportmarkt für Côte d’Ivoire und führt hauptsächlich Gold und Kakao ein.

Aufgrund der Herausforderungen in der Kakaoproduktion lancierte das SECO 2017 die «Swiss Platform for Sustainable Cocoa», um die Branche zu unterstützen.

Fast fünfzig Schweizer Unternehmen sind in verschiedenen Sektoren tätig. Im Jahr 2026 wurde die Schweizer Handelskammer in Côte d’Ivoire («SwissCham Côte d’Ivoire») formalisiert, die eine Austauschplattform für Schweizer Unternehmen in Côte d’Ivoire zur Verfügung stellt.

Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE

Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation

Die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ist sehr gut.

Das «Centre suisse de recherches scientifiques en Côte d’Ivoire» (CSRS) in Abidjan, das 2026 sein 75-jähriges Bestehen feiert, ist ein wichtiger Akteur im Bereich der Tropenforschung.

Forschende aus Côte d’Ivoire können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Centre suisse de recherches scientifiques en Côte d’Ivoire (fr, en)

Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende, SBFI

Friedensförderung und menschliche Sicherheit

Die Prävention von gewalttätigem Extremismus gehört zu den aussenpolitischen Schwerpunkten der Schweiz. Im Jahr 2023 unterstützte die Schweiz im Rahmen der zivilen Friedensförderung verschiedene Aktivitäten der «Académie internationale de lutte contre le terrorisme» (AILCT). Unter anderem wurden zwei Studien zum gewalttätigen Extremismus in Afrika finanziert, deren Ergebnisse 2025 vorgestellt wurden.

Kulturaustausch

Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider unterzeichnete 2025 in Côte d’Ivoire eine Vereinbarung über die Einfuhr, Ausfuhr und Rückführung von Kulturgut. Diese regelt insbesondere die rechtlichen Bedingungen für die Einfuhr von Kulturgütern in beide Länder, die Rückgabemodalitäten für illegal eingeführte Kulturgüter und die Zusammenarbeit bei der Erhaltung des kulturellen Erbes. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde das von der Schweiz unterstützte erste archäologische Museum von Côte d’Ivoire in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern beider Länder eingeweiht.

Schweizerinnen und Schweizer in Côte d’Ivoire

Ende 2024 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 299 Schweizerinnen und Schweizer in Côte d’Ivoire und 1875 ivorische Staatsangehörige in der Schweiz.

Der in den 1980er-Jahren gegründete Verein «Amicale Suisse de Côte d’Ivoire» organisiert zahlreiche Veranstaltungen für Schweizer Staatsangehörige und Freundinnen und Freunde der Schweiz.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte die Unabhängigkeit von Côte d’Ivoire am 7. August 1960 und unterhält seit 1961 eine Botschaft in Abidjan. Bereits 1952 hatte sie ein Vizekonsulat eröffnet. Die politische Stabilität und die wachsenden wirtschaftlichen Möglichkeiten führten seit 1962 zum Abschluss mehrerer bilateraler Abkommen bezüglich Handel, Investitionsschutz und technische Zusammenarbeit.

Zwischen 1984 und 1990 wurden fünf Abkommen zur Neueinstufung der Schulden des Landes abgeschlossen. 1991 unterstützte die Schweiz die Eneuerung von fünf Wasserkraftwerken.

2021 unterzeichneten die beiden Länder drei Migrationsabkommen zur Stärkung der Zusammenarbeit in diesem Bereich, insbesondere bei der Bekämpfung der irregulären Migration.

Côte d’Ivoire, Historisches Lexikon der Schweiz

Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis

Dokumente

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