Bilaterale Beziehungen Schweiz–Jordanien
Die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Jordanien beruhen auf einem regelmässigen politischen Dialog sowie einer breiten Zusammenarbeit in den Bereichen wirtschaftliche und menschliche Entwicklung, Umwelt und Klima sowie Wissenschaftsdiplomatie. Darüber hinaus engagiert sich die Schweiz in Jordanien in den Bereichen Wasser, Frieden und gute Regierungsführung.
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz ist seit 1970 mit einer Botschaft in Jordanien vertreten. Seit 2001 unterstützt sie das Land im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Nach dem Ausbruch der Syrienkrise im Jahr 2011 hat die Schweiz ihr Engagement weiter verstärkt. Mit einem gesamtstaatlichen Ansatz unterstützt sie vulnerable Bevölkerungsgruppen, stärkt nationale Systeme und trägt zur regionalen Stabilität bei.
Die Schweiz setzt dabei folgende Schwerpunkte:
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Schweizer Unternehmen aus der Pharmaindustrie, dem Tourismus und dem Gastgewerbe sind in Jordanien präsent. Viele Unternehmen mit Geschäftskontakten zur Schweiz sind Mitglied im Swiss Jordanian Business Club (SJBC), der 2006 auf Initiative der Schweizer Botschaft gegründet wurde.
Das Handelsvolumen belief sich 2024 auf 621 Millionen Franken.
Ländercockpit, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise, SGE
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kulturschaffende aus Jordanien können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende, SBFI
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Das regionale Kooperationsprogramm «Syrien und Nachbarländer 2026–2029» umfasst die fünf Länder Syrien, Jordanien, Libanon, Irak sowie die Türkei und gliedert sich in vier Prioritäten: Menschliche Entwicklung, Klima und Umwelt, Wirtschaftsentwicklung, sowie Frieden und Gouvernanz. Für die Umsetzungsperiode von 2026–2029 ist für das regionale Kooperationsprogramm ein Budget von rund 243 Millionen Franken vorgesehen.
Die Schweiz konzentriert sich in Jordanien auf die Bereiche menschliche und wirtschaftliche Entwicklung, Klima und Umwelt sowie Frieden und gute Regierungsführung.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Schweizerinnen und Schweizer in Jordanien
2026 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 298 Schweizerinnen und Schweizer in Jordanien.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte das Königreich Jordanien 1949. 1970 wurde die Botschaft und 2001 das Kooperationsbüro der DEZA in Amman eröffnet. Bis 2008 war Jordanien ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Zusammenarbeit des SECO. Das Herrscherpaar engagiert sich für Projekte des WEF (Königin Rania ist Mitglied des Direktionskomitees).
Jordanien, Historisches Lexikon der Schweiz
Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis
Links
- Schweiz und Jordanien
- Datenbank Staatsverträge
- Ländercockpit, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
- Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise, SGE
- Bundes-Exzellenz-Stipendium für ausländische Forschende und Kulturschaffende SBFI
- Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
- Jordanien, Historisches Lexikon der Schweiz
- Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis
Dokumente
Kontakt Helpline EDA
365 Tage im Jahr – rund um die Uhr
Die Helpline EDA beantwortet als zentrale Anlaufstelle Fragen zu konsularischen Dienstleistungen.
