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Veröffentlicht am 31. Juli 2026

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Kirgisistan

Die Schweiz und Kirgisistan unterhalten seit der Unabhängigkeit sehr gute, freundschaftliche Beziehungen. Die gemeinsame Mitgliedschaft in der Stimmrechtsgruppe einiger multilateraler Institutionen, darunter die Bretton-Woods-Institutionen, trägt zu dieser Verbundenheit bei. Ein weiterer Pfeiler der bilateralen Beziehungen ist die technische Zusammenarbeit, auch im Bereich des Managements von Wasserressourcen.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die Schweiz geniesst in dieser zentralasiatischen Republik einen ausgezeichneten Ruf und ist als wichtiges Geberland in der Entwicklungszusammenarbeit auch eine bedeutende Handelspartnerin Kirgisistans. Kirgisistan ist Mitglied der Stimmrechtsgruppe der Schweiz beim Internationalen Währungsfonds (IWF), bei der Weltbank und bei der Globalen Umweltfazilität (Global Environment Fund, GEF).

Die Schweiz engagiert sich zudem in Zentralasien im Bereich Wasserdiplomatie. Die Initiative «Blue Peace Central Asia» fördert die regionale Zusammenarbeit unter den fünf zentralasiatischen Ländern und unterstützt grenzüberschreitende Initiativen im Wassermanagement sowohl politisch als auch technisch.

Weltbank (en)

Internationaler Währungsfonds (en)

Globale Umweltfazilität (en)

Blue Peace: Wasser als Instrument für den Frieden

Datenbank Staatsverträge

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Schweiz gehört zu den grössten Abnehmern von kirgisischem Gold und ist damit eine wichtige Handelspartnerin für Kirgisistan, auch wenn der sonstige Austausch zwischen den beiden Ländern bescheiden ist.

Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise S-GE

Ländercockpit, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Schweizerische Handelskammer (en)

Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation

Forschende aus Kirgisistan können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende, SBFI

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Kirgisistan ist ein Schwerpunktland der internationalen Zusammenarbeit. Bis 2029 werden jährlich 20 Millionen Franken für folgende Bereiche bereitgestellt:

  • Wasser und Energie: Die Schweiz unterstützt in der Trinkwasserversorgung, Bewässerung und Abwassermanagement durch einen integrierten Ansatz, der auch den Schutz vor Naturgefahren und die Auswirkungen des Klimawandels umfasst. Gleichzeitig unterstützt die Schweiz Bemühungen zur Stärkung der nachhaltigen Energieerzeugung und Energieeffizienz.
  • Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung: Die Entwicklung des Privatsektors soll zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum, zur Armutsbekämpfung und zur Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze beitragen. Des Weiteren werden Reformen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie ein verantwortungsvoller Finanzsektor gefördert.

Gute Regierungsführung, Menschenrechte und Geschlechtergleichstellung werden auf regionaler Ebene umgesetzt.

*Die Budgetzahlen sind vorläufig und unterliegen den jeweiligen jährlichen Beschlüssen des Bundesrats und des Schweizer Parlaments.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe (Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan)

Kulturaustausch

Die Schweiz fördert ein vielfältiges künstlerisches und kulturelles Schaffen in Zentralasien, das einen positiven Beitrag zu einem friedlichen, inklusiven und demokratischen Transformationsprozess leistet.

Schweizerinnen und Schweizer in Kirgisistan

2025 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 51 Schweizerinnen und Schweizer in Kirgisistan.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Am 23. Dezember 1991 anerkannte die Schweiz die Unabhängigkeit Kirgisistans und nahm am 14. Februar 1992 formelle diplomatische Beziehungen mit dem Land auf. Zunächst kümmerte sich die Schweizer Botschaft in Moskau um die diplomatischen Beziehungen. Von 1993–2012 war die Schweizer Botschaft in der usbekischen Hauptstadt Taschkent für Kirgisistan zuständig.

1993 wurde in Bischkek ein DEZA-Kooperationsbüro eröffnet, das im November 2012 in eine Botschaft umgewandelt wurde. Kirgisistan hat eine Mission bei den internationalen Organisationen in Genf. Ihr Botschafter ist seit 1996 in Bern akkreditiert.

Historisches Lexikon der Schweiz: Kirgisistan

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