Bilaterale Beziehungen Schweiz–Malta
Die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Republik Malta sind gut und werden zunehmend intensiver. Die strategische Lage im Mittelmeer und seine Geschichte weisen Malta eine Brückenfunktion zwischen Europa und Nordafrika sowie dem Nahen Osten.
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Ein wichtiges Element der bilateralen Beziehungen ist die 2002 gemeinsam gegründete und von der Schweiz mitfinanzierte DiploFoundation, die sich in Kleinstaaten und Entwicklungsländern für den Kapazitätsaufbau im Politikbereich engagiert.
Zudem wurden die bilateralen Beziehungen im Bereich der multilateralen Politik durch den gemeinsamen Einsitz der beiden Länder als nichtständige Mitglieder im UNO-Sicherheitsrat 2023–2024 intensiviert.
Im Jahr 2026 feiern die Schweiz und Malta das 60-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Beziehungen.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die bescheidenen Handelsbeziehungen mit der Schweiz betreffen vor allem die Maschinen-, die Chemie- und die Pharmaindustrie. Dabei weist die Schweiz einen Handelsbilanzüberschuss aus. Die Schweizer Importe aus Malta beliefen sich 2024 auf 43.3 Millionen Franken. Die Exporte betrugen im selben Jahr 143.7 Millionen CHF. Malta ist eine beliebte Destination für Touristinnen und Touristen aus der Schweiz.
Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Im Zentrum stehen die Zusammenarbeit bei der Wissenschaftsdiplomatie, die in beiden Ländern in der aussenpolitischen Strategie verankert ist, sowie die DiploFoundation, die auf den Kapazitätsaufbau im Politikbereich in Kleinstaaten und Entwicklungsländern spezialisiert ist.
Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Mitgliedstaaten
Malta zählte zu den Empfängern des ersten und zweiten Schweizer Beitrags zugunsten neuer EU-Mitgliedstaaten zur Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten. Im Rahmen des zweiten Schweizer Beitrags wurden 3.56 Millionen CHF bereitgestellt. Die Mittel werden in Zusammenarbeit mit der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) für die Durchführung eines Projekts im Bereich der Herz-Kreislauf-Gesundheit verwendet.
Zweiter Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Mitglied-Staaten
Schweizerinnen und Schweizer in Malta
Stand 2025 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 437 Schweizer Staatsangehörige auf Malta.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Bereits kurz nach der Unabhängigkeit Maltas 1964 erfolgte die Akkreditierung des Schweizer Botschafters in Rom bei der maltesischen Regierung. 2003 wurde das seit 1937 in Valletta existierende Schweizer Honorarkonsulat zum Generalkonsulat mit Honorarvertreterin oder Honorarverteter aufgewertet. Seit 2008 ist in der Schweiz eine Botschafterin oder ein Botschafter Maltas akkreditiert (mit Sitz in Malta).
1990 gründeten die Schweiz und Malta gemeinsam die «Mediterranean Academy for Diplomatic Studies» (MEDAC).
Malta, historisches Lexikon der Schweiz
Mediterranean Academy for Diplomatic Studies (MEDAC) (en)
Links
- Datenbank Staatsverträge
- Der Bundespräsident unterzeichnet in Malta ein Abkommen über die Umsetzung des zweiten Schweizer Beitrags, Medienmitteilung, 18.11.2022
- Zweiter Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Mitglied-Staaten
- DiploFoundation (en)
- Mediterranean Academy for Diplomatic Studies (MEDAC) (en)
- Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise
- Malta, historisches Lexikon der Schweiz
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