Bilaterale Beziehungen Schweiz–Nauru
Die Schweizer Botschaft in Canberra ist für die Beziehungen mit Nauru zuständig und unterhält offizielle Kontakte mit dem Land. Die Schweiz pflegt seit 2003 diplomatische Beziehungen mit Nauru. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind freundschaftlich. Die Schweiz und Nauru setzen sich gemeinsam für die Grundsätze des Multilateralismus und eine wirksame Zusammenarbeit im UNO-System ein.
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz arbeitet in folgenden Bereichen mit den Inselstaaten im Pazifik zusammen:
- Internationales Genf: Die Schweiz bietet den pazifischen Inselstaaten finanzielle und logistische Unterstützung im Hinblick auf die Eröffnung einer ständigen Vertretung bei der UNO und den anderen internationalen Organisationen in Genf an. Damit fördert sie die direkte Mitwirkung dieser Staaten in wichtigen multilateralen Gremien. Dies erlaubt es ihnen, an den globalen Diskussionen in den Bereichen Handel, Gesundheit, Klima und Entwicklung teilzuhaben und ihren Standpunkt in den internationalen Entscheidungsprozessen einzubringen.
- Umwelt und Klima: Der Klimawandel bedroht Leben, Existenzgrundlagen und die Zukunftsfähigkeit in den pazifischen Inselstaaten. Als Gaststaat von Institutionen wie der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und des Sekretariats der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe für Klimaänderungen (IPCC) verfügt die Schweiz über eine Plattform, die Wissenschaft, Politik und internationale Zusammenarbeit zusammenbringt. Damit haben die pazifischen Inselstaaten Zugang zu Fachwissen, können ihre Erfahrungen austauschen und sich in globalen Klimaschutzfragen besser einbringen.
- Menschenrechte und Entwicklung: Die Schweizer Botschaften in Wellington, Canberra und Manila führen Kleinaktionen in den Bereichen menschliche Sicherheit, Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit durch.
- Katastrophenvorsorge: Die Schweiz verfügt in Bangkok über ein thematisches Regionalbüro, das sich abzeichnende Risiken und Katastrophen überwacht und bei grösseren Katastrophen, die die nationalen und regionalen Kapazitäten übersteigen, Unterstützung für die Pazifikstaaten mobilisieren kann. Über die UNO-Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik (UNESCAP) unterstützt dieser Hub auch das pazifische Tsunami-Warnsystem.
Konsularische Dienstleistungen und Visa
Für konsularische Dienstleistungen (An- und Abmeldung, Ausstellung von Schweizer Pässen und Identitätskarten, Zivilstandsänderungen usw.) ist die folgende Schweizer Vertretung zuständig:
Schweizerisches Generalkonsulat in Sydney (Australien)
Website der Schweizer Vertretung in Australien
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Nauruische Staatsangehörige können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende SBFI
Bachelor- und Masterstudierende aus dem Pazifikraum können sich für ein ThinkSwiss-Forschungsstipendium bewerben, vorbehaltlich Ausschreibung und veröffentlichte Zulassungskriterien.
ThinkSwiss-Forschungsstipendium (en)
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Auf bilateraler Ebene
Die Schweiz unterstützte die Teilnahme von zwei nauruischen Frauenrechtsaktivistinnen an einer Tagung des UNO-Ausschusses für die Beseitigung der Diskriminierung der Frau (CEDAW) in Genf. Die Schweizer Botschaft in Australien unterstützte zudem von Partnern geleitete Projekte in den Bereichen sanitäre Grundversorgung, Gesundheit und Logistik, um die Postzustellung landesweit zu verbessern.
Auf regionaler Ebene
Die Schweiz leistete einen wichtigen Beitrag zu regionalen und globalen Mechanismen für Resilienz und Wiederaufbau, die den pazifischen Ländern direkt zugutekommen:
- Globale Fazilität für Katastrophenvorsorge und Wiederaufbau (GFDRR): Förderung des Verständnisses für Naturgefahren und Klimaveränderungen sowie Unterstützung der Staaten bei der Reduktion ihrer Anfälligkeit in diesem Bereich.
- Initiative für Frühwarnsysteme zu Klimarisiken (CREWS)*: Unterstützung von verbesserten Klimarisiko- und Frühwarnsystemen.
- Grüner Klimafonds (GCF): Finanzierung von Projekten zur Anpassung an den Klimawandel und Milderung der Auswirkungen des Klimawandels.
- Anpassungsfonds (AF): Unterstützung gefährdeter Gemeinschaften bei der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels.
- Globale Umweltfazilität (GEF): Finanzierung der Erhaltung der biologischen Vielfalt und der nachhaltigen Entwicklung.
- Santiago Network on Loss and Damage (UNFCCC)*: Technische Unterstützung für Länder, die mit klimabedingten Verlusten und Schäden konfrontiert sind.
- WMO HydroHub*: Förderung globaler hydrologischer Monitoring- und Wassermanagementsysteme.
- International Women’s Rights Action Watch Asia Pacific (IWRAW AP): Förderung von Frauenrechten und Geschlechtergleichstellung in Asien und im Pazifik.
Mit diesen Beiträgen unterstützt die Schweiz die pazifischen Länder bei der Stärkung der Katastrophenvorsorge, der Finanzierung von Klimamassnahmen, der Verbesserung des Wasser- und Umweltmanagements und der Förderung rechtsbasierter, integrativer Ansätze zur Erhöhung der Klimaresilienz.
*Sekretariat in Genf
Schweizerinnen und Schweizer in Nauru
Ende 2024 lebten keine Schweizer Staatsangehörige in Nauru.
Website der nauruischen Regierung (en)
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz pflegt seit 2003 diplomatische Beziehungen mit Nauru.
Nauru, Historisches Lexikon der Schweiz
Links
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Die Helpline EDA beantwortet als zentrale Anlaufstelle Fragen zu konsularischen Dienstleistungen.
