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Situation im Nahen und Mittleren Osten

Krise

Aktualisiert am 13. März 2026

Stellungnahme der Schweiz und Informationen für Schweizer Staatsangehörige und Reisende in der Region.

Veröffentlicht am 1. Februar 2026

Geschlechtergleichstellung und Frauenrechte

Die Gleichstellung der Geschlechter ist Voraussetzung für gesellschaftlichen Wandel und wirtschaftliche Entwicklung. Sie ermöglicht die Achtung der Menschenrechte und die Schaffung von nachhaltigem Frieden. Dennoch stehen die Rechte von Frauen und Mädchen regelmässig unter Druck. Die Schweiz setzt sich im Rahmen ihrer Aussenpolitik gezielt für die Geschlechtergleichstellung und Frauenrechte ein.

Eine Frau mit einem orangefarbenen Schal übermittelt mit einem Megafon eine kraftvolle Botschaft.

Die Gleichstellung von Frau und Mann, die Achtung der Rechte von Frauen und Mädchen und das Verbot jeder Form von geschlechtsspezifischer Diskriminierung gehören zu den in der Verfassung und im Schweizer Recht verankerten Grundwerten und stellen einen integralen Bestandteil der Schweizer Menschenrechtsdiplomatie dar.

Das Engagement der Menschenrechtsdiplomatie spiegelt die Verpflichtungen wider, die die Schweiz mit der Ratifizierung des Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) und des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) eingegangen ist.

Die Aussenpolitik der Schweiz orientiert sich an den fünf strategischen Zielen der EDA-Strategie zu Geschlechtergleichstellung und Frauenrechten. Diese lauten:

  • Die Stärkung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen
  • Die Stärkung der effektiven politischen Partizipation von Frauen
  • Das Vorgehen gegen jegliche Form geschlechtsspezifischer Gewalt
  • Die Förderung der Rechte im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit
  • Die Etablierung der Geschlechtergleichstellung und Frauenrechte als zentrale Bestandteile der bilateralen und multilateralen Aktivitäten

Der internationale Beitrag der Schweiz für die Gleichstellung der Geschlechter ist auch in der nationalen Gleichstellungsstrategie 2030, welche vom Bundesrat 2021 verabschiedet wurde, explizit aufgeführt.

Die Menschenrechtsdiplomatie der Schweiz verfolgt diese strategischen Ziele sowohl auf bi- als auch multilateraler Ebene. Die Schweiz setzt sich in zahlreichen regionalen und internationalen Organisation sowie multilateralen Foren aktiv für ihre Prioritäten ein.

Bilateral bilden die Themen der Geschlechtergleichstellung und der Frauenrechte Gegenstand der politischen Konsultationen und Menschenrechtsdialoge der Schweiz. Darüber hinaus leistet die Schweiz finanzielle Beiträge an Projekte und Organisationen, die sich gezielt für die Stärkung der Rechte der Frau und die Förderung der Geschlechtergleichstellung einsetzen.

«Eine App für die Frauenrechte»

Die Women's Human Rights App (W'sHR App) wurde von der Schweiz entwickelt und bietet einen einfachen Zugang zu internationalen Rechtsinstrumenten und UNO-Dokumenten. Sie basiert auf einer umfangreichen digitalen Datenbank, die zentrale Themen der Frauenrechte abdeckt.

Kontakt

Sektion Menschenrechtsdiplomatie
Staatssekretariat STS-EDA
Abteilung Frieden und Menschenrechte
Effingerstrasse 27
3003 Bern