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Veröffentlicht am 1. Februar 2026

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD

Die OECD vereint 38 Mitgliedstaaten, die ihre Wirtschafts-, Finanz-, Bildungs-, Sozial-, Umwelt- und Entwicklungspolitik gemeinsam weiterentwickeln. Sie fördert den Erfahrungsaustausch und die Koordination internationaler Politik. Die Ständige Delegation in Paris vertritt die Interessen der Schweiz und engagiert sich aktiv in zahlreichen OECD-Gremien und Arbeitsgruppen.

Keystone

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihren Sitz in Paris. Sie unterstützt die Regierungen, den wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft zu begegnen. Sie umfasst zurzeit 34 Industrieländer als Mitglieder und spielt eine zentrale Rolle im Bereich der ‹good governance›, der guten Regierungs- und Unternehmensführung.

Mit ihren analytischen Arbeiten und der sektoriellen Überwachungstätigkeit hilft sie den Staaten, ihre wesentlichen Wirtschaftssektoren wettbewerbsfähig zu halten und strategische Neuausrichtungen zu vollziehen. Durch internationale Instrumente wie Konventionen, Entscheide und Empfehlungen trägt die OECD zur Erarbeitung von neuen internationalen Regeln in den Bereichen bei, in denen gemeinsame Spielregeln als nötig erachtet werden.

Angesichts der deutlichen Verlagerung des internationalen Gleichgewichts der Wirtschaftsmächte sowie der Herausforderungen der Globalisierung beabsichtig die OECD zu einer weltweiten Drehscheibe werden. Im Jahre 2007 haben die Mitglieder der OECD beschlossen eine Erweiterungspolitik einzuführen. Momentan prüft die OECD die Aufnahme von Russland und Estland. Der zweite Pfeiler der Öffnungspolitik der OECD, ist das sogenannte verstärkte Engagement «enhanced engagement». Die OECD versucht sich an wichtige Länder wie Brasilien, Indien, Indonesien, China und Südafrika und aufstrebenden Regionen anzunähern und in ihre Arbeiten einzubeziehen.

Themenbereiche des EDA bei der OECD

Die Schweiz ist Gründungsmitglied der OECD (1961). Da sie weder der G7/G8 noch der G20 oder der Europäischen Union angehört, ist die OECD eine bedeutende internationale Plattform zur Verteidigung ihrer Interessen. Die Schweiz setzt sich ein für den permanenten Dialog unter den Mitgliedstaaten, damit nachhaltige und fortschrittliche Politiken umgesetzt werden.

Der Bundesrat hat am 13. März 2009 entschieden, den OECD-Standard bei der Amtshilfe in Steuersachen gemäss Art. 26 des OECD-Musterabkommens zu übernehmen. Dies erlaubt, bei der Revision von Doppelbesteuerungsabkommen den Informationsaustausch im Einzelfall und auf konkrete und begründete Anfrage mit anderen Ländern auszubauen.

Schweizerische Delegation bei der OECD

Wie alle Mitgliedsländer unterhält die Schweiz eine ständige Delegation bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Vertreten durch den Schweizer Botschafter nimmt sie Einsitz im Rat, dem obersten Entscheidungsorgan der OECD. Die Schweiz beteiligt sich entsprechend ihrer wirtschaftlichen Grösse und entscheidet beim Arbeitsprogramm und Jahresbudget mit.

Die Schweizerische Delegation verfolgt die Arbeit der OECD in ihren verschiedenen Institutionen und spielt eine wichtige Rolle als Verbindung zwischen den Schweizer Behörden und dem Sekretariat der OECD. Sie vertritt die Interessen der Schweiz in multilateralen Verhandlungen, zeigt Bereiche auf, in denen die Schweiz von der OECD profitieren kann und verbreitet OECD-Empfehlungen in der Schweiz.

Dokumente

Kontakt

Schweizerische Delegation bei der OECD
28, rue de Martignac
Frankreich - 75007 Paris