Die Direktorin der DEA

Ein Portrait von Staatssekretärin Livia Leu
Livia Leu ist seit dem 14. Oktober 2020 Chefunterhändlerin für die Verhandlungen mit der EU. © JC Marmara

Staatssekretärin Livia Leu ist seit dem 14. Oktober 2020 Direktorin der Direktion für europäische Angelegenheiten (DEA). Zudem ist sie Chefunterhändlerin für die Verhandlungen mit der Europäischen Union.

Livia Leu wurde 1961 in Zürich geboren und schloss ihr Studium in Zürich und Lausanne mit dem Lizentiat der Rechte und dem Anwaltspatent ab. 1989 trat sie in den Dienst des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ein und absolvierte ihren diplomatischen Stage in Bern, Paris und Genf.

Im Mai 1991 wurde sie als diplomatische Mitarbeiterin an die Zentrale versetzt, wo sie bei der Sektion UNO der damaligen Direktion für internationale Organisationen tätig war. 1994 wechselte sie zur Ständigen Mission der Schweiz bei den Vereinten Nationen in New York. Von dort wurde sie 1998 als stellvertretende Missionschefin nach Kairo versetzt. 2002 kehrte sie an die Zentrale zurück, wo sie die stellvertretende Leitung der Politischen Abteilung II, Amerika, innehatte.

Nach einem einjährigen Erziehungsurlaub übernahm sie 2004 die stellvertretende Leitung der Politischen Abteilung II, Afrika/Naher Osten (die den Mittelmeerraum, den Nahen Osten und den Iran abdeckte). 2006 wurde sie Chefin der Abteilung, mit Botschaftertitel.

Von 2009 bis 2013 war Livia Leu Schweizer Botschafterin in Teheran, bevor sie im August 2013 zur Delegierten des Bundesrats für Handelsverträge (mit Botschaftertitel) ernannt wurde. In dieser Funktion leitete sie den Leistungsbereich Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen und nahm Einsitz in die Geschäftsleitung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) des Eidgenössischen Departements fürWirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) in Bern.

Danach wurde Livia Leu zur Schweizer Botschafterin in Frankreich und Monaco ernannt. Diese Funktion übte sie vom 1. September 2018 bis zum 14. Oktober 2020 aus, als der Bundesrat sie zur Chefunterhändlerin für die Verhandlungen mit der EU, mit dem Titel einer Staatssekretärin, und zur Chefin der Direktion für europäische Angelegenheiten ernannte.