Ebola-Epidemie

Die Ebola-Epidemie, die im März 2014 in Westafrika ausbrach, übertrifft hinsichtlich Ansteckungen, Todesopfer (über 11'000) und geografischer Ausdehnung alle früheren Ausbrüche des Virus auf dem afrikanischen Kontinent. Die DEZA engagiert sich gemeinsam mit den betroffenen Ländern und der nationalen und internationalen Organisationen und verfolgt die Lage weiterhin über das Programmbüro der Humanitären Hilfe in Liberia.

Die Mittel der DEZA wurden hauptsächlich in Liberia eingesetzt, das am stärksten von der Krise betroffen ist. © DEZA

Die Humanitäre Hilfe der Schweiz hat die internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie mit 32 Millionen Franken unterstützt. Sie hat bislang mehrere konkrete Aktionen finanziert bzw. durchgeführt und unterstützt die Arbeit der betroffenen nationalen Behörden, der internationalen Organisationen und der lokalen Partner.

Das Engagement der DEZA konzentriert sich auf drei Interventionsschwerpunkte:

  • die Eindämmung der Epidemie durch geeignete Präventions- und Behandlungsmassnahmen 
  • die Stärkung der Gesundheitssysteme der betroffenen Länder 
  • die Milderung der negativen Konsequenzen der Epidemie auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene

Die DEZA ist auf mehreren Ebenen aktiv: auf bilateraler Ebene unterstützt sie die betroffenen Länder, welche um Hilfe gebeten haben, auf lokaler Ebene unterstützt sie gut etablierte NGO und auf multilateraler Ebene unterstützt sie die Vereinten Nationen und die internationalen Organisationen.

Auf bilateraler Ebene engagiert sich die DEZA hauptsächlich in Liberia, wo sie über ein Programmbüro der Humanitären Hilfe verfügt. Auf dem Höhepunkt der Krise schickte sie 30 Tonnen medizinisches Schutzmaterial in das Land und ermöglichte den Kauf von Einsatzfahrzeugen.

Ausserdem unterstützte die Schweiz NGO vor Ort, die im sanitären oder medizinischen Bereich Hilfe anbieten konnten.

Auf multilateraler Ebene unterstützt die Schweiz mehrere UNO-Organisationen durch finanzielle Beiträge oder durch die Entsendung von Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH), insbesondere an das WFP und an UNICEF.

Die DEZA arbeitet mit den für die Bewältigung der Ebola-Krise wesentlichen Akteuren zusammen: dem WFP, dem IKRK, UNICEF, der WHO, der FAO und der UNO-Koordinationsstruktur UNMEER sowie der Organisation Médecins Sans Frontières Schweiz, der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, dem Schweizerischen Roten Kreuz und lokalen NGO. Die liberianische Regierung bleibt eine zentrale Partnerin der Schweiz bei der Bekämpfung von Ebola.

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