Die Schweiz im internationalen Vergleich

Der Entwicklungshilfeausschuss der OECD publiziert regelmässig die wesentlichen Kennzahlen zur öffentlichen Entwicklungshilfe seiner Mitgliedsländer. Der prozentuale Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfe am Bruttonationaleinkommen bildet die Basis des hier verwendeten Vergleichs.

Aktualisiert am 25. Januar 2019

Im Jahr 2017 beliefen sich die Nettoleistungen sämtlicher Mitgliedsländer des Entwicklungshilfeausschusses (Development Assistance Committee, DAC) der OECD für die öffentliche Entwicklungshilfe (Aide publique au développement, APD) auf 147,2 Milliarden USD. Unter Berücksichtigung des Wechselkurses und der Inflation entspricht dies einer leichten Abnahme von 0,15% im Vergleich zum Jahr 2016. Diese Abnahme erklärt sich durch eine rückläufige Anzahl Asylsuchenden innerhalb Europas: ohne Einbezug der Asylkosten in den Geberländern stieg die APD um 1,6%.  

12 der 29 Mitgliedsländer des DAC der OECD haben nach Inflationsbereinigung eine Erhöhung der APD-Leistungen im Jahr 2017 ausgewiesen. Die restlichen 17, darunter die Schweiz, verzeichneten eine Senkung. Fünf Länder haben das UNO-Ziel einer APD von 0,7% des Bruttonationaleinkommens (BNE) erreicht (Schweden, Luxemburg, Norwegen, Dänemark, Grossbritannien).

Die APD/BNE-Quote der Schweiz beläuft sich auf 0,46% im Jahr 2017, was ein deutlicher Rückgang gegenüber 2016 (0.53%) bedeutet. Diese Abnahme ist in erster Linie auf die bedeutend tieferen APD-anrechenbaren Ausgaben im Bereich der Asylkosten in der Schweiz zurückzuführen, wie auch auf die vom Parlament beschlossenen Sparmassnahmen des Bundes.

Die Schweiz konnte ihren 8. Platz im internationalen Vergleich der APD/BNE-Quoten aller DAC-Mitglieder behalten.

Bezüglich des absoluten Finanzvolumens sind die USA, Deutschland, Grossbritannien, Japan und Frankreich die Geberländer mit den grössten Zuwendungen. Die Schweiz belegt den 11. Rang in diesem Klassement.