Die Schweiz im internationalen Vergleich

Der Entwicklungshilfeausschuss der OECD publiziert regelmässig die wesentlichen Kennzahlen zur öffentlichen Entwicklungshilfe seiner Mitgliedsländer. Der prozentuale Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfe am Bruttonationaleinkommen bildet die Basis des hier verwendeten Vergleichs.

Aktualisiert am 16. April 2020

Im Jahr 2019 beliefen sich die Leistungen sämtlicher Mitgliedsländer des Entwicklungshilfeausschusses (DAC) für die öffentliche Entwicklungshilfe (APD) auf 152,8 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem realen Anstieg um 1,4%. Die APD wird seit 2018 gemäss der von der OECD verabschiedeten «grant equivalent» Methode berechnet.

18 der 29 DAC-Mitglieder (darunter die Schweiz) wiesen 2019 eine reale Erhöhung ihrer APD-Leistungen aus, und 11 verzeichneten eine Abnahme. 5 Länder haben das UNO-Ziel einer APD von 0,7% des Bruttonationaleinkommens (BNE) erreicht: Luxemburg, Norwegen, Schweden, Dänemark und Grossbritannien. Die kumulierte APD/BNE-Quote der DAC-Mitgliedstaaten beträgt 0,30%.

Mit 0,44% verzeichnet die Schweiz dieselbe APD-Quote wie 2018. Grund dafür sind die tiefer als erwartet ausgefallenen Asylkosten, die der APD angerechnet werden können, und die von Bundesrat und Parlament 2016 und 2017 beschlossenen Kürzungen bei den Krediten der internationalen Zusammenarbeit. Die Schweizer Quote liegt unter dem Durchschnitt der EU-Länder (0,47%). Ohne Berücksichtigung der Asylkosten betrug das Verhältnis APD/BNE 0,40% und lag damit auf dem Niveau von 2018.

Im internationalen Vergleich der APD/BNE-Quoten aller DAC-Mitglieder liegt die Schweiz weiterhin auf dem 8. Platz. Bezüglich ihres absoluten Finanzvolumens sind die USA, Deutschland, Grossbritannien, Japan und Frankreich die Geberländer mit den grössten Zuwendungen. Die Schweiz rückt in diesem Klassement um einen Platz auf den 11. Rang vor.