Berge: Potenzial und Risiken

Seilschaft dreier peruanischer Experten auf einem Gletscher.
Expedition in der Cordillera Vilcanota in Peru. Die DEZA hat bereits mehrere Kooperationsprojekte zwischen peruanischen und Schweizer Glaziologen finanziert. © Uni Zürich

Vor allem in Lateinamerika und Asien ist die DEZA in Berggebieten tätig. Die dort lebenden Bevölkerungsgruppen sind oft sehr verletzlich und verschiedenen Katastrophenrisiken ausgesetzt, die verringert werden sollen. Gleichzeitig verfügen die Berge über ein Entwicklungspotenzial, das genutzt werden sollte.

Berggebiete waren für die DEZA immer ein Schwerpunkt. Die DEZA setzt sich dafür ein, armen Bevölkerungsgruppen gute Lebensbedingungen und Einkommensmöglichkeiten zu bieten. Immerhin leben zwölf Prozent der Weltbevölkerung in den Bergen – oft unter sehr prekären Bedingungen.

Hier seien z. B. die anspruchsvolle kleinbäuerliche Landwirtschaft erwähnt, die dort praktiziert wird, oder auch die negativen Auswirkungen des Klimawandels und das ständige Risiko von Naturkatastrophen (Überschwemmungen, Erdrutsche, Lawinen), ganz zu schweigen von der Tatsache, dass in Berggebieten der Weg bis zu den grundlegendsten öffentlichen Dienstleistungen meist sehr weit ist.

Die DEZA unterstützt weltweit zahlreiche Projekte, um das Wohlbefinden und die Resilienz der betroffenen Menschen zu fördern.

Reichhaltige Ökosysteme

Berggebiete haben viel Entwicklungspotenzial: Sie verfügen über reichhaltige Ökosysteme und versorgen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung mit Trinkwasser. Und wenn sie nachhaltig geschützt und gepflegt werden, bieten sie zahlreiche Einkommensmöglichkeiten.

In Osteuropa arbeitet die DEZA mit der Lokalbevölkerung zusammen, um Spezialitäten aus der Region besser zu vermarkten und den nachhaltigen Tourismus zu fördern. In Tadschikistan konnten mit einem Programm zur Modernisierung der Bewässerungsinfrastruktur die Produktivität der Landwirtschaftsbetriebe erhöht und gleichzeitig das Überschwemmungsrisiko gesenkt werden. In Peru wird das Abschmelzen der Gletscher, das auch in der Schweiz ein bekanntes Phänomen ist, wissenschaftlich erforscht. Das gewonnene Wissen soll z. B. zum Bau von neuen Wasserkraftwerken genutzt werden.

2017: Internationales Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung

Der Tourismus kann ein Motor für den positiven wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wandel sein. Die DEZA engagiert sich diesbezüglich in Osteuropa und insbesondere in den Karpaten.

Verminderung von Katastrophenrisiken in den Berggebieten

Die Berggebiete leiden mit am stärksten unter den Auswirkungen des Klimawandels. Aus diesem Grund müssen sich möglichst viele Akteure an der Verminderung von Katastrophenrisiken beteiligen.