Vernehmlassung zur internationalen Zusammenarbeit 2021–2024

Ein Mann leitet eine Frau bei der Benutzung eines Schweissgeräts an.
Das Schaffen von Arbeitsplätzen vor Ort gehört zu den Akzenten der internationalen Zusammenarbeit 2021–2024. © Dominic Nahr

Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit soll stärker fokussiert und dadurch wirkungsvoller werden. Dies sieht die Vorlage zur strategischen Ausrichtung der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz vor, die das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) vom 2. Mai bis 23. August 2019 in eine fakultative Vernehmlassung geschickt haben.

Medienkonferenz 02.05.2019

  • Bundesrat Ignazio Cassis
  • Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Direktorin SECO
  • Botschafter Manuel Sager, Direktor DEZA

Gestützt auf Verfassung und Gesetzgebung legen Bundesrat und Parlament alle vier Jahre die strategische Ausrichtung der internationalen Zusammenarbeit (IZA) fest, mit der die Schweiz zur Linderung von Not und Armut in der Welt beiträgt. Für die Jahre 2021–2024 werden folgende Schwerpunkte gesetzt: die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort, der Kampf gegen den Klimawandel und gegen die Ursachen irregulärer Migration und Zwangsmigration sowie das Engagement für Frieden und Rechtsstaatlichkeit.

Die IZA berücksichtigt die migrationspolitischen Interessen der Schweiz. EDA und WBF wollen die Wirkung durch geographische und thematische Fokussierung, Innovation und den Einsatz digitaler Technologien verbessern. Zudem ermöglicht die Neuausrichtung, flexibler auf Krisen und Chancen reagieren zu können.

Finanzielle Eckwerte

Gemäss aktueller Finanzplanung sind insgesamt 11,37 Milliarden CHF für die Jahre 2021–2024 vorgesehen. Bis zu diesem Betrag kann die Schweiz in diesem Zeitraum Verpflichtungen eingehen, die zur Umsetzung der Ziele dienen. Das Parlament wird die entsprechenden Mittel jeweils im Rahmen der jährlichen Budgetberatungen festlegen. Gemäss aktueller Prognosen wird mit den voraussichtlichen Zahlungen die öffentliche Entwicklungshilfe (APD) der Schweiz insgesamt 0,45 % des Bruttonationaleinkommens betragen. Diese Quote liegt unter dem vom Parlament 2011 beschlossenen und seither mehrfach bestätigten Zielwert von 0,5 %.

Häufig gestellte Fragen