Bundesrat Didier Burkhalter trifft UNO-Generalsekretär António Guterres in Genf

Medienmitteilung, 12.01.2017

Bundesrat Didier Burkhalter hat heute in Genf am Rande der Zypern-Konferenz mit dem neuen UNO-Generalsekretär António Guterres ein bilaterales Gespräch geführt. Das Treffen diente dazu, die gute Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der UNO zu bekräftigen, sowie verschiedene aktuelle Themen zu diskutieren.

Bundesrat Didier Burkhalter und der neue UNO-Generalsekretär António Guterres im Gespräch im Rahmen eines bilateralen Treffens am 12. Januar 2017 in Genf.
Bundesrat Didier Burkhalter trifft sich am 12. Januar 2017 in Genf mit dem neuen UNO-Generalsekretär António Guterres.© EDA

Zehn Tage nach seinem offiziellen Amtsantritt ist der neue UNO-Generalsekretär heute in Genf mit Bundesrat Burkhalter zusammengetroffen. Das Gespräch gab die Gelegenheit, auf die Prioritäten des neuen Generalsekretärs einzugehen und ihm die Unterstützung der Schweiz zuzusichern. Bundesrat Burkhalter lud den UNO-Generalsekretär ferner zu einer offiziellen Visite nach Bern ein.

Inhaltlich standen insbesondere die Konfliktprävention und die Reform der UNO im Vordergrund – zwei Themen, die für den Generalsekretär höchste Priorität geniessen und welche die Schweiz seit mehreren Jahren aktiv bearbeitet. So hat sie insbesondere 2016 den Appell des 13. Juni lanciert, welcher dazu beitragen soll, dass die Menschenrechte in der Konfliktprävention eine grössere Rolle spielen.

Bundesrat Burkhalter machte zudem geltend, dass das grosse Potenzial des internationalen Genf noch besser zu nutzen sei. Dieses Zentrum der globalen Gouvernanz könne seine Expertise noch gezielter in den Dienst des UNO-Systems und der internationalen Gemeinschaft stellen und zwar in Bereichen wie Frieden und Sicherheit, Menschenrechte, humanitäre Hilfe, Migration oder die Umsetzung der Agenda 2030. Generalsekretär Guterres, welcher selber mehrere Jahre in Genf als Chef des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge tätig war, unterstrich die vielseitigen und reichhaltigen Kompetenzen der in Genf angesiedelten internationalen Akteure.

Gegenstand des Gesprächs war auch das Renovationsprojekt des Palais des Nations, der sogenannte „Strategic Heritage Plan“. Die Modernisierung des Palais des Nations ist sowohl für die Schweiz als Sitzstaat als auch für die UNO von grosser Bedeutung. Die Bauarbeiten beginnen noch dieses Jahr.

Die Gesprächspartner tauschten sich ebenfalls zu den Zypern-Gesprächen aus. Beide gaben ihrer Hoffnung den Ausdruck, dass die  Konferenz in Genf die Grundlagen für eine anhaltende Lösung des langjährigen Konfliktes legen wird.

Beide unterstrichen die ausgezeichnete Zusammenarbeit im Bereich der guten Dienste und waren sich einig, dass die Kapazitäten der Vereinten Nationen im Bereich der Mediation eine zentrale Rolle spielen und gestärkt werden müssen.


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